Wettrechner: Aus Einsatz und Quote den echten Gewinn herausrechnen
Zuletzt aktualisiert am 30. Oktober 2026; geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder.

Ein Taschenrechner ist ehrlich, solange man ihn nicht überreden will. Er beantwortet genau eine Frage: Was kommt bei dieser Quote auf diesen Einsatz heraus. Er beantwortet nicht, ob der Tipp aufgeht, und kein Feld, keine Taste und keine Prozentanzeige in irgendeinem Wettprogramm ändert daran etwas. Wer sich den Reingewinn einer Sportwette mit festen Quoten ausrechnet, rechnet Einsatz mal Quote minus eins. Bei 10 € auf eine Quote von 2,10 stehen am Ende 11 € Reingewinn und 21 € zurück auf dem Konto — die Formel dazu ist so anspruchsvoll wie eine Getränkerechnung und genauso wenig geeignet, die Zukunft vorherzusagen.
Das ist keine Spitzfindigkeit, sondern der Kern der Sache. Die Sportwettensteuer von 5,3 % wird von jedem Veranstalter anders behandelt, manche rechnen sie sichtbar ab, manche nennen sie gar nicht. Ein Rechner, der nur Quote und Einsatz multipliziert, sagt trotzdem nichts Falsches — er sagt nur weniger, als viele Leser in ihn hineinlesen. Deshalb geht es auf dieser Seite um Auswahl: welche Rechenwege es gibt, welcher Anbieter welche Wettarten überhaupt abbildet, welcher Weg zu welcher Art von Spieler passt und wo man selbst nachrechnen muss.
Rechtlicher Rahmen: erlaubt wird beim Veranstalter, nicht im Rechner
Ein Rechner ist ein Werkzeug ohne Aufsicht. Die Rechtslage betrifft ihn nicht, sie betrifft den Anbieter, bei dem das Geld landet. Das ist die eigentliche Auswahlentscheidung, die vor jeder Quotendiskussion steht, und sie lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Wetten sind in Deutschland nur bei einem Betreiber mit deutscher Erlaubnis zulässig, und die Behandlung des Quotenabschlags entscheidet jedes Haus für sich.

Was auf der Whitelist steht und was sie aussagt
Die einzige belastbare Prüfung ist die offizielle Whitelist nach § 9 Abs. 8 des Glücksspielstaatsvertrags, die die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale) führt. Sie ist der Nachweis, und das ist wörtlich zu nehmen: eine .de-Adresse allein beweist nichts, und eine Erlaubnis aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung. Die Liste in der Fassung vom 2. Oktober 2026 umfasst 30 Einträge — 27 Veranstalter mit Sportwetten-Erlaubnis, davon zwei zusätzlich mit Pferdewetten, und drei Anbieter, die ausschließlich Pferdewetten halten. Wer ein Wettkonto eröffnet, sollte diese Liste vorher öffnen und nicht danach.
Die Behörde erteilt die Erlaubnis für die Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV, sie überwacht und sie ahndet Verstöße nach § 28a. Die Steuer ist dagegen Sache des Finanzamts, nicht der Behörde. Eine Erstanlage läuft fünf Jahre nach § 4c Abs. 1; die Whitelist nennt nur das Datum der Erteilung und kein Enddatum, also steht dort auch keines. Wichtig für die Lektüre des Verzeichnisses: Nur die unter dem Sportwetten-Titel eingetragene Domain nimmt Sportwetten an. Slots, Poker oder virtuelle Automatenspiele sind eigene Erlaubnisse mit eigenen Regeln — dass ein Haus beides halten darf, macht aus dem Automatenangebot keine Erlaubnis für Sportwetten.

Die Warnungen nehmen zu, nicht ab. Am 17. September 2026 hat die Behörde Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt und dabei Platincasino als Beispiel genannt. Wer auf einer Seite ohne Whitelist-Eintrag wettet, hat im Streitfall keinen deutschen Weg.
Die Sportwettensteuer und der Quotenabschlag
Die Sportwettensteuer steht in §§ 16 bis 25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes und beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz, der um die Steuer selbst gemindert ist“ nach §§ 17 und 18. Auf den eingezahlten Betrag gerechnet sind das rund 5,03 %, also 5,3 geteilt durch 105,3. Schuldner ist der Veranstalter der Wette, nicht der Spieler — § 19 lässt daran keinen Zweifel. Die Formulierung „5,3 % des Einsatzes“ ist damit schlicht falsch, so verbreitet sie auch ist. Ob und in welcher Form die Steuer weitergegeben wird, entscheidet jeder Anbieter selbst; belastbar ist hier nur, was ein konkretes Haus in seinen eigenen Bedingungen schreibt.
Zwei Beispiele aus der deutschen Anbieterlandschaft zeigen, wie unterschiedlich das ausfallen kann. DAZN Bet erhebt auf jede Sportwette einen Quotenabschlag von 5 %, der auch als Wettsteuer bekannt ist, berechnet ihn automatisch und weist Einsatz und Abschlag je Wette im Kontoverlauf aus. ODDSET dagegen erhebt nach seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen bei Kunden mit Wohnsitz in Deutschland eine Gebühr von 5 % als Quotenabschlag auf den Bruttogewinn einer gewonnenen Wette, und nach Abzug dieser Gebühr ergibt sich der für die Auszahlung maßgebliche Nettogewinn. Das sind zwei verschiedene Rechenwege: der eine greift am Einsatz, der andere am Gewinn. Für den Rechner zu Hause bedeutet das, dass die schöne Zahl im Wettschein und die Zahl auf dem Kontoauszug auseinanderlaufen können, ohne dass jemand etwas falsch gemacht hat.
