Die besten mobilen Wettanbieter 2026: Erlaubnis zuerst, App danach
Stand: 30. Oktober 2026 — Abgleich mit der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) in Halle (Saale) auf Basis der Liste vom 2. Oktober 2026.

Erlaubnis oder nicht: die Weiche, an der sich die Wege trennen
Der GlüStV 2021 ist seit dem 1. Juli 2021 in Kraft, die GGL vergibt darin die bundesweite Erlaubnis, Sportwetten im Internet zu veranstalten und zu vermitteln, und überwacht sie. Die Whitelist nach § 9 Abs. 8 ist der einzige Test, ob ein Anbieter eine Erlaubnis hat. Ein erteiltes Erstgenehmigungsverfahren läuft fünf Jahre; die Liste selbst zeigt nur das Datum der Erteilung, kein Enddatum. Wer also im Netz eine Angabe darüber findet, wann eine Erlaubnis angeblich ausläuft, liest etwas, das so in der Liste nicht steht.
Ein Punkt rutscht bei der Suche nach „besten“ Anbietern regelmäßig durch: Die Erlaubnis hängt an einer Domain, nicht an einem Konzern. Nur die Domain, die unter der Sportwetten-Erlaubnis aufgeführt ist, darf Sportwetten annehmen. Ein und dasselbe Haus kann eine Erlaubnis für Slots, Poker oder Online-Casino besitzen — das sind andere Genehmigungen mit anderen Regeln, und sie sagen über das Sportwettenangebot nichts. Ein Anbieter mit starker Casino-Präsenz und schmalem Sportwettprogramm ist keine Ausnahme, sondern der Normalfall einer Branche, in der zwei Geschäfte in zwei Reglern liegen.

Was in der App tatsächlich möglich ist, entscheidet das Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5 — also die Menge der Wetten, die die GGL zugelassen hat. Auf der Ebene der Regeln nach § 21 Abs. 1 geht es um Festquotenvetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorfälle darin, als Einzel- oder Kombiwette. Was nicht geht: Wetten auf Ereignisse, an denen vorwiegend Minderjährige oder Amateure beteiligt sind — wobei die Aufsichtspraxis Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich behandelt —, Wetten, die manipulierbar sind, und Wetten auf Regelverstöße oder deren Ahndung. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse lässt Deutschland nicht zu. E-Sport taucht in dieser Liste trotzdem nicht auf, und zwar aus einem anderen Grund: Die GGL erkennt E-Sport nicht als Sport an, eine erlaubte E-Sport-Wette existiert in Deutschland nicht. Ausgezahlt wird grundsätzlich erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses — und für Sportwetten gibt es keine gesetzliche Obergrenze für den einzelnen Einsatz.
Was die Whitelist über die Häuser dieser Auswahl verrät
Die Liste führt zu jedem Sportwetten-Anbieter den Namen des Erlaubnisinhabers — und der ist oft nicht der, der auf dem App-Symbol steht. Ob man den Inhaber kennt oder nicht, ist kein Qualitätsurteil. Interessant ist er trotzdem, denn bei einer Frage zu einer Auszahlung, einer Sperre oder einem strittigen Wettschein landet die Sache bei diesem Rechtsträger und nicht beim Markennamen auf dem Telefon.

| Marke | Status in der GGL-Whitelist und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| NEO.bet | Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| Betway | Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber Betway Limited | 09.03.2021 |
| Tiptorro | Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber Torro Tec Limited | 30.06.2021 |
| ODDSET | Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber Oddset Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| VBet | Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber SCGO Limited | 05.12.2023 |
| Sportwetten.de | Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber NetX Betting Limited | 19.11.2020 |
| Interwetten | Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber Interwetten Gaming Limited | 02.11.2020 |
| MERKUR BETS | Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber Merkur Bets Malta Limited | 06.11.2023 |
| 888sport | Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber 888 Germany Limited | 30.06.2021 |
| bpremium | Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber Ladbrokes (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
Die Datumsspalte erzählt eine Geschichte über den Markt, nicht über die Qualität. Drei Häuser aus der ersten Erlaubniswelle — NEO.bet, bpremium und Interwetten — sind seit Herbst 2020 dabei, ODDSET und Sportwetten.de nur wenige Wochen später. Das sind Betriebe, die den deutschen Regulierungsrahmen in der Praxis kennen, weil sie länger unter ihm arbeiten. Am anderen Ende stehen VBet und MERKUR BETS, beide erst seit Herbst 2023. Neu heißt nicht schlechter, aber die Routine fehlt: Wer dort in ein Problem läuft, hat es mit einem Betreiber zu tun, dessen Abläufe noch nicht so viele Jahre unter deutscher Aufsicht hinter sich haben.
