Steuerfrei wetten heißt nicht, dass keine Steuer anfällt — sondern dass ein Anbieter sie trägt
Die Sportwettensteuer in Deutschland ist keine Steuer, die der Spieler zahlt. Sie ist eine Abgabe, die sich der Veranstalter einer Wette vom Finanzamt auferlegen lassen muss. Genau daraus entsteht der Wirbel um das Wort „steuerfrei“ — und genau daraus entsteht auch das Missverständnis, mit dem die meisten Leser in dieses Thema hineingehen. Wer nach steuerfreien Wetten sucht, will wissen, ob er von seinem Gewinn noch etwas abdrücken muss. Die Antwort: Geregelt ist nicht der Gewinn des Spielers, sondern die Abgabe des Anbieters. Ob und wie er sie weitergibt, steht in den Geschäftsbedingungen — und nirgends sonst.

Eine Einordnung vorweg, weil sie jede Zahl im Abschnitt „Zulassung zuerst“ erklärt. Die Sportwettensteuer wird in Deutschland seit dem 1. Juli 2012 erhoben. Wer bei einem erlaubten Anbieter wettet, trifft sie nicht als getrennten Posten auf dem Kontoauszug. Sie steckt im Preis, den der Anbieter kalkuliert: entweder sichtbar als offener Abschlag auf dem Wettschein, unsichtbar über die Quote eingerechnet, oder gar nicht, wenn der Anbieter sie selbst trägt. Drei Anbieter unter den hier betrachteten handhaben das nachweislich unterschiedlich.
Stand: 30. Oktober 2026 — geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder in der Fassung vom 2. Oktober 2026 sowie gegen die AGB und Wettregeln der genannten Anbieter.
Zulassung zuerst: warum die Steuerfrage in Deutschland ohne Whitelist nicht zu stellen ist
Bevor über Prozente gesprochen wird, muss geklärt sein, ob der Anbieter überhaupt Sportwetten anbieten darf. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale) erteilt auf Grundlage des Glücksspielstaatsvertrags 2021, der seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist, die bundesweite Erlaubnis zum Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV, sie überwacht und sie ahndet Verstöße nach § 28a. Die Steuer dagegen ist Sache des Finanzamts. Zwei Behörden, zwei Zuständigkeiten — wer sie verwechselt, sucht am falschen Ort nach einer Antwort.

Der einzige belastbare Nachweis einer Erlaubnis ist die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Der Stand vom 2. Oktober 2026 enthält 30 Einträge: 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, sowie drei Anbieter, die ausschließlich Pferdewetten anbieten dürfen. Jede dort gelistete Domain ist eine .de-Domain. Der Umkehrschluss funktioniert nicht. Eine .de-Endung beweist gar nichts, und eine Curaçao-, Anjouan- oder Malta-Erlaubnis hat in Deutschland keine Bedeutung.
Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre nach § 4c Abs. 1. Die Whitelist zeigt jedoch nur Erteilungsdaten, niemals ein Enddatum. Wer also das Erst-Datum einer Marke sieht, erfährt, wann die Erlaubnis erteilt wurde — nicht, ob sie heute noch trägt. Wer ganz sicher gehen will, prüft zusätzlich, ob die Domain, auf der er wetten möchte, ausdrücklich als Sportwetten-Domain geführt wird. Denn eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele, für Poker oder für Casinos ist eine andere Erlaubnis mit anderen Regeln. Nur die Sportwetten-Domain unter der Sportwetten-Erlaubnis darf Sportwetten annehmen, und wer auf derselben Adresse auch Slots findet, sollte nicht annehmen, dasselbe Papier decke beides ab.
Werbung mit Sportwetten ist an die Erlaubnis gebunden: § 5 Abs. 7 GlüStV erlaubt sie nur Erlaubnisinhabern. Das hat eine unangenehme Konsequenz für jeden Slogan, der auf einem Banner außerhalb dieser Gruppe auftaucht. Wer mit „0 % Wettsteuer“ wirbt und keine Erlaubnis hat, macht unerlaubte Werbung. Wer eine hat, darf werben — und muss trotzdem keine Steuer tragen.
Das Werbeverbot ist dabei differenzierter, als die meisten glauben. Die Sperre zwischen 06:00 und 21:00 Uhr nach § 5 Abs. 3 Satz 1 GlüStV betrifft Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele, nicht die Sportwette. Für Sportwetten gilt ein anderes Bündel: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, kein Affiliate-Entgelt nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz. Der Staatsvertrag setzt außerdem keine Obergrenze für Sportwettenboni. Ob ein Bonus zehn, hundert oder zweihundert Euro schwer ist, mit welchem Umsatz er freizuspielen ist und welche Mindestquote gilt, steht allein in den Bedingungen des jeweiligen Anbieters.