Auf der anderen Seite wirbt Winamax im Fußbereich seiner Seite mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und stützt das auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 01.04.2025 und dem 30.08.2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Das ist eine Werbeaussage mit Datengrundlage — und sie ist genau das, was sie ist: eine Momentaufnahme aus fünf Monaten, kein Zustand. Wer den Abschlag zweier Häuser vergleichen will, vergleicht nicht die Werbung, sondern die Bedingungen.
Steuerpflichtige Anbieter gibt es auch außerhalb der Whitelist. Die Steuer ist kein Beweis für eine Erlaubnis: Wer die Abgabe abführt, hat damit noch nichts nachgewiesen, was die Liste regelt.
Was in Deutschland gewettet werden darf
Der erlaubte Rahmen ist enger, als die Wettscheine vermuten lassen. Nach § 21 Abs. 1 GlüStV sind Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorkommnisse darin zulässig, als Einzel- oder Kombinationswette, und nur solche Wettarten, die die Behörde genehmigt hat — das Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5 bildet den Rahmen.
Livewetten sind nach § 21 Abs. 4 stark beschnitten: Während ein Ereignis läuft, darf nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente gesetzt werden, und zwar in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball ist erlaubt, nächster Satz im Tennis auch, nächster Punkt im Tennis und nächster Korb im Basketball nicht. Ausgeschlossen sind ferner Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure beteiligt sind — nach der Praxis der Behörde zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich —, manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße und deren Sanktionierung nach § 21 Abs. 1a. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig.
E-Sport fällt komplett heraus: Die Behörde stellt fest, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist. In Deutschland existiert kein erlaubtes E-Sport-Wetten. Virtueller Sport ist an dieser Stelle nicht geregelt, und dazu steht hier nichts. Cash Out ist gesetzlich nirgends vorgesehen — es ist und bleibt eine Funktion des jeweiligen Anbieters.
Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Und ein pauschales Einsatzlimit je Wette gibt es im Sportwettenrecht nicht; die Grenzen, die tatsächlich greifen, sind Einzahlungsgrenzen und liegen beim Konto, nicht beim Wettschein.
Der Blick über die Grenze
Offshore-Anbieter sind an keines der deutschen Register angeschlossen — weder an OASIS noch an LUGAS —, sie haben keine deutsche Erlaubnis, und wer dort wettet, verliert den deutschen Rechtsweg. Sportwetten ohne deutsche Erlaubnis anzubieten ist unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Auf der strafrechtlichen Seite stehen der § 284 StGB für die Veranstaltung mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe und der § 285 StGB für die Teilnahme mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe; Verfolgungen einzelner Spieler sind nicht belegt, was weder Freibrief noch Drohkulisse ist. Der Vollzug arbeitet mit Untersagungsverfügungen, Zahlungs- und Netzblockaden nach § 9.
Die Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt, und die Frage liegt seit dem 25. Juli 2024 beim Europäischen Gerichtshof: Der Bundesgerichtshof hat unter dem Aktenzeichen I ZR 90/23 vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. In seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 hält Generalanwalt Nicholas Emiliou es grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen.
Spielerschutz: der Rahmen, den kein Rechner abbildet
Hier hört die Bequemlichkeit auf. Ein Rechner verhindert keine Verluste, er beschleunigt höchstens die Einsicht, dass eine Quote unter 2,00 im Erwartungswert weniger zurückgibt als hineingeht. Die Grenzen, die im deutschen Recht tatsächlich ziehen, sitzen am Konto und nicht am Wettschein.
Pflichten beim Konto und die Einzahlungsgrenze
Die Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt, so steht es in § 4 Abs. 3. Ein Konto je Anbieter mit vollständiger Verifizierung nach § 6a; vor abgeschlossener Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang Spiel erlauben, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Das ist der Zeitraum, in dem viele Schnellabschlüsse entstehen, und der einzige, in dem ein Konto vorübergehend halb offen steht.
Die entscheidende Zahl steht in § 6c Abs. 1: standardmäßig 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Wer mehr will, braucht nicht bloß Mut, sondern einen Nachweis: Ein Anbieter, dessen Erlaubnis das zulässt, darf einem Einzelnen ein höheres Limit einräumen — bis 10.000 €, und 10.000 bis 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler —, aber nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, wobei eine Selbstauskunft nicht genügt. Senkungen greifen sofort, Erhöhungen nach sieben Tagen.
Paralleles Spielen ist über die Aktivitätsdatei nach § 6h untersagt.
Sperrsysteme, Panikbutton und Offshore
OASIS ist nach §§ 8 und 8a das bundesweite Sperrsystem, das bei der Registrierung und beim Login abgefragt wird. Wer sich dort mit einer Frist sperrt, ist mindestens drei Monate gesperrt; ohne Angabe einer Frist mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Blockade aus. Wer auf internationalen Seiten spielt, ist an keines dieser Systeme angeschlossen — eine Selbstsperre wirkt dort nicht, und ein Einzahlungslimit greift dort nicht.
Wer wegen des Spielens in Schwierigkeiten geraten ist, bekommt Beratung über die Beratungsstellen der Länder; die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informiert unter ihrer bekannten Rufnummer, und die Landeskoordinierungsstellen vermitteln lokale Hilfe.