Die Herkunft hat sich angeglichen, ohne dass es viel bedeutet. Hinter NEO.bet, Betway, VBet, Sportwetten.de, MERKUR BETS und bpremium stehen maltesische Gesellschaften, hinter Tiptorro eine weitere aus Malta, hinter 888sport eine in Deutschland geführte Gesellschaft einer Gruppe, deren Holding in Gibraltar sitzt, und hinter ODDSET eine deutsche GmbH, die seit dem 1. Januar 2020 Veranstalterin der ODDSET Sportwette ist und damit das Sportwettengeschäft der staatlichen Lotteriegesellschaften fortführt — online und in der App seit Anfang 2023. Ein Sitz in Malta ist bei deutschen Erlaubnisinhabern der Regelfall, kein Warnsignal. Entscheidend ist, welches Recht auf dem Wettschein steht, und das ist die Erlaubnis, die diese Häuser vorweisen.
Wenn der Anbieter keine Erlaubnis hat
Sportwetten für Menschen in Deutschland anzubieten, ohne die deutsche Erlaubnis zu haben, ist unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta — die maltesische Aufsicht für sich genommen, nicht die deutsche Erlaubnis — hat in Deutschland keine Wirkung. Die GGL hat am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt und in diesem Zusammenhang „Platincasino“ genannt. Die Aufsicht spricht also nicht in Andeutungen.
Der strafrechtliche Rahmen ist vorhanden und wird selten so gelesen, wie er dasteht. Das Veranstalten steht nach § 284 StGB unter Strafe, bis zu zwei Jahre Freiheitstrafe oder Geldstrafe, die Werbung dafür bis zu einem Jahr. Die Teilnahme an unerlaubtem Glücksspiel nach § 285 StGB reicht bis zu sechs Monate oder Geldstrafe. Verfolgungen einzelner Spielender sind nicht belegt — das ist kein Freibrief und auch kein Anlass zur Dramatisierung, sondern schlicht der Stand. Wer sein Geld bei einem Anbieter ohne Erlaubnis verliert, hat außerdem ein zivilrechtliches Problem: Mehrere Gerichte haben Anbietern ohne deutsche Erlaubnis die Rückzahlung von Einsätzen aufgegeben, und die Frage liegt mittlerweile beim Europäischen Gerichtshof. Der Bundesgerichtshof hat sie ihm am 25. Juli 2024 zur Vorabentscheidung vorgelegt (Az. I ZR 90/23); in dem Verfahren verlangt ein Kläger von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. In seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 hielt Generalanwalt Nicholas Emiliou in der Rechtssache C-530/24 eine solche Rückzahlungspflicht für grundsätzlich möglich, mit einer Ausnahme: Behörden haben zugesichert, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Ein Urteil ist keine Zusage — niemandem ist damit eine Erstattung versprochen, und wer heute auf eine solche klagt, geht ein Risiko ein, das er selbst trägt.
Die Aufsicht setzt die Regeln auch praktisch durch: über Untersagungsverfügungen, Zahlungsblockaden und Netzsperren nach § 9. Für den Blick auf das eigene Telefon folgt daraus die einfache Gegenüberstellung. Ohne Erlaubnis gibt es keinen Anschluss an OASIS oder LUGAS, keine Schutzmechanismen, keine deutsche Anlaufstelle bei Streit — dafür sind höhere Limits möglich, weil sich der Betreiber an keine deut. Limitdatei halten muss. Mit Whitelist-Eintrag gibt es Rechtssicherheit, Spielerschutz und einen Namen, den man greifen kann, dafür das Monatslimit, eingeschränkte Live-Märkte, die vollständige Verifizierung und die Zahlung vom eigenen Konto. Beide Wege existieren; sie kosten den Nutzer nur sehr Verschiedenes.