Offshore-Anbieter anzusprechen bleibt eine Straftat: § 284 StGB stellt das Veranstalten unter Strafe, bis zu zwei Jahre Freiheitstrafe oder Geldstrafe, die Werbung dafür bis zu einem Jahr. Die Teilnahme nach § 285 StGB steht bei bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Verurteilungen einzelner Spieler sind nicht belegt — das ist weder ein Freibrief noch ein Grund zur Dramatisierung. Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt, und die Frage liegt seit dem 25. Juli 2024 beim Bundesgerichtshof in der Rechtssache I ZR 90/23, der sie dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt hat; ein Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Ein Rückzahlungsanspruch ist damit niemandem versprochen.
Die GGL hat am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten wie etwa Platincasino gewarnt. Wer sein Geld bei einem Anbieter anlegt, um den sich die Aufsicht nicht kümmert, hat bei einer Nichtauszahlung niemanden, an den er sich wenden kann. Das ist der praktische Wert der Liste — kein Steuervorteil, sondern eine Adresse für den Streitfall.
Was folgt aus einer fehlenden Erlaubnis
Die Konsequenzkette ist unangenehm schlicht. Ohne Erlaubnis keine Aufsicht, ohne Aufsicht keine Durchsetzung, ohne Durchsetzung kein Geld. Ein ausländisches Papier ändert daran nichts, weil es im deutschen Rechtsraum keine Wirkung entfaltet.

Und die Steuer ist kein Beweis für das Gegenteil. Sie wird auch von nicht erlaubten Veranstaltern geschuldet und abgeführt. Wer eine Steuerzahlung sieht, hat damit keinen Nachweis einer Erlaubnis in der Hand.
Wie viel die Wette kostet: die Steuerrechnung
Die §§ 16 bis 25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes regeln die Sportwettensteuer. Der Satz beträgt 5,3 % auf den Basisbetrag „Einsatz, den der Spieler zahlt, abzüglich der Steuer selbst“ nach §§ 17 und 18. Das ist ausdrücklich nicht dasselbe wie 5,3 % des Einsatzes (5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer, rund 5 % des eingezahlten Betrags). Auf den eingezahlten Betrag gerechnet sind es rund 5,03 %, denn 5,3 geteilt durch 105,3 ergibt diesen Wert. Wer die Zahl als „5,3 % des Einsatzes“ weiterreicht, hat die Bemessungsgrundlage verschoben. Trägt ein Anbieter die Steuer selbst, kommen auf den Wettenden null Prozent zu.
Schuldner ist nach § 19 der Veranstalter der Wette, nicht der Wettende. Das ist der Kern der ganzen Debatte: Der Gesetzgeber hat nicht den Kunden zur Kasse gebeten, sondern dessen Vertragspartner. Ob der die Last weiterreicht, ist ein kaufmännischer Entschluss — und die Bandbreite dieses Entschlusses ist im Markt tatsächlich zu besichtigen.
Sportingbet nennt in seinen Wettregeln eine Steuer von „5 % des Wetteinsatzes“ nach § 17 des Rennwett- und Lotteriegesetzes und behält bei gewonnenen Wetten zusätzlich 5 % des Bruttogewinns ein, also von Einsatz mal Quote. Interwetten gibt in seinen AGB im Abschnitt G.8 an, die Sportwettensteuer nach dem Rennwett- und Lotteriegesetz selbst zu tragen; zum Ausgleich wird bei Wetten ein Quotenabschlag von 5,3 % vorgenommen. ODDSET erklärt, weder den Einsatz noch den Gewinn mit einem Steuerabzug zu belegen und Gewinne auf den kompletten Einsatz ohne Abzug auszuzahlen. Wettarena weist in den spielrelevanten Informationen außer dem Wetteinsatz und der gesondert ausgewiesenen Steuer (5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer, rund 5 % des eingezahlten Betrags) keine weiteren Kosten aus. Betway nennt die Wettsteuer im abschließenden Prüfschritt des Wettscheins als eigenen Posten neben den ausgewählten Spielen und dem jeweiligen Wettsystem — sie ist dort vor dem Absenden sichtbar.
Das ist die entscheidende Stelle des ganzen Themas, weil hier der Preis entsteht. Bei Interwetten wird im Gewinnfall die Auszahlungsquote und damit der Wettgewinn um 5,3 % reduziert, Cash-Out-Gewinne ausgenommen; vom Einsatz wird nach den AGB nichts abgezogen. Bei Sportingbet sitzt der Abzug zweimal im System. Bei ODDSET und Tipwin sitzt er nirgends. Drei Modelle, alle drei innerhalb der deutschen Erlaubnis.
