Die besten Wettanbieter mit Startguthaben 2026 im Vergleich

Updated Oktober 2026
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Stand: 30. Oktober 2026 · Erlaubnisse geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder

Ein leerer Papier-Wettschein liegt zusammen mit einem Kugelschreiber auf einem Tisch, daneben ein Glas Wasser.
Das Willkommensangebot von Winamax verdoppelt die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets, ohne Umsatzbedingungen für die Freebets.

Wer „Startguthaben“ in eine Suchmaske tippt, meint fast immer eines: Geld, das schon da ist, bevor er selbst welches einsetzt. In Deutschland ist genau das die Ausnahme. Die zehn Anbieter mit deutscher Erlaubnis, die hier nebeneinander stehen, vergeben ihr Einstiegsangebot überwiegend an eine Einzahlung gekoppelt, als Wett-Credit, als Freebet oder als Erstattung — und der Glücksspielstaatsvertrag deckelt keinen dieser Beträge. Wie hoch ein Bonus ausfällt, wie oft er umgesetzt werden muss und ab welcher Quote eine Wette überhaupt zählt, steht allein in den Bedingungen des jeweiligen Anbieters.

Damit ist die eigentliche Frage nicht mehr, wer am meisten drauflegt. Sie lautet: welcher der Wege ins erste Guthaben passt zu dem, der ihn geht. Wer ohne Einzahlung starten will, landet bei einem anderen Angebot als jemand, der 50 € einzahlen kann und sie ohnehin verwettet hätte. Und wer einen Bonus nimmt, ohne die Frist, die Mindestquote und die Auszahlungsregel für Freebet-Einsätze gelesen zu haben, zahlt am Ende dafür, dass er die Werbung geglaubt hat.

Was Startguthaben in Deutschland rechtlich bedeutet

Der Glücksspielstaatsvertrag verbietet Boni nicht und begrenzt sie auch nicht. Es gibt keine Norm, die eine Obergrenze für Sportwettenboni festlegt — das ist der Punkt, an dem die meisten Erwartungen auseinanderlaufen. Jeder Betrag, jede Umsatzauflage und jede Mindestquote ist eine Vertragsklausel des Anbieters, keine gesetzliche Vorgabe. Wer nachliest, findet also immer nur die Bedingungen des Hauses, in dem er gerade steht.

Ein Fußball liegt im Strafraum eines leeren Platzes, dahinter die Netze des Tores im Abendlicht.
Bet365 bewirbt für Neukunden „bis zu 100 € in Wett-Credits“; Gewinne enthalten den Einsatz der Wett-Credits nicht.

Wer in Deutschland Sportwetten anbieten oder vermitteln darf, braucht dafür eine Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV, erteilt von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale). Diese Erlaubnis gilt bundesweit und wird für fünf Jahre erteilt, geregelt in § 4c Abs. 1 GlüStV. Die Behörde führt daneben die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV, in der jeder erlaubte Anbieter mit Domain und Erlaubnisinhaber steht. Sie ist die einzige belastbare Prüfung, ob ein Anbieter überhaupt darf, was er bewirbt.

Was einer Erlaubnis unterliegt, ist eng umrissen. § 21 Abs. 1 GlüStV erlaubt festquotierte Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorkommnisse während des Ereignisses, als Einzel- oder Kombinationswette. § 21 Abs. 5 stellt klar, dass nur die Wettarten zulässig sind, die im Sportwettprogramm der Behörde stehen. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen, sind gesperrt; die Behörde rechnet Fußball unterhalb der 3. Liga dem Amateurbereich zu. Wetten, die sich manipulieren lassen, und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung sind ebenfalls ausgeschlossen, ebenso soziale oder politische Ereignisse. E-Sport ist in Deutschland kein anerkannter Sport, eine Erlaubnis dafür gibt es nicht.

Live ist der engste Teil des Katalogs. § 21 Abs. 4 GlüStV erlaubt während eines laufenden Ereignisses nur Wetten auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente — und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor im Fußball fällt darunter, der nächste Satz im Tennis auch. Der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball nicht. Ausgezahlt wird ein Gewinn erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses.

Für Cash Out gibt es keine gesetzliche Regel und keine Vorgabe der Behörde. Wer Cash Out bewirbt, beschreibt damit eine Funktion seines Hauses, nicht ein Recht des Spielers. Das erklärt, warum sich die Bedingungen von Anbieter zu Anbieter unterscheiden: der eine schließt Systemwetten aus, der andere zusätzlich alle Wetten, die mit Freebet platziert wurden.

Der Weg an diesen Regeln vorbei ist der legale Grauzonenmarkt der Illegalität. Wer von Malta, Curaçao oder Anjouan aus Sportwetten nach Deutschland vermittelt, ohne deutsche Erlaubnis zu haben, veranstaltet unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine Lizenz aus einem anderen Land hat in Deutschland keine Bedeutung. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder hat am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt, als Beispiel nannte sie Platincasino.

Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht — Az. I ZR 90/23, Kläger gegen Tipico, Streitwert mehr als 3.700 € Verluste aus den Jahren 2013 bis 2018. In seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 hat Generalanwalt Nicholas Emiliou in der Rechtssache C-530/24 für möglich gehalten, dass unerlaubte Sportwettenanbieter verlorene Einsätze zurückzahlen müssen, mit einer Ausnahme: wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Zugesagt ist damit niemandem etwas. Wer auf eine Erstattung hofft, hofft auf ein Verfahren, nicht auf eine Regel.