Schutzregeln auf dem Touchscreen: dieselben Grenzen, nur kleiner
Die Bildschirmgröße ist das einzige, was sich bei den Schutzregeln ändert. Ein Smartphone hat dieselbe Aufsicht wie ein Rechner, weil die Erlaubnis dem Anbieter gilt und nicht dem Gerät. Wer das einmal verstanden hat, sortiert alle Diskussionen über „mobile Regeln“ sofort richtig ein: Es gibt sie nicht.
Mitmachen darf man ab 18 Jahren. Bei jedem Anbieter gibt es genau ein Konto, mit vollständiger Verifizierung. Vor dem Abschluss der Prüfung darf ein Anbieter das Spielen höchstens 72 Stunden lang ermöglichen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Der letzte Teil überrascht viele — in diesem Fenster kann man Geld hineinbewegen, aber nichts herausbekommen. Wer auf die Verifizierung verzichtet, weil sie stört, verlängert genau dieses Fenster.
Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 beträgt standardmäßig 1.000 € pro Kalendermonat, gerechnet über alle Anbieter zusammen und durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, kann das Limit für einen einzelnen Menschen heraufsetzen — bis 10.000 €, und zwischen 10.000 € und 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spielerinnen und Spieler — aber nur gegen nachweisbare wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Eine Selbstauskunft genügt dafür nicht. Herabsetzen wirkt sofort, Heraufsetzen erst nach sieben Tagen.
Die Frist ist der eigentliche Inhalt der Regel. Wer in einer langen Nacht sein Limit erhöhen will, merkt schnell: Der Antrag läuft, die Sperre nicht. Die sieben Tage sind kein Verwaltungsdetail, sondern die Bremse, die eine Impulsentscheidung von ihrem Ergebnis trennt. Die untere Richtung ist zu jeder Tageszeit offen.
Parallelspiel ist nach § 6h untersagt und wird über die Aktivitätsdatei durchgesetzt — dasselbe Konto also nicht mal eben in zwei Tabs, und auch nicht in zwei App-Instanzen. Bei der Registrierung und bei jedem Login prüft der Anbieter OASIS nach §§ 8, 8a, das bundesweite Sperrsystem. Wer sich dort mit einer Frist selbst sperrt, ist mindestens drei Monate weg; ohne Angabe einer Frist mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 setzt eine sofortige 24-Stunden-Sperre. Offshore-Seiten hängen weder an OASIS noch an LUGAS — der Schutz endet dort, wo die Erlaubnis fehlt.
Beim Geld ist die Regel ebenso unspektakulär wie wirksam: Nach § 6b Abs. 4 sind Einzahlungen nur von einem Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut erlaubt, anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen. Das ist der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem erlaubten deutschen Sportwetten heraushält. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine eigene Sache und steht in seinen Bedingungen.
Für die Kundengelder gibt es eine eigene Absicherung: Sie liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Wird das Konto geschlossen, wird der Saldo nach § 6b Abs. 6 und 7 innerhalb von fünf Arbeitstagen und ohne Gebühren ausgezahlt. Bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis ist auch dieser Satz weg — dort liegt das Geld, wo es liegt.
Der ehrliche Schlusspunkt dieser Regeln: Sie machen das mobile Wetten nicht langsam. Viele machen es nur weniger improvisiert, als sich manche das vorstellen. Wer das als Nachteil verkauft, verkauft eine Rundum-sorglos-Geschichte, die es so nicht gibt.