Wie sich das auf eine konkrete Wette auswirkt, lässt sich an einer Einzelwette durchrechnen. Nehmen wir 100 € auf die Quote 2,00, und nehmen wir an, nur der Einsatz werde der Abgabe unterworfen. Der Quotenabschlag von 5,3 % ist keine Gebühr, sondern eine Änderung des Preises, den der Anbieter für eine Wette verlangt — und weil sie in der Auszahlung sitzt, trifft sie den Verlustfall genauso wie den Gewinnfall.
100 € auf die Quote 2,00 ergeben ohne jede Abgabe eine Auszahlung von 200 € und einen Gewinn von 100 €. Rechnet man den gesetzlichen Satz auf die Bemessungsgrundlage des eingezahlten Betrags, entspricht das rund 5,03 € je 100 € Einsatz — auf die Auszahlung geschlagen also rund 194,97 € statt 200 €, ein Gewinn von rund 94,97 €. Bei einem Anbieter, der die Steuer trägt, bleibt es bei 200 € und 100 €. Die Bandbreite für dieselbe Wette liegt damit zwischen rund 190 € und 200 € Auszahlung, je nachdem, auf welche der drei Arten der Anbieter mit der Steuer umgeht. Die Rechnung gilt unter der Annahme, dass der Abschlag allein den Einsatz trifft; sie beschreibt einen Durchschnitt über viele Wetten, keine Zusage für eine einzelne Wette.
Auf kleine Quoten gerechnet wird der Effekt schärfer, und Interwetten liefert dazu eine Regel mit unangenehmer Rechenfolge. Nach den AGB ist es nicht möglich, Wetten mit einer Quote unter 1,10 als Einzelwette zu platzieren; Tipps mit niedrigeren Quoten müssen als Kombi- oder Systemwetten gespielt werden. Wer zwei Legs mit je 1,05 kombiniert, kommt auf 1,1025 und überspringt die Schwelle. Die Kombination rettet die Wette über die Mindestquote — und dann greift der Abschlag auf genau diesen dünnen Vorteil. Ein Prozent Vorsprung wird bei zwei Legs schnell zu einem Bruchteil davon. Wer sein Kapital in niedrigen Quoten parkt, sollte Mindestquote und Quotenabschlag zusammen im Kopf haben, weil beide denselben Betrag treffen.
Wie hoch die Belastung im Markt insgesamt ausfällt, zeigen die Steuereinnahmen. 2023 kamen aus Sportwetten 409 Millionen Euro zusammen, 5,2 % weniger als im Vorjahr, aber 116,8 % mehr als die 189 Millionen Euro des Jahres 2013. Die gesamten Glücksspielsteuereinnahmen lagen bei rund 2,48 Milliarden Euro, 3,6 % unter dem Vorjahr; die Lotteriesteuer machte mit rund 1,77 Milliarden Euro 71 % davon aus. Über Einzahlungen gerechnet wäre der Wettanteil höher — was gegen den Eindruck spricht, bei Sportwetten gehe es um Kleingeld.
Der Quotenschlüssel neben der Steuer
Die Steuer ist nicht der einzige Abzug, der in einer Quote steckt. Der Quotenschlüssel eines Marktes — in der Marktsprache auch Auszahlungsquote genannt — ist der Anteil aller Einsätze, den dieser Markt zurückzahlt: 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten des Marktes. Der Rest ist die Marge des Anbieters. Bei einem Quotenschlüssel von 95 % fließen also im Durchschnitt 95 Cent je eingesetztem Euro zurück, fünf Cent bleiben beim Buchmacher.
Damit liegen zwei Abzüge auf demselben Einsatz. Die Marge ist die Schicht, die jeder Anbieter seit jeher einbaut. Die Steuer kommt von außen dazu und wird auf die eine oder andere Weise auf die erste gelegt. Wer bei einem Anbieter wettet, der sie über die Quote weitergibt, zahlt beide; wer bei einem wettet, der sie trägt, zahlt nur die erste. Das erklärt, warum sich die Werbesprüche so ähnlich anhören und die Auszahlungen trotzdem unterscheiden.
Was „steuerfrei“ auf einem Banner tatsächlich zusagt
Das Wort beschreibt eine Eigenschaft des Anbieters, nicht des Spielers. Ein Veranstalter, der die Steuer trägt, darf sein Angebot so nennen, und er verletzt damit keine Regel. Nur ist die Aussage über den Anbieter nicht dasselbe wie eine Aussage über den Betrag auf dem Konto. Der Betrag hängt an der Quote, und die Quote steht bei jedem Anbieter anders.
Winamax wirbt im Footer der Website mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“. Der erste Teil des Satzes ist eine Zusage über die Abgabe. Der zweite verweist auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball, die vom 1. April 2025 bis 30. August 2025 erhoben wurde und nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Der zweite Teil ist der stärkere Satz und gleichzeitig der schwächere Beleg. Eine Marke, die in 45 % der Fälle vorne liegt, liegt in 55 % der Fälle nicht vorne. Aus „die besten Quoten“ wird damit ein Versprechen, das auf weniger als der Hälfte der Stichprobe ruht — und die Stichprobe umfasst drei Sportarten, nicht das ganze Programm.