Beim Geld wird es praktisch. § 6b Abs. 4 GlüStV lässt Ein- und Auszahlungen nur von einem Zahlungskonto auf den Namen des Spielers zu, bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut. Anonyme Zahlungsmittel sind damit ausgeschlossen — der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem erlaubten deutschen Wettmarkt heraushält. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist wiederum seine eigene Sache und steht in seinen Bedingungen. Spieler-Guthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt, § 6b Abs. 6 bis 7.

Dazu kommt die Wettsteuer. Die Sportwettensteuer steht in §§ 16 bis 25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes und beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz, vermindert um die Steuer selbst“ — das sind rund 5,03 % des tatsächlich eingezahlten Betrags. Schuldner ist der Veranstalter der Wette, nicht der Wettende, § 19. Ob und wie ein Anbieter sie weitergibt, ist seine Entscheidung und im Zweifel seinen Bedingungen zu entnehmen. Achtung bei der Zahl im Kopf: 5,3 % vom Einsatz wäre eine andere Rechnung als 5,3 % von einem Nettobetrag.

Und die Steuer sagt nichts über die Erlaubnis. Sie fällt auch bei unerlaubten Anbietern an. Eine gezahlte Wettsteuer ist kein Nachweis einer Lizenz.

Wie sich die Whitelist der GGL prüfen lässt

Die Whitelist liegt als Übersicht der erlaubten Anbieter auf der Seite der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder und wird dort fortgeschrieben. Der Stand vom 2. Oktober 2026 umfasst 30 Einträge: 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis, davon zwei zusätzlich mit Pferdewetten, und drei Inhaber, die ausschließlich Pferdewetten anbieten dürfen. Wer nachsieht, findet dort zu jeder Zeile die Domain, den Namen des Erlaubnisinhabers und das Datum der Erteilung — ein Enddatum führt die Liste nicht.

Ein Stadion unter Flutlicht aus großer Entfernung bei Einbruch der Dunkelheit, davor ein stiller Parkplatz.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der GGL die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Drei Dinge sind beim Lesen entscheidend. Erstens: Nur die unter der Sportwetten-Erlaubnis geführte Domain darf Sportwetten annehmen. Ein Erlaubnisinhaber kann daneben Slots, Poker oder Casino betreiben — das sind eigene Erlaubnisse mit eigenen Regeln und sagen über sein Sportwettangebot nichts. Zweitens: Eine .de-Domain ist kein Beweis. Jede der gelisteten Domains endet auf .de, aber die Endung selbst erlaubt nichts. Drittens: Wer eine Sportwette anbietet, nur weil er im Sportwettprogramm steht, hat damit keine Erlaubnis für alles — § 21 Abs. 5 begrenzt ihn auf die dort geführten Wettarten.

Der einfachste Test für den Leser bleibt der Name. Steht im Angebot „bis zu 100 € in Wett-Credits“ und der Anbieter ist in der Liste zu finden, ist die Erlaubnisfrage geklärt und der Rest ist Mathematik. Fehlt er in der Liste, hilft die schönste Quote nichts.

Was die Erlaubnis den Spieler kostet

Ein Startguthaben bei einem erlaubten Anbieter ist kein Geschenk mit Fußnote, es ist ein vergünstigter Zugang zu einem regulierten Markt — und dieser Markt hat Preise. Wer sie kennt, entscheidet besser, wen er nimmt.

§ 6a GlüStV schreibt ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Verifizierung vor. Vor dieser Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spiel erlauben, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Wer sein Konto also schnell bestätigt, kommt schneller an sein Guthaben; wer das aufschiebt, sitzt im Provisorium.

§ 6c Abs. 1 GlüStV setzt das Einzahlungslimit auf 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, überwacht durch die LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter kann für eine einzelne Person einen höheren Rahmen zulassen — bis 10.000 €, ausnahmsweise bis 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler — aber nur gegen nachweisbare wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Eine bloße Selbsterklärung genügt dafür nicht. Eine Absenkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. Paralleles Spielen bei mehreren Anbietern ist nach § 6h GlüStV über die Aktivitätsdatei untersagt.

Dazu gehört eine Beobachtung, die kaum jemand ausspricht: Eine Freebet, die einen zum Spielen bringt, verbraucht keinen Teil dieses Limits. Der Einsatz kommt aus dem Bonus, nicht aus der Einzahlung. Der Umsatz zählt trotzdem gegen den Monatsrahmen — nur eben nicht als Einzahlung.

OASIS ist das bundesweite Sperrsystem nach §§ 8 und 8a GlüStV. Es wird bei der Registrierung und beim Login abgefragt. Wer sich dort mit einer Frist sperrt, ist mindestens drei Monate gesperrt; ohne Angabe einer Frist mindestens ein Jahr. Und der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV sperrt das eigene Konto sofort für 24 Stunden.

All das hängt an der Erlaubnis. Offshore-Angebote sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen. Ein hohes Eigenlimit, das dort nach Selbsterklärung vergeben wird, hat keinen Gegenpart, der es in einer gemeinsamen Datei prüft.