Was auf dem Touchscreen zählt und was nicht
Mobile Wetten mit Bonus verspricht die Werbung gern dem, der auf dem Sofa sitzt. Die nützliche Antwort ist unbequem: Der Bonus ist nicht mobil. Es gibt ihn, aber die Bedingungen hängen am Konto und an der Wette, nicht am Gerät. Wer das versteht, hört auf, nach „App-Bonus“ zu suchen, und liest stattdessen Umsatzbedingungen, Mindestquote und Frist — die drei Stellen, an denen sich der Wert einer Wette entscheidet.
Ohne Tastatur und Maus zählen wenige Dinge, und zwar andere als am Monitor. Die Übersicht auf dem Wettschein entscheidet, ob man vor dem Absenden sieht, was man tatsächlich gebaut hat. Die Ladezeit entscheidet in der Halbzeit, nicht in der Vorwoche. Livefunktionen sind auf einem kleinen Display schneller überfordert als auf einem großen: Der Livebereich braucht Platz, und die Frage, was er zeigt, ist wichtiger als die, dass er existiert. Und der Hinweis, wie ein verwandter Markt heißt, muss dort stehen, wo man ihn sucht.
Zwischen App und mobiler Seite liegen zwei verschiedene Produkte. Der Funktionsumfang kann auseinandergehen; dass eine Funktion auf der Website existiert, sagt nichts über die App und umgekehrt. Und Stabilität ist auf dem Telefon ein eigenes Thema: Ein schlechtes Netz bestraft am App-Store-Versprechen nichts, weil dort kein Netz versprochen wird. Wenn eine App ihre Funktionen selbst beschreibt, ist das eine Angabe des Anbieters über sein Produkt — lesenswert, und Prüfung bleibt einem selbst überlassen.
Wer auf der Suche nach einer App ist, sollte die Gewohnheit mitbringen, zuerst den hellsten Button zu drücken und dann zu lesen, was dahintersteht. Zwei Klicks weiter, in den Bedingungen, wird aus einem Versprechen eine Zahl.
Funktionen, die im Wettschein tatsächlich etwas ändern
Die Funktionen, über die am meisten geredet wird, sind nicht alle gleich wertvoll für alle Nutzergruppen. Ein Cash-out ist ein Ausweg, ein Bet Builder ist ein Bauwerk, und ein Livestream ist ein Ersatz für den Stream, den man sowieso hätte.
Wie unterschiedlich solche Angaben ausfallen, zeigen die Beschreibungen selbst. Die bet365-App listet unter anderem Debitkarte, PayPal und paysafecard als Zahlungsmethoden und beschreibt im App Store den „Wetten-Konfigurator+“, der die beliebtesten Wettmöglichkeiten ausgewählter Veranstaltungen in einer Wette zusammenfasst. Betano nennt Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL; das Live-Streaming steht dort verifizierten Kundinnen und Kunden ab einem bestimmten Mindestguthaben zur Verfügung. bwin beschreibt Cashout sowohl manuell als auch automatisch, Live-Streams, Live-Statistiken, einen Kombi-Boost und einen Quoten-Boost. Sportwetten.de führt eine Cash-Out-Liste mit Teil-Cash-Out, einen Live Match Tracker, PayPal-Einzahlungen und eine Anmeldung per Face ID. Interwetten nennt eine Cash-Out-Funktion sowie Top-Quoten für Live- und Pregame-Wetten. bet-at-home wirbt mit Live-Wetten, Cash-Out und Bet-Builder sowie Live-Scores von Flashscore und Fotmob. MERKUR BETS rechnet mit über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten. Tipico stellt den Cashout als Kontrolle über den Wettschein neben Live-Wetten während des Fußballspiels. Tiptorro nennt Live-Wetten, Cashout ganz oder teilweise, Videoübertragung ausgewählter Ereignisse und Live-Statistiken.