Was Winamax mit der Steuer macht, sagt der Slogan nicht. Das ist keine Unterstellung, sondern die Lücke, die der Vergleich mit den anderen Anbietern sichtbar macht. Der Slogan und die tatsächliche Abrechnung können zwei verschiedene Dinge sein. Prüfen lässt sich das nur am Wettschein: dieselbe Partie in zwei Fenstern nebeneinander, die Quote hier und die Quote dort. Der Prozentwert in der Werbung bewahrheitet sich am Ende auf dem Papier, nicht auf dem Banner.
Wer den Slogan als Auswahlkriterium nimmt, sollte den zweiten Satz mitbedenken. Der Anbieter mit den meisten Bestpreisen in einer Stichprobe ist ein Anbieter, der häufig gut ist — nicht einer, der immer besser ist. Der Unterschied entscheidet, ob eine Wette gut oder durchschnittlich bezahlt wird.
Was die Steuerfrage für das Spielkonto verschiebt
Zwischen der Steuerregel und der ersten Auszahlung liegen ein paar Vorgänge, die jeder neue Spieler durchläuft — und drei davon betreffen Geld, das er bereits eingezahlt hat, bevor er das Konto überhaupt nutzen darf. Teilnehmen darf nur, wer 18 Jahre alt ist nach § 4 Abs. 3 GlüStV. Ein Konto pro Anbieter ist erlaubt, und dieses Konto muss vollständig verifiziert sein. Vor Abschluss der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang spielen lassen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlung. Wer nach siebzig Stunden noch auf ein Ergebnis wartet, kommt an sein Guthaben nicht heran. Das ist keine Formalität, das ist ein Fenster.
Das Standard-Einzahlungslimit liegt bei 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg und wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt nach § 6c Abs. 1 GlüStV. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, darf für einzelne Spieler ein höheres Limit ansetzen, bis zu 10.000 €, in einem engen Rahmen auch 10.000 bis 30.000 € für höchstens 1 % der aktiven Spieler — aber nur gegen nachweisbare wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, eine Selbstauskunft genügt nicht. Sinkt das Limit, wirkt das sofort; steigt es, erst nach sieben Tagen. Parallel bei mehreren Anbietern zu spielen, verbieten § 6h und die Aktivitätsdatei.
Das Sperrsystem heißt OASIS. Die bundesweite Sperrdatei nach §§ 8, 8a GlüStV wird bei der Registrierung und bei jeder Anmeldung abgefragt. Eine Selbstsperre gilt mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, und mindestens ein Jahr, wenn er das nicht tut. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV sperrt sofort und für 24 Stunden. Wer sein Spiel beenden will, sollte eines wissen: Offshore-Anbieter sind an OASIS und an LUGAS nicht angeschlossen. Eine Selbstsperre wirkt dort nicht, und das Einzahlungslimit existiert dort nicht. Wer sein Spiel kontrollieren möchte, findet die Werkzeuge nur bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis.
Bei der Zahlung ist der Kreis noch enger. Nach § 6b Abs. 4 GlüStV sind nur Zahlungen von einem Zahlungskonto im Namen des Spielers bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut erlaubt. Anonyme Zahlungsmittel sind untersagt — der Mechanismus, der Krypto und anonymes Prepaid aus dem erlaubten deutschen Sportwettenmarkt heraushält. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine eigene Sache. Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto, und bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt nach § 6b Abs. 6 und 7.
Wer den Steuerabschlag als das zentrale Kostenproblem dieser Seite ansieht, hat die Reihenfolge verschoben. Die 72-Stunden-Regel, das Monatslimit und die Sperrdatei prägen ein Wettkonto stärker als fünf Euro auf hundert. Die Steuer ist die kleinere der beiden Fragen. Sie ist nur die, die beworben wird.
Unsere Top 10: erlaubte Anbieter und wie sie mit der Wettsteuer umgehen
Die Rangfolge unten ordnet nach einem festen Raster: Zulassung auf der Whitelist, Inhaber der Erlaubnis und Jahr der Ersterteilung. Alle zehn Marken sind Inhaber einer deutschen Sportwetten-Erlaubnis, der Inhaber ist die Firma, die die Behörde führt, nicht die Marke. Aus der Spalte mit dem Jahr liest man ein Erteilungsdatum, kein Ablaufdatum — die Liste kennt keines.