Geld ist treuhänderisch, Auszahlung nach fünf Tagen
Nach § 6b Abs. 4 dürfen Einzahlungen nur von einem Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut kommen; anonyme Zahlungsmittel sind nicht zugelassen. Das ist der Mechanismus, der Krypto und anonymes Prepaid aus dem erlaubten deutschen Wettgeschäft heraushält. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine eigene Sache und steht nur in seinen Bedingungen.
Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt, so die §§ 6b Abs. 6 bis 7.
Werbung und Bonusregeln
Werbung dürfen nach § 5 Abs. 7 nur Erlaubnisinhaber schalten. Die Sperrzeit von 06:00 bis 21:00 Uhr nach § 5 Abs. 3 Satz 1 gilt für virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele — nicht für Sportwetten. Für Sportwetten gilt anderes: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, und Affiliates dürfen nicht nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz bezahlt werden, alles nach § 5 Abs. 3 und 6.
Und die Regel, die in Diskussionen regelmäßig untergeht: Der Glücksspielstaatsvertrag enthält keine Vorschrift, die einen Sportwettenbonus festsetzt oder begrenzt. Höhe, Umsatzbedingungen und Mindestquoten kommen ausschließlich aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Wer einen Anbieter beurteilt, beurteilt also dessen eigene Großzügigkeit und nicht eine gesetzliche Leitplanke.
Wettarten und Quoten: was ein Rechner zu rechnen hat
Einzelwette — vom Einsatz zum Reingewinn
Der Reingewinn einer Sportwette mit festen Quoten errechnet sich als Einsatz mal Quote minus eins. Eine Quote von 5,50 zahlt bei 1 € Einsatz 5,50 € aus und lässt 4,50 € Gewinn übrig. Mehr steckt nicht dahinter, und die Verwechslung von Auszahlung und Gewinn ist der häufigste Fehler beim Blick auf einen Wettschein: Die Quote beschreibt den Rückfluss, nicht den Vorteil. Dasselbe in Bruchquoten gedacht: 5,50 entspricht 9/2. Als US-Quote gelesen ist es +450.
Die Umrechnung zwischen den drei Schreibweisen ist Handwerk. Eine Dezimalquote von 1,40 entspricht der Bruchquote 2/5 und der US-Quote −250; das Minuszeichen bedeutet, dass 250 € gesetzt werden müssen, um 100 € Gewinn zu erzielen. Ein Pluszeichen sagt das Gegenteil: Es nennt den Gewinn, der bei 100 € Einsatz herauskommt. Deutsche Anbieter rechnen dezimal und mit Komma — 2,10, nicht 2.10.
Kombiwette — alle Beine oder keines
Bei einer Kombinationswette werden die Einzelquoten multipliziert, der Einsatz gilt für die gesamte Wette, und gewonnen ist sie nur, wenn jedes einzelne Ereignis richtig getippt wurde. Vier Beine zu 2,00 ergeben 16,00. Fünf Beine zu 2,00 ergeben 32,00. Nach sechs Beinen ist es billiger, sich zu fragen, was man eigentlich sicher weiß.
Hier zeigt sich, warum ein Kombi-Rechner nur ein Multiplizierer ist und nicht mehr. Er addiert keine Sicherheit, er multipliziert sie. Wenn das erste Bein zu 90 % aufgeht und das zweite auch, ist die Kombination bei 81 % — man merkt es nur nicht, weil die Quote schöner aussieht. Die Wahrscheinlichkeiten der Beine multiplizieren sich genauso wie die Quoten, und der Rechner sagt es keinem.
Systemwetten — X aus Y und der Gesamteinsatz
Eine Systemwette fasst mehrere ähnliche Kombinationswetten zusammen und wird als „X aus Y“ angegeben; jede dabei entstehende Kombination heißt Wettreihe. Statt auf alle Beine gleichzeitig zu wetten, kauft man sich mehrere Möglichkeiten. Das kostet Einsatz, und es verschiebt den Charakter der Wette: Man kann mit einem falschen Tipp noch etwas zurückbekommen, aber man zahlt jeden einzelnen Zweig.
Die Zahl der Reihen ist Kombinatorik, kein Marketing. Bei Winamax ergibt sich der Preis einer Systemwette P/N aus N! geteilt durch P! mal (N minus P)!, multipliziert mit dem Einzeleinsatz; der Gesamteinsatz steht unten im Wettschein, und der angezeigte mögliche Gewinn ist der Höchstbetrag bei lauter richtigen Tipps. Wer diesen Höchstbetrag für ein Ergebnis hält, hat den Rechner nicht falsch bedient, sondern die Anzeige falsch gelesen.
Der Wettrechner von bet365 bildet Einzel-, Kombi- und Systemwetten mit 1 bis 20 Auswahlen ab. Eingaben sind Quote und Einsatz, Ausgaben sind Gesamteinsatz (Total Stake), Rückzahlung (To Return) sowie Gewinn oder Verlust (Profit/Loss). An Systemwetten führt er unter anderem Trixie mit 3 Auswahlen und 4 Wetten, Yankee mit 4 Auswahlen und 11 Wetten, Lucky 15 mit 4 Auswahlen und 15 Wetten, Lucky 63 mit 6 Auswahlen und 63 Wetten, Heinz mit 6 Auswahlen und 57 Wetten, Super Heinz mit 7 Auswahlen und 120 Wetten sowie Goliath mit 8 Auswahlen und 247 Wetten.