Zwei davon sollte man getrennt lesen. Ein Live-Stream ist ein Zusatzfernsehen: ein Fenster, in dem man dann Fußball sieht, wenn man für den Anbieter eine Fußballperson ist. Beim Mindestguthaben gilt es ab — wer das Konto leerräumt, verliert das Fenster, und das steht selten im Vordergrund. Cash-out klingt nach Kontrolle und ist eine Wette gegen den eigenen Buchmacher zum Preis, den er dafür verlangt. Das ist nicht per se schlecht, aber es ist kein Ausstieg, sondern ein zweiseitiges Geschäft mit einer Marge auf beiden Seiten. Bei MERKUR BETS ist der Cashout in der App unter „Meine Wetten“ jederzeit verfügbar; der Betrag wird aber erst ausgezahlt, wenn alle Spiele des Wettscheins beendet und abgerechnet sind. Die Funktion sitzt also im Wettschein, die Auszahlung sitzt im Ablauf — daraus entsteht bei einem Kombischein eine Wartezeit, die man beim Klicken nicht sieht. Keine gesetzliche oder behördliche Regel hat ein bestimmtes Cash-out-Verhalten festgeschrieben; was die Funktion leistet, steht in den Bedingungen des jeweiligen Anbieters.
Ein Punkt gehört hier hin, weil er sonst nirgends passt. Einige Anbieter zeigen in der App Werbung für Slots, und MERKUR BETS enthält MERKUR SLOTS in derselben Anwendung wie das Sportwettenangebot. Das ist erlaubt, aber es ist eine andere Erlaubnis mit anderen Regeln, und die Konzentration von Sportwette und Automatenspiel in einem Kachelmenü ist für einen Nutzer mit Kontrollambition ein Nachteil, nicht ein Mehrwert. Wer auf dem Telefon Geld sparen will, tut gut daran, einen Anbieter zu wählen, dessen App in dieser Hinsicht langweilig ist.
Livewetten auf dem Telefon: enge Grenzen, klar umrissen
Hier hat Deutschland den schärfsten Schnitt gesetzt, und er liegt in § 21 Abs. 4. Während ein Ereignis läuft, sind Wetten nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder einen ähnlichen Bestandteil in Sportarten erlaubt, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor im Fußball geht also, der nächste Satz im Tennis auch. Der nächste Punkt im Tennis nicht, der nächste Korb im Basketball nicht. Wer sich auf der Suche nach Live-Action in einer App beschwert, beschwert sich über das Gesetz und drückt den Falschen.
Vor dem Anpfiff ist der Markt dagegen breit: Einzelwetten, Kombiwetten, Systemwetten —- das ist der Vorlauf, in dem sich der Wettschein am Telefon tatsächlich planen lässt. Es lohnt sich deshalb, die Einstellung zu wechseln. Nicht Live-Wetten sind der Grund, eine App zu installieren, sondern der Zeitraum davor: der Weg vom Sofa zum Anpfiff, in dem das Programm gelesen, der Wettschein gebaut und abgegeben wird. Wer heute noch nach einer App für Live-Handel sucht, sucht in Deutschland ein Produkt, das es rechtlich nicht gibt.
Wie die Sportwettensteuer in die Quote gerät
Über die Quote am Telefon wird weniger gesprochen als über die Wette selbst, dabei sitzt dort mehr Geld als in manchem Bonus. Die Sportwettensteuer nach §§ 16 bis 25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes beträgt 5,3 % — und zwar von der Bemessungsgrundlage „geleisteter Einsatz abzüglich der Steuer selbst“. Auf den eingezahlten Betrag gerechnet sind das rund 5,03 % (5,3 geteilt durch 105,3). Die Steuer schuldet der Veranstalter der Wette, nicht der wettende Mensch. Ob und wie er sie weitergibt, ist seine Entscheidung.
Genau hier liegt der Grund für die Genauigkeit in der Formulierung. Es wäre falsch, „5,3 % des Einsatzes“ zu schreiben, weil die Bemessungsgrundlage den Einsatz um die Steuer selbst kürzt. In der Quote ist der Betrag in der einen oder anderen Form enthalten, wenn ein Anbieter ihn weitergibt; in welcher, sagt sein Quotenschlüssel und seine Bedingungen, nicht ein Werbebanner. Und der Hinweis, der bei Streitfragen tatsächlich hilft: Die Steuer trifft auch unerlaubte Anbieter. Eine gezahlte Steuer ist kein Nachweis einer Erlaubnis.