| Anbieter | Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit | Umgang mit der Steuer |
|---|---|---|---|
| Sportingbet | gelistet; Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 | 5 % des Einsatzes zzgl. 5 % vom Bruttogewinn |
| LeoVegas | gelistet; LVSports Limited | 21.10.2024 | keine Angabe in den Bedingungen |
| Sportwetten | gelistet; NetX Betting Limited | 19.11.2020 | keine Angabe in den Bedingungen |
| bet-at-home | gelistet; Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 | keine Angabe in den Bedingungen |
| Tipwin | gelistet; Tipwin Limited | 09.10.2020 | trägt die Steuer bei Ein- und Auszahlungen selbst |
| Winamax | gelistet; WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021 | wirbt mit „0 % Wettsteuer“ |
| Betano | gelistet; Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 | keine Angabe in den Bedingungen |
| VBet | gelistet; SCGO Limited | 05.12.2023 | keine Angabe in den Bedingungen |
| Betway | gelistet; Betway Limited | 09.03.2021 | eigener Posten im Wettschein |
| NEO.bet | gelistet; Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 | keine Angabe in den Bedingungen |
Die vierte Spalte ist die interessanteste und die dünnste. Sechs Anbieter sagen in ihren öffentlichen Bedingungen nichts über die Abgabe. Das kann günstig sein, es kann neutral sein, und es kann versteckt sein. Wer es wissen will, liest nach der ersten Wette den Wettschein: Wer dort eine Steuerzeile sieht, kennt seine Belastung für alle künftigen Wetten. Wer keine sieht, hat immer noch die Möglichkeit, eine bei einem Anbieter zu platzieren, der sie ausweist, und die Auszahlungen zu vergleichen.
Beachtenswert ist daneben ein Umstand, der nichts mit Steuern zu tun hat und trotzdem in dieselbe Spalte gehört. Tipwin trägt bei Ein- und Auszahlungen die Steuerkosten, sodass der Betrag dem Kundenkonto vollständig gutgeschrieben wird; Gebühren für Ein- und Auszahlungen nennt das Unternehmen in seinem FAQ-Bereich nicht. Ein Haus, das die Abgabe trägt und keine Einzahlungsgebühren erhebt, ist die günstigste Konstellation im Feld, die öffentlich belegt ist — vorausgesetzt, die Quote stimmt. Genau dort liegt der Vorbehalt: Ein stiller Abschlag in der Quote kann die sichtbare Ersparnis wieder auffressen. Nichts an dem Wort „steuerfrei“ hindert einen Anbieter daran, den Preis an anderer Stelle zu holen.
Was die Steuerfrage für den Vergleich bedeutet, ist damit eine Frage der Reihenfolge. Zuerst zählt die Quote für die Partie, die tatsächlich gespielt werden soll. Erst danach zählt, wie der Anbieter die Steuer behandelt, und nur, wenn die Quoten dicht beieinanderliegen, entscheidet der Abschlag den Vergleich. Wer die Reihenfolge umdreht, wählt nach dem Banner und nicht nach dem Preis.
Die zehn Anbieter im Einzelnen
Sportingbet – das offenste Steuermodell im Feld
Die Whitelist führt für Sportingbet die Sportingbet (Deutschland) Limited, erlaubt seit dem 9. Oktober 2020, mit einer weiteren Erlaubnis vom 21. Dezember 2022. In den Wettregeln nennt das Unternehmen eine Steuer von „5 % des Wetteinsatzes“ nach § 17 des Rennwett- und Lotteriegesetzes und behält bei gewonnenen Wetten 5 % des Bruttogewinns ein, also von Einsatz mal Quote.
Damit gehört Sportingbet zu den Anbietern, bei denen die Abgabe zweimal zuschlägt: einmal auf den Einsatz, einmal auf das Ergebnis. Der Vorteil ist die Klarheit. Wer hier wettet, weiß vorher, was abgezogen wird, weil es in den Regeln steht und nicht in einer Fußnote. Der Nachteil folgt derselben Klarheit: Wer die Abgabe vermeiden will, wird hier nicht fündig. Wer sie lieber versteckt als offen hätte, auch nicht — was immerhin ein Argument ist.
LeoVegas – der junge Sportwettenarm einer Casino-Marke
Für LeoVegas ist die LVSports Limited als Betreiberin aufgeführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 21. Oktober 2024 und einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 27. Februar 2023. Die Reihenfolge dieser beiden Daten ist der aussagekräftigste Punkt des Eintrags: Der Sportwettenarm ist deutlich jünger als das Casino-Geschäft, und das ist kein Zufall. Wer hier wettet, nutzt eine Erlaubnis, die knapp zwei Jahre alt ist, nicht das Papier, das die Marke im Automatenspiel groß gemacht hat.
Zur Steuerhandhabung sagen die Bedingungen nichts. Wer die 5,3 % prüfen will, sieht sich die Quote an und vergleicht sie mit einem Anbieter, der sie offenlegt. Der jüngste Eintrag in dieser Reihe ist ein Sportwettenangebot, das sich noch beweisen muss.