Dutching — mehrere Wege, ein Ziel
Dutching verteilt den Einsatz auf mehrere Ausgänge so, dass das Ergebnis unabhängig davon, welcher eintritt, annähernd gleich ausfällt, oder so, dass sich nur über eine bestimmte Teilmenge ein Gewinn ergibt. Ein Rechner macht daraus eine Division: Man legt die gewünschte Auszahlung fest und teilt sie durch die Quoten. Ein Beispiel: Wer 100 € Rückfluss über zwei Wege zu 2,50 und 6,67 anstrebt, setzt 40 € und 15 € und bekommt mit 5 € Rest noch einen dritten Weg dazu. Diese dritte Position ist der Punkt, an dem Dutching kippt, wenn sie nur über eine Auszahlung funktioniert, die im Gewinnfall noch aufgeht — und nicht, wenn man den Verlustfall schönrechnet.
Die entscheidende Größe sind die Nebenkosten. Ein Quotenabschlag von 5 % auf den Einsatz verwandelt eine vermeintlich ausgeglichene Verteilung in ein Geschäft, das im Erwartungswert auf der Seite des Anbieters liegt — bei einem solchen Abschlag muss die Verteilung mit den *tatsächlich* wirksamen Quoten gerechnet werden, nicht mit den abgedruckten.
Der Quotenschlüssel — was die Buchmachermarge kostet
Der Quotenschlüssel oder die Auszahlungsquote ist ein Marktbegriff ohne gesetzliche Definition: der Anteil aller Einsätze, den ein Markt zurückzahlt, gerechnet als 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes; die Marge ist 100 % minus dieser Anteil.
Ein Beispiel mit runden Zahlen zeigt, was das für den Wettenden bedeutet. In einem illustrativen Zwei-Wege-Markt stehen die Quoten bei 1,90 und 1,90 — ausdrücklich ein Rechenbeispiel und kein Angebotspreis. Die Kehrwerte sind je 0,5263, in der Summe 1,0526, der Quotenschlüssel also 0,95. Die Marge, also der Anteil, den der Veranstalter von jeder auf diesen Markt gesetzten Einheit einbehält, liegt damit bei 5,0 %. Das Ergebnis ist eine Bandbreite mit Bedingung und keine feste Größe: Je ausgeglichener ein Markt gesetzt wird und je tiefer er in der zweiten Reihe des Wettprogramms steht, desto weiter wandert die Marge nach oben; bei zwei gleich hohen Quoten von 1,90 markiert sie den unteren Rand dessen, was üblich ist.
Der Blick auf den Quotenschlüssel ist der einzige Moment, in dem ein Rechner mehr als Buchhaltung ist. Zwei Häuser mit identischer Optik können unterschiedlich viel von jedem Euro behalten, und die Differenz wächst mit der Zahl der Wetten. Bei 5 % Marge werden von 1.000 € Umsatz rund 50 € einbehalten, im Durchschnitt über viele Wetten. Bei 8 % sind es 80 €. Auf der Ebene einer einzelnen Wette ist das Rauschen, auf der Ebene eines Jahres ist es der Unterschied zwischen zwei Anbietern.
Und hier greift die Wechselwirkung, die einen Rechner für Kombinationen so unangenehm macht: Die Marge sitzt in jedem Bein. Vier Beine zu je 1,90 tragen jede *ihre* Marge, und die Kombination trägt sie alle zusammen.
Quotenschlüssel, Beispielrechnung und der Ehrenpunkt
Ein weiteres Rechenbeispiel: 1,90 und 1,90 — der Kehrwert beträgt je etwa 0,5263, in Summe also 1,0526. Daraus folgt ein Quotenschlüssel von rund 95 % und eine Marge von rund 5 %. Anders herum gelesen: Der Markt zahlt etwa 95 Cent jedes eingesetzten Euro zurück, wobei der Quotenschlüssel eines einzelnen Marktes für sich steht. Ein Haus, das in der ersten Fußball-Liga einen Quotenschlüssel von rund 95 % fährt, kann im Handball deutlich darunter liegen, und ein System aus 120 Wettreihen trägt jede Marge dieser Reihen.
Wo der Rechner zu Hause ist: App, Live und System
Ein Wettrechner leistet in drei Situationen echte Arbeit. Im Live-Bereich, wo Quoten sich während des Spiels bewegen und niemand im Kopf drei Varianten durchrechnet. Bei Systemwetten, wo der Gesamteinsatz aus 247 Reihen sonst nur geraten wäre. Bei der Frage, ob ein Bonus mit Umsatzbedingung überhaupt unter den Mindest-Nettogewinn fällt — ein Rechner, der Einsatz, Quote und Auszahlung sauber trennt, macht solche Fragen beantwortbar, auch ohne dass er sie selbst stellt.
Was er nicht leistet: Er kennt die Gewinnchance nicht. Kein Rechner, keine App und kein Livecenter weiß, wie ein Spiel ausgeht.