Anzeige, Werbung und die Grenzen für Boni

Nur Erlaubnisinhaber dürfen für Sportwetten werben, § 5 Abs. 7 GlüStV. Was viele dem 06:00- bis 21:00-Uhr-Verbot zuschreiben, betrifft Sportwetten nicht: § 5 Abs. 3 Satz 1 GlüStV erfasst die Bewerbung von virtuellen Automatenspielen, Online-Poker und Online-Casinospielen. Für Sportwetten gelten eigene Grenzen — keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, und keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz.

Die Kehrseite derselben Regel schützt die Startguthaben-Kommunikation vor einem Missverständnis: Der Glücksspielstaatsvertrag enthält keine Norm, die einen Sportwettenbonus festsetzt oder begrenzt. Eine Werbeagentur kann also nicht auf eine gesetzliche Obergrenze verweisen, weil es keine gibt — und der Spieler kann sich nicht darauf berufen. Wie viel verdoppelt wird, wie oft umgesetzt werden muss und ab welcher Quote eine Wette zählt, kommt immer aus den Bedingungen des Anbieters. Wer das verwechselt, sucht in einem Gesetz nach einer Zahl, die dort steht: nirgends.

Startguthaben, Bonusgeld, Freebet, Wett-Credit: vier Wege, vier Preise

„Startguthaben“ ist kein Fachbegriff mit einer Bedeutung. Es ist ein Sammelwort, unter dem vier sehr verschiedene Konstrukte liegen, und wer sie nicht auseinanderhält, vergleicht Beträge, die sich nicht vergleichen lassen.

Beim Bonusgeld zahlt der Spieler ein und der Anbieter legt etwas darauf. Der Bonusbetrag steht als Guthaben im Konto, ist aber nicht auszahlbar, solange die Umsatzbedingung nicht erfüllt ist.

Beim Freebet und bei der Gratiswette gibt der Anbieter einen Einsatz vor, der nicht aus dem eigenen Guthaben stammt. Der entscheidende Satz dazu steht in fast keinem Werbebanner: Der Einsatz der Freebet wird bei einem Gewinn nicht mit ausgezahlt. Wer mit 10 € Freebet zu Quote 2,00 gewinnt, bekommt nicht 20 €, sondern 10 €. Das ist die Regel, an der sich die Enttäuschung nach dem ersten Gewinn festmacht — und sie gilt auch dort, wo die Werbung „Gratiswette“ sagt.

Beim Wett-Credit liegt die Logik dazwischen. Er wird als Guthaben verbucht, aber erst nach einer Bedingung freigegeben. Bet365 bewirbt auf seiner deutschen Seite für Neukunden „bis zu 100 € in Wett-Credits“; die Credits werden nach Abrechnung von Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung freigegeben, und ebenfalls gilt: Gewinne enthalten den Einsatz der Wett-Credits nicht.

Die Auszahlung im Sinne des Anbieters ist der eigentliche Verkaufsversprecher des Genres. Ein Bonus, der „nicht auszahlbar“ ist, kann trotzdem in ausgezahltes Guthaben münden, wenn die Umsatzbedingungen erfüllt sind und das daraus entstandene Guthaben die Bedingungen erfüllt. Die Kunst liegt darin, vorher zu wissen, wie viele Wetten das sind.

Dazu kommt der Preis, den niemand auf ein Plakat schreibt: die Marge in der Quote. Sie ist der Anteil jedes Einsatzes, den der Markt einbehält, und sie sitzt in jedem Umsatz, den ein Bonus verlangt. Je höher der Umsatz, desto öfter wandert dieser Anteil über den Tisch.

Umsatzbedingungen, Mindestquote, Frist — die drei Zahlen, die ein Startguthaben erst definieren

Ein 100-€-Bonus mit einer scharfen Mindestquote ist ein kleineres Angebot als ein 40-€-Bonus, der fast alles zählt. Deshalb lohnt es, die Bedingungen nicht zu lesen, sondern zu zerlegen.

Ohne Einzahlung oder mit: wo die Zehn stehen

Bei den hier betrachteten zehn Anbietern mit deutscher Erlaubnis liegt der Schwerpunkt klar auf Angeboten mit Einzahlung. Ein Startguthaben ohne jede Einzahlung ist die Ausnahme, nicht die Regel — und wo es auftritt, ist es meist ein zeitlich befristetes Ereignisangebot statt einer dauerhaften Neukundenaktion.

Bet-at-home hat ein solches Angebot gefahren: eine 10-€-Gratiswette auf „Sieger der FIFA WM 2026“, für Neukunden mit Wohnsitz in Deutschland, die sich ab dem 9. Juni 2026 über den Promotion-Link registrierten; platziert werden musste die Wette bis zum 28. Juni 2026 um 18:00 Uhr. Gewinne daraus unterlagen keinen Umsatzbedingungen. Das war kein Startguthaben für jeden, sondern eines für den, der im richtigen Fenster da war.

Wer wirklich ohne Einzahlung einsteigen will, sollte deshalb nicht auf das dauerhafte Neukundenpaket schauen, sondern auf den laufenden Aktionsteil. Nur steht dort nie, wie lange etwas läuft — die Uhr sieht man erst, wenn sie abgelaufen ist.

Was die Umsatzbedingungen in Wetten übersetzen

Der Bonusbetrag ist die Schlagzeile, die Umsatzbedingung ist der Text. Wer sie liest, weiß, wie viele Wetten hinter dem Guthaben stehen.