Wohin die Erträge fließen, ist eine andere Frage — zuständig für die Steuer ist das Finanzamt, nicht die GGL, die sich um Erlaubnisse und Aufsicht kümmert. Ob man als privat wettende Person auf Gewinne Steuern zahlt, lässt sich für die eigene Situation nicht pauschal beantworten; wer das wissen muss, klärt es mit einem Steuerberater und nicht mit einer App-Beschreibung.
Neue Kundschaft, alte Mechanik: wie Bonusangebote mobil wirken
Kein Paragraf im GlüStV setzt Sportwetten-Boni fest oder deckelt sie. Höhe, Umsatz, Mindestquote und Frist kommen ausschließlich aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Das ist die Antwort auf die häufigste Frage von allen — und für Werbung die unangenehmste.
Was sich „mobile Bonus“ nennt, ist meistens ein normaler Willkommensbonus mit einer App als Verkaufsweg. Ein echter Unterschied liegt höchstens darin, dass ein Anbieter einer App-Nutzung ein eigenes Angebot beiseitestellt. Die Bedingungen bleiben die Mechanik aus dem Desktop-Geschäft. Für eine Gratis- oder Freiwette gilt die Eigenheit, die man kennen sollte: Wird sie in einen Gewinn umgesetzt, ist der Einsatz in der Regel nicht dabei — die Freiwette zahlt den Gewinn, nicht den Einsatz. Ein als Gratiswette erstatteter „risikofreier“ Ersteinsatz ist deshalb keine Rückerstattung in Geld, sondern eine Gutschrift, die erst wieder gespielt werden will.
Bleibt die Frage nach dem Anlass überhaupt. Der Willkommensbonus ist kein Geschenk an Sportfreunde, sondern ein Mechanismus, mit dem ein Anbieter Umsatz in Bedingungen gießt. Wer nicht vorhat, viel und über einen längeren Zeitraum zu wetten, hat von einem großen Bonus nichts — er hat lediglich eine Verpflichtung, die größer ist als sein Einsatz.
Die Auswahl im Vergleich
Die Reihenfolge dieser Zehn folgt keiner Gesamtsumme, denn eine solche Summe gibt es nicht: Erlaubnis, Appqualität, Funktionsumfang und Zahlungswege lassen sich nicht in einen Punktwert zusammenziehen, ohne dass die Gewichtung die Entscheidung vorwegnimmt. Was eine Vergleichstabelle leisten kann, ist die Sichtbarmachung der Bedingungen — wer eine deutsche Erlaubnis besitzt, unter welchem Rechtsträger und wie lange schon. Was sie nicht leisten kann, ist die Frage, ob ein Wettschein auf dem eigenen Gerät Freude macht.
Diese Frage entscheidet sich an drei Stellen. Erstens, ob die App den Wettschein lesbar macht, denn auf einem 6-Zoll-Display ist ein Kombischein mittlerer Größe schnell eine Tapete. Zweitens, ob eine Live-Komponente mit den Grenzen aus § 21 Abs. 4 überhaupt zusammenpasst — ein Anbieter mit vielen Live-Märkten kann in Deutschland davon nur einen Teil zeigen, und wie er die Grenze darstellt, sagt mehr über die App als jede Feature-Liste. Drittens, ob die Zahlungswege zum eigenen Leben passen: Wer von einem kontoimmanenten Zahlungsstrom lebt, sollte nicht die App wählen, die nur Karten akzeptiert.
Für die Wahl gibt es drei Wege und dementsprechend drei Typen von Nutzenden. Wer maximalen Selbstschutz und ein breites Standardprogramm will, ist bei einem Haus aus der ersten Erlaubniswelle mit solider Kassenlage besser aufgehoben als bei einer Neuerscheinung, weil die Abläufe eingeübt sind. Wer eine bestimmte Sportart oder Liga intensiv verfolgt, sollte das Streaming und die Marktabdeckung dieser einen Sache prüfen und darüber entscheiden, nicht über die Länge einer Bonusbeschreibung. Und wer vor allem das kostenlose Geld des Willkommensangebots sucht, hat die Bedingungen des jeweiligen Angebots zu lesen — die Umsatzbedingungen und die Mindestquote, die ihn bei einem Kombischein treffen — und nicht den maximalen Betrag im Werbebanner.