Die zehn erlaubten Anbieter im Vergleich
Die folgende Übersicht ordnet die zehn Wettanbieter, die diese Seite betrachtet, nach dem, was die Whitelist über sie aussagt — Inhaber der Erlaubnis, Datum der ersten Eintragung und der aktuelle Status. Die Rechte sind hier gestaffelt nach der Zahl, die tatsächlich nachprüfbar ist: dem Datum der Erteilung. Wer seit dem Jahr 2020 dabei ist, hat mehr Erlaubniszyklen hinter sich als ein Haus, das 2024 eingetragen wurde.
| Brand | Whitelist-Status und Inhaberin der Erlaubnis | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| AdmiralBet | auf der GGL-Whitelist; Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| LeoVegas | auf der GGL-Whitelist; LVSports Limited | 21.10.2024 |
| VBet | auf der GGL-Whitelist; SCGO Limited | 05.12.2023 |
| Betano | auf der GGL-Whitelist; Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| bwin | auf der GGL-Whitelist; bwin (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Winamax | auf der GGL-Whitelist; WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021 |
| bpremium | auf der GGL-Whitelist; Ladbrokes (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| MERKUR BETS | auf der GGL-Whitelist; Merkur Bets Malta Limited | 06.11.2023 |
| DAZN Bet | auf der GGL-Whitelist; DZBT Operations Limited | 22.08.2023 |
| Tipwin | auf der GGL-Whitelist; Tipwin Limited | 09.10.2020 |
Vier der zehn tragen als Erstdatum den 09.10.2020, den Tag, an dem das deutsche Sportwettenregime nach dem neuen Staatsvertrag in Betrieb ging. Wer dort steht, war von der ersten Stunde an dabei und hat mehrere Nachfolgeerlaubnisse nachweisen müssen. Am anderen Ende stehen LeoVegas mit dem 21.10.2024 und MERKUR BETS mit dem 06.11.2023 — Häuser, deren Sportwetten-Erlaubnis jünger ist als der erste Lockdown. Das ist kein Qualitätsurteil, aber es ist die einzige Zahl in der Tabelle, die über einen Zeitverlauf etwas sagt: Eine Erstanlage läuft fünf Jahre, ein späterer Eintrag heißt also nicht zwangsläufig ein junges Haus, sondern ein junges Sportwettenangebot.
Eine Spalte, die hier bewusst fehlt: das Enddatum. Die Whitelist führt keines, und wer eines druckt, hat es erfunden.
Die zehn Anbieter im Einzelnen
Die Reihenfolge ist die der Whitelist-Zusammenstellung und keine Rangfolge. Was ein Haus auszeichnet, steht jeweils im Kopf — denn ein Name ohne Profil wäre zehnmal dieselbe Überschrift.
AdmiralBet: die Erlaubnis mit den meisten Nachweisen
Der Eintrag zu AdmiralBet gehört zu den am längsten laufenden im Verzeichnis. Als Betreiberin ist die Greentube Betting Malta Limited geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und 29.07.2024. Für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht eine Erlaubnis seit dem 28.09.2022 — eine eigene Erlaubnis für ein eigenes Produkt, nicht mehr.
Wer zwei Folgeerlaubnisse vorweisen kann, hat zwei Prüfungsrunden hinter sich. Das ist kein Werbeargument, aber es ist das Wenige, was ein Bewerber über ein Haus von außen belastbar sehen kann. Die Beschriftung „seit 2020“ auf der Startseite eines Wettanbieters ist dagegen nichts weiter als ein Datum mit gutem Marketing. Der Unterschied zwischen beidem liegt in der Liste — und nur dort.
LeoVegas: das jüngste Sportwetten-Angebot der Runde
LVSports Limited ist als Betreiberin von LeoVegas geführt, mit einer Erlaubnis für Sportwetten seit dem 21.10.2024 und für virtuelle Automatenspiele seit dem 27.02.2023. Der Sportwetten-Titel ist damit jünger als der Casino-Titel — ungewöhnlich, und für deutsche Verhältnisse der Hinweis, dass ein international bekanntes Haus nicht automatisch ein etabliertes Sportwettenangebot mitbringt. Wer LeoVegas wählt, wählt die Markenbekanntheit und eine erst kurz laufende deutsche Sportwettenerlaubnis. Für den Vergleich der Rechner wiegt das: Ein junges Sportwettenprogramm bringt häufig weniger Wettarten und damit auch weniger Systemwetten.
VBet: maltesischer Veranstalter mit deutscher Erlaubnis
Die SCGO Limited, Veranstalterin der Sportwetten unter VBet, sitzt im Luxe Pavilion, 2nd Level, Diamonds International Building, Portomaso, STJ 4010, St. Julian’s, Malta; die Behörde verzeichnet die Sportwetten-Erlaubnis seit dem 5. Dezember 2023. Ein Sitz in Malta bedeutet im Zusammenhang mit einem Whitelist-Eintrag nicht, dass ein Haus im rechtsfreien Raum arbeitet — es bedeutet, dass die deutsche Erlaubnis der Teil ist, der zählt, und das maltesische Umfeld der Teil, der keine deutschen Spielerschutzregister bindet. Verwirrend ist das vor allem für Leser, die aus der Domain auf die Rechtsordnung schließen.
Betano: Rechner-Eingaben, die über den Wettschein hinausgehen
Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten; die Entwicklerbeschreibung nennt Bet Builder, also das Kombinieren mehrerer Märkte eines Spiels, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Auf der Whitelist ist für die deutsche Seite die Betkick Sportsbetting Limited als Inhaberin geführt, Ersterlaubnis 19.02.2021, Folgeerlaubnis 16.12.2022.
Bet Builder ist die Funktion, die den Rechner herausfordert. Wer vier Märkte aus einer Partie kombiniert, kombiniert nicht mehr unabhängige Ereignisse, und die Quoten, die dabei herauskommen, spiegeln diese Abhängigkeit nicht unbedingt. Ein normaler Kombirechner multipliziert die Teile trotzdem. Wer einen Bet Builder rechnet, muss also mit einer gewissen Skepsis auf die angezeigte Gesamtquote schauen — das Haus kennt die Korrelation, der Rechner auf dem Schreibtisch nicht.