Der Sportwetten-Willkommensbonus von Tipwin beträgt 100 % der Einzahlung bis höchstens 100 €; Einzahlung und Bonus zusammen müssen vor einer Auszahlung mindestens siebenmal in Sport- und Livewetten eingesetzt werden. Je Wettschein zählen höchstens 100 €, und nur Wettscheine mit einer Quote von mindestens 1,80 sind überhaupt zählbar. Der Wettstar-Neukundenbonus beträgt bis zu 40 € — 20 € nach der Anmeldung, dazu ein Einzahlungsbonus von 100 % der Einzahlung bis höchstens 20 € bei einer Mindesteinzahlung von 1 € — und muss vor einer Auszahlung mindestens fünfmal für Wetten eingesetzt werden, innerhalb von 60 Tagen. Danach verfällt der Bonusbetrag. Beide Wettstar-Beträge sind nicht auszahlbar.

Bei bpremium sind Bonusgewinne aus Sportwetten erst nach dem Fünffachen des Bonusbetrags und dem Fünffachen der zugehörigen Einzahlung auszahlbar, bei Dezimalquoten ab 1,7. Bei Winamax ist die Neukundenaktion anders gebaut: Die erste Einzahlung wird bis zu 100 € in Freebets verdoppelt, und für die Freebets gelten keine Umsatzbedingungen. Die Einzahlung selbst muss zur Auszahlung einmal umgesetzt werden, mit einer Obergrenze der Umsetzung von 100 € und einer Mindestquote von 1,05. Cashout-Wetten und stornierte Wetten zählen dabei nicht. Weitere zeitliche Bedingungen bestehen laut Winamax nicht.

Zwei Modelle stehen sich hier gegenüber, und die Frage ist, welches zu welchem Spielertyp passt. Wer kleine Quoten spielt und sein Guthaben langsam dreht, fährt mit einer niedrigen Mindestquote besser. Wer ohnehin nur auf Favoriten setzt, merkt von einer 1,80er-Schwelle wenig. Wer dagegen gern lange Kombinationen mit hohen Quoten spielt, für den ist die Schwelle billig und die Frist das eigentliche Problem.

Die Frist ist der stille Faktor. 60 Tage bei Wettstar klingen großzügig, bis man den Umsatz daneben legt. Siebenmal ein dreistelliger Betrag in zwei Monaten ist für einen Gelegenheitswetter keine Woche Arbeit; es ist eine Saison.

Der wahre Wert einer Gratiswette

Die Freebet ist die Angebotsform, bei der Werbung und Rechnung am weitesten auseinanderliegen. Der Einsatz kommt nicht zurück, und weil das so ist, ist eine Gratiswette nie so viel wert, wie auf ihr steht.

Rechnen wir es an einem Beispiel, nicht an einer gebuchten Quote: eine 25-€-Freebet, platziert auf einem Markt mit zwei Ausgängen zu je 1,90. Ein solcher Markt zahlt 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) aus, also rund 95 % der Einsätze; die Buchmachermarge liegt bei etwa 5 %. Da der Einsatz der Freebet nicht ausgezahlt wird, bringt ein Treffer den Nettoertrag von 25 € × (1,90 − 1) ÷ 1,90 = 11,84 €, gewichtet mit dem Ausschüttungsanteil dieses Marktes ergibt das einen durchschnittlichen Wert von rund 11,25 €. Bei einer 25-€-Freebet bleiben also gut 11 € übrig — ein gutes Drittel der Zahl, die im Werbetext steht. Ungefähr 45 % des Nominalwerts sind es, und diese 45 % sind keine Untergrenze. Sie hängen an der Quote des Marktes, auf den die Freebet gesetzt wird.

Wer die Freebet auf einen Außenseiter zu 5,00 setzt, holt sich nominal deutlich mehr — und trifft entsprechend seltener. Der erwartete Wert über viele Wetten steigt dort nicht ins Unendliche, er folgt der Quote. Umgekehrt sinkt er bei einem Markt mit schlechterer Ausschüttung als 95 %, weil dann ein größerer Anteil der Wette beim Buchmacher bleibt. Bei MERKUR BETS fällt ein weiteres Detail ins Gewicht: Wird die Freebet in einer Wette eingesetzt und diese gewinnt, wird der Gewinn abzüglich des Freebet-Einsatzes ausgezahlt — dieselbe Mechanik, ausdrücklich in den Aktionsbedingungen genannt.

Das ist die Zahl, an der man sich orientieren kann, wenn eine Gratiswette ohne Einzahlung groß beworben wird. Nicht der Nominalbetrag entscheidet, sondern die Frage, ob es einen Markt mit hoher Ausschüttung gibt, auf den man sie setzen darf — und ob die Aktionsbedingungen nicht eine Mindestquote verlangen, die genau diese Märkte ausschließt.

Zehn Anbieter mit deutscher Erlaubnis: wer welchen Weg gut abdeckt

Die folgenden zehn Marken sind für ihre Sportwetten-Domain auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder geführt, Stand der Liste 2. Oktober 2026. Der Befund ist keine Rangliste und keine Empfehlung; beschrieben wird jeweils, was die deutschen Bedingungen des Anbieters selbst hergeben.

Die Whitelist führt zu jedem Eintrag den Inhaber der Erlaubnis, die Domain und das Erteilungsdatum. Ein Enddatum steht dort nicht, und eine abweichende Behauptung wäre erfunden.