Sportwetten.de – die längste Zahlungsliste, die schweigsamste Steuerzeile
Diese Marke führt die NetX Betting Limited, erlaubt seit dem 19. November 2020, mit einer weiteren Erlaubnis vom 16. Dezember 2022. Über die Steuer schweigen die Bedingungen. Dagegen steht die längste Zahlungsliste des Feldes: Kundenkarte, PayPal, Sofortüberweisung über Trustly, Kreditkarte von Visa und Mastercard, Banküberweisung, Skrill und Aircash, alle ohne angegebene Gebühr und mit sofortiger Bearbeitung, bei einem Mindestbetrag von 10,00 € für Trustly, Skrill und Aircash. Einzahlungen über Dritte sind nicht gestattet.
Zwei Dinge fallen daran auf. Erstens: Wer selbst einzahlt, also über ein Konto im eigenen Namen, hält jeden Euro in der Hand — die Steuer in der Quote hält er damit nicht in der Hand. Zweitens: Die Vielfalt ist ein Vorteil für Leute, die aus welchen Gründen auch immer nicht über eine bestimmte Schiene zahlen können oder wollen; das ist praktischer Nutzen, kein Steuervorteil. Wer vor der ersten Wette wissen will, wie hoch sein Abschlag ist, findet es in den Bedingungen nicht.
bet-at-home – erprobtes Papier, unklare Abgabe
Für Bet-at-home führt die Whitelist die Bet-at-home.com Internet Limited, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 2. November 2020, einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022 und einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28. Dezember 2022. Die mehrfache Erteilung spricht für ein eingeführtes Haus.
Die Steuerzeile fehlt. Wer dort ein Konto hat und die Abrechnung kennt, weiß, was er bekommt. Wer neu ist, prüft den Wettschein vor dem Absenden. Bei einem Haus mit dieser Historie ist die Belastung jedenfalls nicht neu — sie steht nur nicht dort, wo man sie sucht.
Tipwin – trägt die Steuer selbst und nennt keine Gebühren
Tipwin übernimmt bei Ein- und Auszahlungen die Steuerkosten, sodass der Betrag dem Kundenkonto vollständig gutgeschrieben wird. Gebühren für Ein- und Auszahlungen nennt Tipwin in seinem FAQ-Bereich nicht. Inhaber der Erlaubnis ist die Tipwin Limited, im Markt seit dem 9. Oktober 2020, mit Folgeerlaubnissen vom 27. Dezember 2022 und vom 9. Januar 2024.
Das ist die klarste Ansage im Feld: Der Anbieter trägt, und der Kunde merkt es nicht auf dem Konto. Ob er es in der Quote merkt, ist eine andere Frage, und sie ist die entscheidende. Ein Haus, das die Abgabe übernimmt, kann sie in den Preis einrechnen; es muss es nicht, und ob es das tut, verrät nur der Vergleich mit der Konkurrenz. Was hier belastbar ist, ist die Aussage selbst — sie steht in den Bedingungen des Anbieters, nicht in einer Werbekampagne.
Winamax – wirbt mit dem Nullsatz und einer Studie
Winamax bewirbt sich im Footer der Website mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“. Die Aussage verweist auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 1. April 2025 bis zum 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Inhaber der Erlaubnis ist WINAMAX (Société anonyme), gelistet seit dem 29. Juni 2021, mit einer Folgeerlaubnis vom 8. Dezember 2022.
Der Steuerteil des Slogans ist eine Zusage über den Anbieter; der Quotenteil ist die Behauptung, die in der Praxis zählt. Ein Anbieter, der in weniger als der Hälfte der untersuchten Fälle vorn liegt, hat einen belegbaren Vorteil und keinen pauschalen. Wer den Slogan wörtlich nimmt, wird den richtigen Anbieter nicht in jedem Fall treffen. Wer den Anbieter auf die Probe stellen will, vergleicht zwei Quoten für dieselbe Partie, die eine hier, die andere bei einem Haus, das die Steuer offen ausweist.
Betano – jung im Feld, mit einem nichtssagenden Satz zur Steuer
Für Betano ist die Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Giljan, Malta, eingetragen, erlaubt seit dem 19. Februar 2021, mit einer weiteren Erlaubnis vom 16. Dezember 2022. Die Marke ist damit einer der jüngeren Einträge.
Eine Angabe zur Steuerhandhabung fehlt. Das ist an sich nichts Besonderes — sechs der zehn Anbieter schweigen dazu —, aber bei einem Anbieter mit kürzerer Historie wiegt es schwerer, weil der Spieler noch keine eigene Erfahrung zur Abrechnung mitbringt. Der erste Schritt wäre hier der Vergleich der Auszahlung mit einem Anbieter, der die Abgabe ausdrücklich trägt.