Bei zwölf Monaten zwischen Erst- und Folgeerlaubnis zeigt sich außerdem, dass die Behörde nicht nur einmal hinsieht.
bwin: die größte Funktionsliste
Die „bwin – Sportwetten App“ wird im Apple App Store von der bwin.party entertainment Limited angeboten; die Entwicklerbeschreibung nennt Cashout sowohl manuell als auch automatisch, Live-Streams und Live-Statistiken sowie Kombi-Boost und Quoten-Boost. Auf der Whitelist ist für die deutsche Seite die bwin (Deutschland) Limited als Inhaberin geführt, mit einer Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 23.12.2022.
Zwei Dinge fallen auf, und beide betreffen den Rechner. Ein automatischer Cashout ist die bequemste und teuerste Taste im Wettprogramm: Er wird ausgelöst, während die Quote gegen einen läuft, und er zahlt eine Auszahlung, die das Haus festlegt, nicht der Markt. Ein Kombi-Boost erhöht die Quote für Kombinationen — und erhöht in der Regel genau den Teil der Wette, der am unwahrscheinlichsten aufgeht. Wer die Boosts in einen Rechner einträgt, bekommt einen korrekten Rechenweg für eine Wette, die noch schwerer zu gewinnen ist als vorher.
Winamax: Freebets ohne Umsatz, Einzahlung mit Umsatz
Der Eintrag führt die WINAMAX (Société anonyme) als Inhaberin, Ersterlaubnis 29.06.2021, Folgeerlaubnis 08.12.2022. Dieses Haus fällt in der Runde doppelt auf, und beide Male aus unterschiedlichen Gründen.
Zum einen beim Willkommensangebot: Winamax verdoppelt die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets, ohne Umsatzbedingungen für die Freebets selbst. Die Einzahlung muss zur Auszahlung einmal umgesetzt werden, mit einer Obergrenze der Umsetzung von 100 € und einer Mindestquote von 1,05. Ein Umsatz von eins ist für deutsche Verhältnisse eine milde Bedingung, und der Verzicht auf Umsatzbedingungen für die Freebets entfernt die Position, die sonst den größten Teil des Bonusschattens ausmacht. Zum anderen bei der Steuer: „0 % Wettsteuer“ ist eine Zusage über den Quotenabschlag, gestützt auf eine Odoxa-Studie mit 2.967 Spielen, nicht auf ein Gesetz. Wer die Marge sucht, findet sie in den Quoten, nicht im Werbespruch.
Der Wettrechner dieser Seite muss hier eine Winamax-Besonderheit abbilden: den Preis einer Systemwette P/N aus der Fakultät N geteilt durch P! mal (N minus P)!, multipliziert mit dem Einzeleinsatz. Zusammen mit dem Gesamteinsatz unten im Wettschein und dem möglichen Gewinn als Höchstbetrag bei lauter richtigen Tipps ergibt das eine Anzeige, die ohne einen zweiten Blick irreführend wirkt.
bpremium: Fünffacher Binomial-Umsatz mit Mindestquote
Der Eintrag führt die Ladbrokes (Deutschland) Limited als Inhaberin, Ersterlaubnis 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022. Für Bonusgewinne aus Sportwetten gilt laut den Nutzungsbedingungen, dass sie erst nach dem Fünffachen des Bonusbetrags und dem Fünffachen der zugehörigen Einzahlung bei Dezimalquoten ab 1,7 ausgezahlt werden können; Angebote sind, sofern nicht anders angegeben, nur einmal nutzbar.
Das ist die Rechnung, die niemand im Kopf macht: Bei 100 € Bonus auf eine 100-Einheiten-Einzahlung sind das 500 + 500 = 1.000 Einheiten Umsatz. Rechnet man den Quotenschlüssel des Marktes dazu — bei den Beispielquoten 1,90/1,90 ein Anteil von rund 95 % — entsteht ein durchschnittlicher Aufwand nahe dem Zwei- bis Dreistelligen je nach der genauen Zusammenstellung. Wer den Betrag allein ausrechnet und die Marge ignoriert, kommt auf einen zu kleinen Wert und wundert sich über den Kontostand. Der Punkt hier ist nicht die genaue Zahl, sondern dass der doppelte Faktor selten betont wird. Für einen umsatzorientierten Spieler ist dieses Paket mühsam; für einen, der ohnehin regelmäßig wettet, weniger.
MERKUR BETS: Aktion mit Ablaufdatum
Der Eintrag führt die Merkur Bets Malta Limited, Ersterlaubnis 06.11.2023. Der MERKUR BETS CLUB hat für Kombiwetten oder Betbuilder mit mindestens drei Auswahlen und einer Gesamtquote von mindestens 4,00 bei einem Wocheneinsatz von mindestens 25 € am Montag der Folgewoche eine Freebet über 5 € ausgeschüttet; die Aktion lief vom 09.06.2025 bis 14.07.2025.
Eine Woche, 25 €, drei Auswahlen, Gesamtquote ab 4,00 — die Kette ist eine Demonstration der gesamten Mechanik. Die Freebet ist dabei der kleinere Posten: 5 € sind ein Bruchteil dessen, was eine Woche mit 25 € Wocheneinsatz an Volumen erzeugt. Für einen Spieler, der ohnehin Woche für Woche Kombis spielt, ist die Grenze für die Aktion praktisch identisch mit seinem Spielverhalten. Wer das nicht tut, ist nicht die Zielgruppe der Aktion.