Wo die Einordnung der Anbieter beginnt

Die Spalte mit der ersten Sportwetten-Erlaubnis ist die interessanteste des ganzen Vergleichs, und sie sagt am wenigsten über die Qualität. Sie trennt die Häuser, die seit dem Start des regulierten Marktes dabei sind, von denen, die später dazugekommen sind. Ein Erlaubnisdatum ist ein Verwaltungsakt, kein Betriebsjahr und schon gar keine Wettquote.

Die Frage, die ein Spieler beim Vergleich der Marken tatsächlich stellen sollte, ist eine andere: An wen geht mein Geld, wenn ich gewinne? Bei den hier gelisteten Domains steht hinter jeder Marke eine namentlich genannte Gesellschaft — in Ta’Xbiex auf Malta, in San Giljan, in Sliema, in Gibraltar oder in Deutschland. Die Whitelist nennt sie, und wer die Zeile liest, weiß, mit wem er es zu tun hat. Das ist der praktische Nutzen der Liste, unabhängig davon, wer zuerst da war.

Anbieter Erlaubnisinhaber laut Whitelist Sportwetten-Erlaubnis seit
bet365 Hillside (Europe) ENC, Ta’Xbiex, Malta 9.10.2020
Tipwin Tipwin Limited 9.10.2020
888sport 888 Germany Limited 30.6.2021
bet-at-home Bet-at-home.com Internet Limited 2.11.2020
LeoVegas LVSports Limited 21.10.2024
DAZN Bet DZBT Operations Limited 22.8.2023
Wettarena I.B.C. Sportsbetting Limited, Sliema, Malta 9.10.2020
AdmiralBet Greentube Betting Malta Limited 9.10.2020
Betano Betkick Sportsbetting Limited, San Giljan, Malta 19.2.2021
bwin bwin (Deutschland) Limited 9.10.2020

Sechs der zehn Häuser haben ihre Erlaubnis im Jahr 2020 erhalten, als der regulierte Markt in Deutschland anlief. Tipwin, Wettarena, AdmiralBet und bwin gehören zu dieser Gruppe, bet365 ebenfalls. 2020 ist damit kein Qualitätsmerkmal, sondern das Jahr, in dem die ersten Anträge durch waren.

Vier Marken kamen später. Betano folgte am 19. Februar 2021, 888sport am 30. Juni 2021 — der Namensbestandteil 888 verweist auf die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. DAZN Bet kam am 22. August 2023, LeoVegas erst am 21. Oktober 2024, mit der LVSports Limited als Betreiberin; dieselbe Gesellschaft hat für virtuelle Automatenspiele schon seit dem 27. Februar 2023 eine Erlaubnis — ein Beispiel dafür, wie eine Casinospalte und eine Sportwettenerlaubnis sauber getrennt bleiben. AdmiralBet zeigt die Gegenrichtung: Die Greentube Betting Malta Limited ist seit dem 9. Oktober 2020 mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt, mit Folgeerlaubnissen vom 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024, und für virtuelle Automatenspiele auf einer anderen Domain seit dem 28. September 2022.

Die Anbieter im Einzelnen

bet365: die breiteste Werkzeugkiste im Feld

Für Bet365.de ist in der Whitelist die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex auf Malta als Anbieterin geführt, mit einer ersten Sportwetten-Erlaubnis vom 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Der Name im Angebot ist also nicht der Name, der haftet — ein Blick in die Zeile schadet niemandem.

Das Neukundenangebot ist ein Wett-Credit-Modell: beworben werden „bis zu 100 € in Wett-Credits“. Freigegeben werden sie nach Abrechnung von Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung, und Gewinne enthalten den Einsatz der Wett-Credits nicht. Wer an dieser Stelle aufhört zu lesen, wird beim ersten Gewinn den Unterschied zwischen 100 € und dem, was tatsächlich ankommt, bemerken.

Was bet365 von vielen Häusern im Feld unterscheidet, ist die Produkttiefe abseits des Willkommenspakets. Der Wetten-Konfigurator bekommt einen Boost bei drei oder mehr Auswahlen und kombinierten Quoten von 2,00 oder höher, und für Kombiwetten gibt es einen Gewinn-Boost, dessen Prozentsatz von der Zahl der Auswahlen abhängt. Im Hilfezentrum sind Wetter-Konfigurator, Gewinn-Boost, Cash Out, „Einwechslung+“ — eine Spielerwette läuft bei einer Auswechslung weiter — und „Wette teilen“ als Funktionen beschrieben. Das ist ein anderer Verkaufsansatz als eine große Zahl auf der Startseite: Wer häufig Kombiwetten baut, bekommt hier mehr Werkzeug als bei Anbietern, deren Sportwettbereich aus einer Quote und einem Wettschein besteht.

Die Kehrseite ist die Bedingungslage an der Spitze. Ein Gewinn-Boost, dessen Prozentsatz an der Zahl der Auswahlen hängt, belohnt den Vielspieler und lässt den Gelegenheitswetter unberührt. Der Gelegenheitswetter trage den Festpreis der Kombination und bekomme den Bonus, den er kaum erreicht. Wer zwei Auswahlen pro Woche spielt, für den sind Konfigurator und Boost Dekoration. Wer seine Wochenkarte aus sechs Spielen baut, für den sind sie der Grund, hier zu bleiben.

Tipwin: der Bonus, der eine Verifizierung voraussetzt

Tipwin ist für seine deutsche Domain mit einer ersten Erlaubnis vom 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnissen vom 27. Dezember 2022 und 9. Januar 2024 in der Whitelist geführt, als Inhaberin die Tipwin Limited.