VBet – die späteste Ersterteilung im Feld
Die SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta, veranstaltet die Sportwetten unter VBet; die Behörde verzeichnet die Erlaubnis seit dem 5. Dezember 2023. Das ist das jüngste Erst-Datum der Liste und bedeutet knapp drei Jahre am Markt.
Eine Angabe zur Steuer gibt es nicht, und es gibt auch keine lange Reihe von Erfahrungswerten, die das auffangen könnte. Wer hier einzahlt, sollte die erste Wette als Test lesen: die Quote vorher, die Auszahlung nachher, die Differenz gegen einen Anbieter gerechnet, der die Steuer trägt. Der Vergleich entscheidet über den Anbieter, nicht die Marke.
Betway – die Steuer als sichtbarer Posten auf dem Wettschein
Betway nennt die Wettsteuer im abschließenden Prüfschritt des Wettscheins als eigenen Posten neben den ausgewählten Spielen und dem jeweiligen Wettsystem. Das ist die sichtbarste Lösung im ganzen Feld: Wer den Wettschein vor dem Absenden ansieht, sieht die Position. Inhaber ist die Betway Limited, gelistet seit dem 9. März 2021, mit einer weiteren Erlaubnis vom 23. Dezember 2022.
Dazu passen die Angaben zu Skrill: Die Mindesteinzahlung beträgt 5 €, die Mindestauszahlung 10 €. Auszahlungen über Skrill sind gebührenfrei und werden in der Regel innerhalb von 24 Stunden freigegeben. Einzahlungen über Skrill qualifizieren nur für die Willkommens-Freiwette, nicht für den Einzahlungsbonus. Der letzte Punkt ist der praktischste der Zeile. Wer über Skrill einzahlt, um eine Einzahlungsprämie mitzunehmen, hat sich vertan — die Freiwette ist nicht der Einzahlungsbonus, und obendrein wird bei einer Freiwette der Einsatz in der Regel nicht mitausgezahlt. Wer sein Geld vorher einzahlt und die Auszahlung schnell braucht, hat dagegen den klareren Weg: kostenfrei und meist innerhalb eines Tages.
NEO.bet – altes Erteilungsdatum, dünne Außendarstellung
Die Whitelist führt für NEO.bet die Greenvest Betting Limited, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. Das Erst-Datum ist so alt wie das von Sportingbet und Sportwetten.de; der Auftritt am Markt wirkt dagegen deutlich jünger.
Zur Steuer finden sich keine Angaben. Bei einem Haus mit so schmaler Außendarstellung ist der Blick in den eigenen Wettschein der einzige Weg, den Abschlag zu beziffern — und der kostet nichts, solange die Wette noch nicht abgeschickt ist.
Was der Steuerabschlag langfristig ausmacht
Ein einzelner Abschlag wirkt harmlos. Der Unterschied zwischen 190 € und 200 € Auszahlung bei hundert Euro Einsatz summiert sich erst, wenn derselbe Abschlag auf viele Wetten trifft.
Rechnen wir es auf ein Monatsvolumen. Wer 500 € im Monat als Einsatz umsetzt und dabei durchweg auf Quoten um 2,00 setzt, trägt bei einem Quotenabschlag von 5,3 % rund 25 € im Monat. Bei 2.000 € Umsatz sind es rund 100 €, im Jahr rund 1.200 €. Das ist die Größenordnung, in der ein Quotenabschlag sichtbar wird: nicht an einem Abend, aber in einem Wirtschaftsjahr.
Wer die Zahl einordnen will, sollte sie gegen die andere Abschlagsgröße halten. Die Marge im Markt ist ohnehin Teil jeder Quote; ein Quotenschlüssel von 95 % ist üblich. Rechnet man den Steuerabschlag dazu, liegt die Belastung aus beiden Schichten zusammen höher — und der Abschlag trifft jeden Einsatz, auch den verlorenen. Das ist der Teil, der beim Rechnen gern vergessen wird. Eine verlorene Wette kostet den Einsatz; eine Wette mit Quotenabschlag kostet den Einsatz plus die Differenz, die der Abschlag in einer erfolgreichen Auszahlung gemacht hätte. Auf ein Blatt Papier gerechnet ist das kein Drama. Auf ein Jahr gerechnet ist es die Entscheidung, ob am Ende ein Gewinn übrig bleibt.
Für den Spieler mit kleinem Budget sind das Beträge, die er merkt. Wer 50 € im Monat einsetzt, trägt bei einem Abschlag knapp 2,50 €. Für ihn zählt die Bequemlichkeit der Zahlung mehr als der Abschlag, und ein Haus mit einer Zahlungsmethode, die er ohnehin nutzt, kann trotzdem die richtige Wahl sein. Wer 2.000 € im Monat umsetzt, sollte dagegen zuerst prüfen, wie der Anbieter mit der Steuer umgeht, und erst danach nach dem Bonus sehen.