Die zeitliche Begrenzung ist das eigentliche Merkmal. Zeitlich befristete Aktionen sind für den Vergleich am wenigsten wert: Sie sind zum Zeitpunkt des Lesens möglicherweise vorbei, und wer sich darauf verlässt, plant mit einem Zustand, der nicht bleibt.
DAZN Bet: sichtbarer Quotenabschlag
Der Eintrag führt die DZBT Operations Limited, Ersterlaubnis 22.08.2023. Hier fällt der Sportwetten-Quotenabschlag ins Auge: Bei DAZN Bet wird auf jede Sportwette ein Quotenabschlag von 5 % erhoben, der auch als Wettsteuer bekannt ist; er wird automatisch berechnet, und im Kontoverlauf sind Einsatz und Quotenabschlag je Wette sichtbar.
Transparenz ist etwas wert, auch wenn sie Geld kostet. Ein Abschlag, der je Wette im Kontoverlauf steht, ist nachprüfbar; ein Abschlag, der in der Quote verschwindet, ist es nicht. Wer den Rechner benutzt, sollte diese Zeile trotzdem in die Rechnung nehmen: Ein Abschlag von 5 % auf jede Wette ist eine Schicht, die über der ohnehin in der Quote steckenden Marge liegt. Ein Gewinn, den der Rechner mit 4,50 € ausweist, kann auf dem Konto kleiner ankommen. Für Spieler, die ihre Rendite nachrechnen, ist dieser Anbieter deshalb der einfachste zum Vergleichen — nicht weil er günstig wäre, sondern weil er zeigt, was er nimmt.
Tipwin: der Siebenfache-Umsatz mit Wettschein-Obergrenze
Der Eintrag führt die Tipwin Limited, Ersterlaubnis 09.10.2020, Folgeerlaubnisse vom 27.12.2022 und 09.01.2024. Der Sportwetten-Willkommensbonus beträgt 100 % der Einzahlung bis höchstens 100 €; Einzahlung und Bonus zusammen müssen vor einer Auszahlung mindestens siebenmal in Sport- und Livewetten eingesetzt werden, je Wettschein zählen höchstens 100 € und nur Wettscheine mit einer Quote von mindestens 1,80.
Die Wettschein-Obergrenze ist die unauffälligste Zeile und die einzige, die den Plan ändern kann. Wer 1.000 Einheiten umsetzen muss und je Wettschein höchstens 100 zählen, braucht mindestens zehn Wettscheine — verteilt über Tage, denn so viele brauchbare Wetten mit Quote ab 1,80 stehen nicht jeden Abend im Programm. Anders als bei einem reinen Bonusfaktor ist hier der Rhythmus des Kontos die eigentliche Hürde. Zwei Folgeerlaubnisse neben der Ersterlaubnis sind bei diesem Haus der belastbarere Teil der Bilanz.
Was ein Bonus am Ende wirklich kostet
Die Marge, die niemand auf dem Wettschein sieht
Über jedem Rechenbeispiel liegt eine Schicht, die man nicht sieht. Die Quote von 1,90 auf beiden Seiten eines Zwei-Wege-Marktes ist bereits eine Quote, die den Vorteil des Veranstalters enthält: Der faire Wert liegt bei 2,00. Die Differenz von 0,10 ist der Preis, den der Wettende für die Bequemlichkeit zahlt, dass er den Markt nicht selbst stellen muss. Über einen Abend ist das nichts; über die Menge aller Einsätze ist es das Geschäft.
Bei diesem illustrativen Markt steht der Quotenschlüssel bei rund 95 %. Das bedeutet: Der Markt zahlt etwa 95 Cent je eingesetztem Euro zurück, und der Veranstalter behält im Durchschnitt rund 5 Cent je Euro. Bedingung: das gilt für einen Markt mit einer Zwei-Wege-Verteilung und für die dort gezeigten Quoten. Bei einem Drei-Wege-Markt mit Favoriten- und Außenseiterquoten sieht die Sache anders aus, und Kombinationen tragen die Marge jedes ihrer Beine.
Ein Ansatzpunkt: erwarteter Aufwand beim Freispiel
Für ein Freispiel, dessen Einsatz nicht mit ausgezahlt wird, lässt sich ein Wert abschätzen. Es gilt die Formel: Wert = Betrag des Freispiels mal (Quote minus 1) geteilt durch die Quote, multipliziert mit dem Quotenschlüssel des Marktes. Bei einem Freispiel über 100 Einheiten, einer Quote von 3,00 und einem Quotenschlüssel von 0,95 ergibt das einen durchschnittlichen Wert von rund 63 Einheiten. Das ist kein Gewinn; das ist der durchschnittliche Vorteil, den die Gutscheinwette in diesem Markt einbringt, bevor sie in Bargeld umgewandelt ist. Wer zwei solcher Freispiele auf dieselbe Weise einsetzt, erwartet etwa das Doppelte.
Die Annahme steckt in der Quote: Sie ist die gerade geltende Quote des jeweiligen Marktes, und sie schwankt. Bei einer Quote von 1,20 sinkt der durchschnittliche Wert deutlich, weil der Auszahlungsanteil relativ stärker ins Gewicht fällt.
Bemerkenswert ist dabei, wie weit der durchschnittliche Wert unter dem nominellen Betrag liegt, noch bevor der Umsatz einer Einzahlung ins Spiel kommt: Von 100 Einheiten bleiben rechnerisch im Schnitt rund 63. Die Lücke ist nicht die Gebühr des Anbieters, sondern der Marktpreis der Wette selbst.