Der Willkommensbonus beträgt 100 % der Einzahlung bis höchstens 100 €, und die Freigabe hängt an einer Bedingung, die manchem zu spät auffällt: Nur verifizierte Konten erhalten den Bonus. Wer vor der Verifizierung einzahlt, kann ihn erst mit der nächsten Einzahlung beanspruchen. Der Umsatz liegt bei mindestens siebenmal für Einzahlung und Bonus zusammen, in Sport- und Livewetten, mit höchstens 100 € je Wettschein und einer Mindestquote von 1,80 pro Wettschein. Wetten mit angenommenem Ticketrückkauf zählen nicht zum Umsatz. Das Angebot gilt einmal je Person, Konto, Haushalt, Zahlungsmittel, Gerät und IP-Adresse.

An die Umsatzbedingungen hängt sich bei Tipwin noch eine zweite Hürde: Auszahlungen sind erst nach Erfüllung der Bedingungen möglich, wenn bei einer weiteren Einzahlung noch ein Restguthaben von mehr als 1 € auf dem Konto liegt; für die Auszahlung müssen alle gespielten Ereignisse abgeschlossen sein. Das ist eine Klausel, die den ungeduldigen Spieler trifft — nicht den, der seinen Umsatz planvoll abarbeitet.

Was zusammengenommen auffällt: Der Bonus ist nicht der größte im Feld, aber einer der seltenen, deren Umsatz sich mit der Quote, dem Wettscheinlimit und dem Kontozyklus vollständig nachvollziehen lässt. Die Verifizierung vor der Einzahlung ist kein Formfehler, sondern die Bedingung, an der der ganze Bonus hängt. Wer sein Konto nicht bestätigt, hat keinen Bonus.

888sport: die Marke hinter der Marke

Für 888sport führt die Whitelist die 888 Germany Limited mit einer ersten Erlaubnis vom 30. Juni 2021 und einer Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022. Hinter dem Namen steht die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Ein börsennotierter Konzern im Rücken ist für einen Spieler zunächst eine Aussage über Unternehmensgröße — nicht über Wettbedingungen.

Wer in den deutschen Markt startet, sortiert sich nach Marke und nicht nach Quote. Wer nach dem Bonus sortiert, tut das ebenfalls, und an dieser Stelle hilft die Börsennotierung nicht weiter. Die Whitelist-Zeile klärt die Erlaubnisfrage, der Rest steht in den Bedingungen.

bet-at-home: das Angebot mit Ablaufdatum

Für Bet-at-home.de ist in der Whitelist die Bet-at-home.com Internet Limited mit einer ersten Erlaubnis vom 2. November 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022 geführt.

Das Angebot, das hier hervorsticht, ist die 10-€-Gratiswette auf „Sieger der FIFA WM 2026“. Sie galt für Neukunden mit Wohnsitz in Deutschland, die sich ab dem 9. Juni 2026 über den Promotion-Link registrierten, und die Wette musste bis zum 28. Juni 2026 um 18:00 Uhr platziert sein. Gewinne daraus unterlagen keinen Umsatzbedingungen — was bei einer Gratiswette heißt: der Gewinn ist Gewinn, abzüglich des nicht ausgezahlten Einsatzes.

Das ist ein sauberes Beispiel dafür, was am Ende der Markt ist. Der Betrag ist klein, das Fenster war eng, und die Zielgruppe war ein bestimmtes Turnier. Wer zufällig in diesen zwei Juniwochen neu anfing und sich für den Weltmeister-Titel interessierte, bekam einen der wenigen echten Gratis-Einstiege des Jahres. Alle anderen bekamen nichts. Ein Turnier-Wettbewerb ist kein Startguthaben mit Verfallsdatum, sondern ein Wettbewerb mit Verfallsdatum.

LeoVegas: spät gestartet, sichtbar aufgestellt

Die Whitelist führt für Leovegas.de die LVSports Limited als Betreiberin, mit einer Erlaubnis für Sportwetten seit dem 21. Oktober 2024 und für virtuelle Automatenspiele seit dem 27. Februar 2023. Wer hier zwei Erlaubnisse in einer Zeile sieht, sollte sie nicht verwechseln: Das eine ist die Erlaubnis für das Sportwettangebot, das andere für die Automatenspiele, jeweils mit eigenen Regelwerken.

Der späte Start ist im Vergleich auffällig — fast vier Jahre nach den ersten Häusern. Ein späterer Markteintritt ist kein Nachteil an sich; er bedeutet bei einem Bonus nur, dass die Neukundenaktion jünger ist als die der Konkurrenz und sich noch ändern kann. Wer sich für LeoVegas entscheidet, entscheidet sich für ein Haus, das sein Sportwettangebot in einem bereits dicht besetzten Markt aufbauen muss und deshalb über die Begleitumstände des Kontos punkten wird, nicht über den längsten Track Record.

DAZN Bet: Cash Out mit klarer Grenze

Die Whitelist führt für DAZN Bet die DZBT Operations Limited mit einer ersten Sportwetten-Erlaubnis vom 22. August 2023.

Aufschlussreich ist hier nicht der Bonus, sondern eine Produktgrenze: Cash Out ist bei DAZN Bet nur bei Einzel- und Kombiwetten möglich, nicht bei Systemwetten und nicht bei als Freiwette platzierten Wetten. Der Betrag richtet sich nach den aktuellen Quoten, und die Verfügbarkeit von Cash Out wird nicht garantiert. Der letzte Halbsatz ist der wichtigste: Eine Funktion, die jederzeit verfügbar sein soll, wird hier ausdrücklich nicht zugesagt.