Was kommt: die vier Punkte, an denen sich die Wahl entscheidet
Der erste Punkt ist die Zulassung. Ohne Eintrag auf der Whitelist mit Sportwetten-Erlaubnis für die genaue Domain ist alles andere nachrangig: keine Aufsicht, kein Rechtsweg, kein angeschlossenes Sperrsystem.
Der zweite Punkt ist die Quote für die Partie, die tatsächlich gespielt werden soll. Der beste Steuervorteil hilft nichts, wenn der Preis für die Wette schlechter ist. Zwei Fenster, zwei Quoten, derselbe Betrag — das ist der Vergleich, der zählt.
Der dritte Punkt ist die Steuerhandhabung. Der Quotenabschlag wird in der Auszahlung wirksam, und ein offener Posten auf dem Wettschein ist leichter zu überblicken als eine stille Einrechnung. Wer die Belastung kennt, kann sie gegen die eines anderen Anbieters rechnen. Wer sie nicht kennt, rechnet gegen eine Zahl, die er nicht sieht.
Der vierte Punkt ist das eigene Konto. Das Monatslimit gilt über alle Anbieter hinweg, die Selbstsperre wirkt bei den angeschlossenen Häusern, und das Guthaben liegt auf einem Treuhandkonto. Diese drei Dinge sind in keinem Werbespruch zu finden und in jedem erlaubten Angebot vorhanden. Sie sind der eigentliche Gegenwert der deutschen Erlaubnis.
Ein letzter Satz zur Ehrlichkeit dieser Rechnung. Die Steuer ist kein Skandal und kein Trick. Sie ist eine Abgabe des Veranstalters, die er auf eine von drei Weisen behandeln darf. Wer das weiß, trifft seine Wahl nach dem Preis und nicht nach dem Wort.
Häufig gestellte Fragen zur Sportwettensteuer
Sind Wetten und Wettgewinne steuerfrei, oder fällt die Sportwettensteuer trotzdem an?
Die Steuer fällt an, wenn ein Anbieter mit deutscher Erlaubnis Sportwetten veranstaltet. Schuldner ist der Veranstalter, nicht der Spieler. „Steuerfrei“ heißt damit nur, dass der Anbieter die Abgabe selbst trägt, statt sie über Einsatz, Quote oder Auszahlung weiterzugeben.
Wer schuldet die Sportwettensteuer: der Wettanbieter oder der Spieler?
Schuldner ist der Veranstalter der Wette nach § 19 des Rennwett- und Lotteriegesetzes. Der Satz beträgt 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer selbst, was rund 5,03 % des eingezahlten Betrags entspricht. Wie er damit umgeht, regelt jeder Anbieter in seinen eigenen Bedingungen.
Wie unterscheiden sich Abzug vom Einsatz, Quotenabschlag und Abzug vom Gewinn bei den einzelnen Anbietern?
Belegt sind drei Wege: 5 % auf den Einsatz plus 5 % vom Bruttogewinn wie bei Sportingbet, ein Quotenabschlag von 5,3 % auf die Auszahlungsquote wie bei Interwetten, und das vollständige Tragen wie bei ODDSET und Tipwin. Welchen Weg ein Haus wählt, steht in seinen Bedingungen.
Was bedeutet die Werbung mit „0 % Wettsteuer“ für die Auszahlung?
Sie sagt zu, dass der Anbieter die gesetzliche Abgabe selbst trägt und sie nicht offen vom Einsatz oder von der Auszahlung abzieht. Ein Abschlag in der Quote bleibt damit möglich. Klarheit bringt erst der Wettschein — bei Betway steht die Steuer dort als eigener Posten.
Wie berechnet sich die Auszahlung aus Einsatz und Quote, wenn der Anbieter die Steuer weitergibt?
Die Auszahlung ergibt sich aus Einsatz mal Quote: 100 € auf 2,00 zahlen 200 €. Bei Interwetten sinkt die Auszahlungsquote im Gewinnfall um 5,3 %, Cash-Out-Gewinne ausgenommen; vom Einsatz wird nach den AGB nichts abgezogen. Der Gewinn liegt dann bei rund 94,97 €.
Woran lässt sich auf der GGL-Whitelist erkennen, ob ein Anbieter in Deutschland erlaubt ist?
Die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV führt die erlaubten Anbieter mit Domain und Erlaubnisinhaber. Der Stand vom 2. Oktober 2026 umfasst 30 Einträge, 27 davon mit Sportwetten-Erlaubnis. Entscheidend ist, dass die konkrete Domain unter der Sportwetten-Erlaubnis steht — eine Casino-Erlaubnis desselben Halters ist eine andere Erlaubnis.
Lizenz – Kombiwetten-Bonus
Inhalt erstellt vom Team «Kombiwetten-Bonus»