Zweiter Ansatzpunkt: Umsatz und erwarteter Verlust
Der volle Preis eines Willkommensbonus mit Umsatzbedingung wird erst im Vergleich mit dem erwarteten Verlust sichtbar. Nehmen wir einen Bonus, dessen Umsatz das Fünffache des Bonusbetrags und das Fünffache der zugehörigen Einzahlung beträgt — die Konstellation, die bei bpremium aus dessen Nutzungsbedingungen bekannt ist. Bei einem Bonus von 50 Einheiten und einer Einzahlung von 50 Einheiten ergeben sich 250 + 250 = 500 Einheiten Umsatz. Bei einer Wette von 25 Einheiten je Wettschein sind das 20 Wettscheine. Rechnet man den Quotenschlüssel des Marktes von rund 95 % auf den Umsatz an, entspricht das einem erwarteten Verlust von etwa 25 Einheiten — die Hälfte der Gesamtsumme, die der Bonus deckt. Bei einem Quotenschlüssel von 92 % steigt er auf rund 40 Einheiten. Das ist ein statistischer Durchschnitt über viele Wetten unter der Annahme, dass der Umsatz vollständig und nur mit dem bonus- oder einzahlungsgebundenen Betrag erbracht wird — keine Vorhersage für einen einzelnen Wettschein.
Der Vergleich dieser beiden Wege — ein Freispiel mit sofortigem Wert und ein Bonus mit Umsatz — zeigt, wofür ein Wettrechner wirklich da ist: nicht um zu zeigen, wie viel man gewinnen kann, sondern um zu zeigen, was der Umweg kostet.
Wo die Rechnung des Lesers anfängt
Ein Anbieter mit sichtbarem Quotenabschlag — DAZN Bet weist 5 % je Wette im Kontoverlauf aus — ändert die Rechnung zusätzlich zu einem Bonusumsatz. Wer den Abschlag einfach in den Einsatz einrechnet, unterschätzt ihn: Er sitzt oben auf der Quote, und die Quote bestimmt die Auszahlung. Ein Haus mit ODDSET-Logik hingegen erhebt die 5 % auf den Bruttogewinn einer gewonnenen Wette — da ist die Belastung im Verlustfall null und im Gewinnfall spürbar. Zwei Häuser, zwei völlig unterschiedliche Kostenprofile.
Die ehrlichste Art, mit einem Rechner umzugehen, ist deshalb, ihn als Kontrollinstrument zu benutzen. Ein Wettschein, der den Einsatz, den möglichen Gewinn und die geltende Quote ausweist, wird zur Grundlage, und der Rechner bestätigt oder widerlegt die Anzeige. Bei ODDSET etwa lautet der für die Auszahlung maßgebliche Wert nicht der Bruttogewinn, sondern der Nettogewinn nach Abzug der Gebühr. Wer das einmal durchgerechnet hat, sieht jeden Betrag auf dem Wettschein anders.
Häufige Fragen zum Wettrechner
Wie berechnet sich der Reingewinn einer Einzelwette aus Einsatz und Quote?
Der Reingewinn ergibt sich aus Einsatz mal Quote minus eins. Bei 5 € auf Quote 2,60 bleiben 8,00 € Gewinn und 13,00 € Rückzahlung. Bei 1 € auf 5,50 sind es 4,50 € Gewinn. Die Rückzahlung, nicht der Gewinn, steht hinter der Quote — das verwechseln viele Leser.
Wie viele Einzelwetten stecken in Systemwetten wie Trixie, Yankee oder Lucky 15?
Die Zahl folgt der Kombinatorik über alle Teil Mengen ab zwei Auswahlen. Trixie bedeutet bei 3 Auswahlen 4 Wetten, Yankee bei 4 Auswahlen 11, Lucky 15 bei 4 Auswahlen 15, Heinz bei 6 Auswahlen 57. Der Rechner von bet365 führt genau diese Typen auf. Lucky 63 kommt auf 63 Reihen.
Wie lassen sich Dezimalquote, Bruchquote und US-Quote ineinander umrechnen?
Ein Beispiel zeigt den Weg: 5,50 dezimal ist identisch mit 9/2 und mit +450; 1,40 dezimal entspricht 2/5 und −250. Bei der US-Quote bedeutet ein Minus vor der Zahl, dass dieser Betrag gesetzt werden muss, um 100 Einheiten Gewinn zu machen. Ein Plus nennt den Gewinn bei 100 Einheiten Einsatz.
Berücksichtigen Wettrechner die Sportwettensteuer von 5,3 %?
Standardrechner tun das nicht. Die Steuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage aus Einsatz abzüglich der Steuer selbst und ist Sache des Veranstalters. Ob sie als Quotenabschlag sichtbar wird, hängt vom Haus ab: DAZN Bet weist 5 % je Wette im Kontoverlauf aus, während ODDSET 5 % auf den Bruttogewinn erhebt. Wer genau rechnen will, liest die Bedingungen des jeweiligen Anbieters.
Was leistet Dutching und wie verteilt ein Rechner dabei den Einsatz?
Dutching verteilt den Einsatz auf mehrere Ausgänge, damit der Rückfluss gleichmäßig ausfällt. Der Rechner teilt die gewünschte Auszahlung durch die jeweilige Quote. Zu beachten ist, dass ein Quotenabschlag auf den Einsatz die Verteilung verschiebt, und dass eine dritte Position nur dann sinnvoll ist, wenn sie die Auszahlung noch erhält statt den Verlust zu vergrößern.
Wettarten – Kombiwetten-Bonus
Inhalt erstellt vom Team «Kombiwetten-Bonus»