Wer einen Bonus als Freebet erhält und ihn vorzeitig beenden möchte, stößt genau an diese Grenze. Der Freebet-Einsatz sperrt die Wette gegen den Cash Out. Das ist kein Sonderfall bei DAZN Bet, sondern ein Muster, das sich bei mehreren Anbietern wiederholt — und es ist der Grund, warum ein Bonus, der als Freebet ausgezahlt wird, sich anders anfühlt als Bonusgeld auf dem Konto, selbst wenn beide die gleiche Zahl auf dem Papier tragen.

Wettarena: der Name, der nicht der Inhaber ist

Wettarena ist für seine deutsche Domain mit einer ersten Erlaubnis vom 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022 auf der Whitelist geführt. Anbieterin ist laut den Allgemeinen Geschäftsbedingungen die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in 20, Lyons Range Court Flat Nru.1 Triq Bisazza, Sliema SLM 1640, Malta. Die Firma in den Bedingungen und die Marke über dem Wettschein sind zwei verschiedene Dinge — und die Anschrift ist maltaweit die, die in vielen Sportwetten-Geschäftsbedingungen steht.

Für die Entscheidung ist der Name des Inhabers kein Bonuskriterium. Er ist die Antwort auf die eine Frage, die Vertrauen trägt: Wer ist mein Gegenüber, wenn ich eine Auszahlung anfordere? Wer das vor der ersten Einzahlung wissen will, liest die Bedingungen — nicht die Startseite.

AdmiralBet: zwei Erlaubnisse, zwei Regelwerke

Für Admiralbet.de führt die Whitelist die Greentube Betting Malta Limited mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnissen vom 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024. Für virtuelle Automatenspiele auf einer anderen Domain besteht eine Erlaubnis seit dem 28. September 2022.

Das ist der sauberste Beleg für die Trennung, um die es im Erlaubnisteil geht: Ein Haus mit starker Casino-Vergangenheit hat für sein Sportwettangebot eine eigene Erlaubnis mit eigenem Datum. Slots-Erlaubnis und Sportwetten-Erlaubnis sind zwei Erlaubnisse mit zwei Regelwerken — und eine Casino-Obergrenze ist nie eine Wett-Obergrenze. Wer wegen der Automatenspiele zu AdmiralBet kommt und dann Sportwetten spielt, spielt unter dem Sportwetten-Regime, nicht unter dem Casino-Regime.

Betano: der späte Einstieg in den regulierten Markt

Für Betano.de ist in der Whitelist die Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Giljan, Malta, als Anbieterin geführt, mit einer ersten Erlaubnis vom 19. Februar 2021 und einer Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022. Bemerkenswert ist die Lücke zwischen Marke und Firma: Wer Betano sucht, findet Betkick.

Betano kam 2021 in den Markt, ein Jahr nach der ersten Welle. Wer die Wahl zwischen einem Haus mit Erlaubnisdatum 2020 und einem mit 2021 hat, sollte daraus nichts ableiten — fünf Jahre Laufzeit sind fünf Jahre Laufzeit, und die Liste führt kein Enddatum.

bwin: die App als Produkt, nicht das Willkommenspaket

Die Whitelist führt für Bwin.de die bwin (Deutschland) Limited mit einer ersten Erlaubnis vom 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022.

Bezeichnend für bwin ist weniger der Willkommensbonus als die App. Die „bwin – Sportwetten App“ wird im Apple App Store von der bwin.party entertainment Limited angeboten, und die Entwicklerbeschreibung nennt Cashout manuell und automatisch, Live-Streams, Live-Statistiken sowie Kombi-Boost und Quoten-Boost. Das ist ein Produktversprechen über Ausstattung, nicht über den Einstiegsbetrag.

Wer sich an den Einstiegsbeträgen orientiert, findet hier wenig Neues. Wer seine Wetten vor allem mobil platziert und Wert auf Live-Streams und automatischen Cashout legt, findet hier ein Paket, das über die Funktionen konkurriert. Der Unterschied zwischen den beiden Ansätzen ist praktisch: Ein Bonus ist einmal weg, eine App benutzt man jede Woche.

Woran man ein Startguthaben erkennt, das etwas wert ist

Am Anfang steht immer eine Zahl in großer Schrift und ein Absatz in kleiner. Die Zahl nennt einen Betrag; der Absatz entscheidet, ob der Betrag etwas bedeutet. Wer diese zwei Dinge auseinanderhält, braucht keine Rangliste.

Die erste Prüfung ist die Form des Angebots. Ein Wett-Credit wird erst nach einer Bedingung freigegeben. Ein Bonusgeld ist an eine Umsatzbedingung gebunden. Eine Freebet kommt ohne Einzahlung, aber ihr Einsatz wird nicht ausgezahlt. Eine Erstattung setzt eine verlorene Wette voraus. Allen vier Formen ist gemeinsam, dass der beworbene Betrag die Obergrenze ist, nicht der Wert.

Die zweite Prüfung ist die Umsatzbedingung in Wetten, nicht in Prozent. Tipwins siebenfacher Umsatz auf Einzahlung plus Bonus ist etwas anderes als bpremiums Fünffaches auf Bonus und Einzahlung, und beides ist etwas anderes als die Winamax-Logik, bei der die Freebets ohne Umsatzbedingungen kommen und nur die Einzahlung einmal umgesetzt werden muss. Rechnet man den Umsatz in Wetten um, wird aus einer Zahl eine Wochenplanung.

Die dritte Prüfung ist die Mindestquote. Sie ist der stille Regler am ganzen Angebot. Bei Winamax liegt sie bei 1,05, bei bpremium bei 1,7, bei Tipwin bei 1,80. Je höher die Schwelle, desto weniger Wetten zählen, und desto häufiger bleibt ein Gewinn aus. Und wer auf Favoriten mit kleinen Quoten setzt, merkt von einer hohen Schwelle am meisten — genau bei den Wetten, die er am häufigsten platziert.

Die vierte Prüfung ist die Frist. 60 Tage bei Wettstar, keine weiteren zeitlichen Bedingungen laut Winamax, ein Zwei-Wochen-Fenster bei der bet-at-home-Gratiswette: Die Frist und der Umsatz zusammen sind die eigentliche Arbeit. Ein großer Umsatz mit kurzer Frist ist ein kleineres Angebot als ein kleiner Umsatz ohne Frist.

Und die letzte Prüfung betrifft das Konto, nicht den Bonus. Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV, Verifizierung vor der ersten Auszahlung, OASIS bei der Registrierung — all das gilt bei jedem der zehn Häuser und ändert sich nicht mit der Höhe des Willkommenspakets. Es ist der Preis, den der regulierte Markt kostet, und der einzige Teil des Vergleichs, der bei keinem Anbieter wegfällt.

Wer die vier Prüfungen am Angebot durchgeht, wird feststellen, dass die beiden größten Zahlen im Feld — die 100 % bei Tipwin und die bis zu 100 € bei Winamax und bet365 — nicht dasselbe versprechen. Das eine ist Bonusgeld mit siebenfachem Umsatz und einer 1,80er-Schwelle, das andere sind Freebets, die ganz ohne Umsatzbedingung auskommen und deren Wert dennoch bei rund 45 % des Nominalbetrags liegt. Beide Angebote sind für den, der sie versteht, brauchbar. Eines davon ist für den brauchbar, der ein Angebot nimmt, um es zu nehmen; das andere ist für den, der ohnehin vorhatte, regelmäßig zu spielen.

Häufig gestellte Fragen

Gibt es bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis ein Startguthaben ganz ohne Einzahlung?

In der Regel nein. Die zehn hier betrachteten Häuser knüpfen ihr Neukundenangebot an eine Einzahlung. Ausnahmen sind befristete Ereignisaktionen wie die 10-€-Gratiswette von bet-at-home auf den Weltmeistertitel, die nur in einem bestimmten Zeitfenster und nur für dort registrierte Neukunden galt.

Worin unterscheiden sich Bonusgeld, Freebet und Wett-Credits bei Auszahlung und Einsatz?

Bonusgeld ist Guthaben mit Umsatzbedingung und vor deren Erfüllung nicht auszahlbar. Eine Freebet bringt einen Einsatz mit, der nicht zum Guthaben des Spielers gehört und bei einem Gewinn nicht mit ausgezahlt wird. Wett-Credits werden erst nach einer Bedingung freigegeben — bei bet365 nach Abrechnung von Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung.

Wird der Einsatz einer Gratiswette mit dem Gewinn ausgezahlt?

Nein. Gewinnt eine mit Freebet platzierte Wette, kommt der Einsatz nicht zurück. Bei einer 10-€-Freebet auf eine Quote von 2,00 sind das 10 € statt 20 €. MERKUR BETS schreibt es ausdrücklich in die Bedingungen: ausgezahlt wird der Gewinn abzüglich des Freebet-Einsatzes.

Welche Umsatzbedingungen und welche Mindestquote gelten häufig für Willkommensboni?

Verbreitet ist ein mehrfacher Umsatz von Bonus und Einzahlung, mit einer Mindestquote je Wettschein. Tipwin verlangt das Siebenfache, höchstens 100 € je Wettschein und mindestens 1,80. Wettstar verlangt das Fünffache innerhalb von 60 Tagen. bpremium verlangt das Fünffache des Bonus und das Fünffache der Einzahlung ab Quote 1,7.

Wie lässt sich auf der GGL-Whitelist prüfen, ob ein Anbieter mit Startguthaben-Werbung eine deutsche Erlaubnis hat?

Man sucht die deutsche Domain des Anbieters in der Übersicht der erlaubten Anbieter. Steht sie dort unter der Sportwetten-Erlaubnis, darf sie Sportwetten annehmen. Zu prüfen sind der Name des Erlaubnisinhabers und die Erlaubnis für Sportwetten — nicht eine Casino- oder Automatenspiel-Erlaubnis desselben Hauses.

Gibt es eine gesetzliche Obergrenze für Wettboni, und wer legt Höhe und Bedingungen fest?

Eine gesetzliche Obergrenze gibt es nicht. Der Glücksspielstaatsvertrag setzt keine Höchstgrenze für Sportwettenboni. Betrag, Umsatzbedingung, Mindestquote und Frist stehen allein in den Bedingungen des Anbieters mit deutscher Erlaubnis — und nur dort lohnt es sich nachzulesen.

Inhalt erstellt vom Team «Kombiwetten-Bonus»