Ein Wort zur Vollständigkeit, weil ohne es der Vergleich falsch verstanden wird: Die Whitelist trägt an jedem Stichtag Dutzende weitere Erlaubnisinhaber, und ein orangefarbenes Symbol auf einem Werbebanner ist kein Nachweis. Seriöse Suche
Überblick: Mobile Wettanbieter in der Praxis
Wer heute am Küchentisch ein Fußballspiel verfolgt und die Wette in der Halbzeit platzieren will, zieht das Telefon aus der Tasche und nicht den Laptop aus der Schublade. Das ist keine Haltung, das ist Physik. Die Frage ist nur, wohin das Tippen führt: zu einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis und allen Schutzregeln, die daran hängen, oder auf eine Seite, die auf dem Display genauso aussieht und deren Betreiber niemand in Deutschland beaufsichtigt.
Der zweite Weg ist der, den man nicht auf den ersten Blick vom ersten unterscheiden kann. Deshalb beginnt jeder Vergleich, der diesen Namen verdient, mit der Erlaubnis und nicht mit der App. Erst wenn feststeht, dass ein Anbieter überhaupt Wetten auf dem Smartphone anbieten darf, lohnt es sich, über Ladezeit, Wettschein und Livefunktionen zu reden. Umgekehrt ist es die Reihenfolge, die Werbung am liebsten hätte.
Auf der Whitelist der GGL, dem einzigen offiziellen Nachweis einer Erlaubnis, standen zum Stichtag vom 2. Oktober 2026 dreißig Einträge. Siebenundzwanzig davon halten eine Sportwetten-Erlaubnis, zwei dieser Häuser zusätzlich eine für Pferdewetten, drei Anbieter haben ausschließlich die Pferdewette. Jede dort geführte Domain endet auf .de — was nichts beweist, denn eine .de-Adresse kann sich jeder zulegen. Wer die Liste aufschlägt, prüft die Domain, nicht die Endung.
Zehn dieser Häuser stehen in dieser Übersicht. Die Auswahl folgt keinem Geschmack, sondern zwei Bedingungen: die Sportwetten-Erlaubnis der GGL und eine App, über die sich das Angebot tatsächlich auf dem Telefon nutzen lässt. Wer beides nicht vorweisen kann, fehlt hier.
Die zehn Anbieter im Einzelnen
Wer die Bedingungen und die App-Beschreibungen selbst liest, wird feststellen, dass die Unterschiede weniger in der Zahl der Funktionen liegen als darin, wie ehrlich ein Anbieter seine Grenzen zeigt. Genau das bewertet jede folgende Einschätzung.
NEO.bet: Cash-out bis zum Teilbetrag, erste Erlaubniswelle
NEO.bet gehört zu den drei Häusern dieser Auswahl, deren Sportwetten-Erlaubnis auf den 09.10.2020 zurückgeht — die Greenvest Betting Limited steht als Inhaber in der Whitelist. Wer nach dem Anbieter hinter der App sucht, findet ihn auch dort, wo die App selbst auftritt: Im App Store beschreibt sich NEO.bet als lizenzierter Sportwettenanbieter mit deutscher Lizenz und nennt die Greenvest Betting Limited als Anbieter. Das ist die seltene Gelegenheit, die Marke und den Rechtsträger an einer Stelle zusammen zu lesen.
Zu den Funktionen zählen nach der Entwicklerbeschreibung Live-Quoten und Live-Wetten sowie Cashout und Teil-Cashout. Der Teil-Cashout ist der interessantere Teil: Er erlaubt, eine Position nicht komplett zu schließen, sondern einen Anteil herauszunehmen. In der Praxis heißt das, man muss sich nicht zwischen „alles behalten“ und „alles aufgeben“ entscheiden. Ob und zu welchem Preis das in einer konkreten Situation möglich ist, steht im Wettschein und nicht in der App-Beschreibung.
Was diese Karte trägt, ist die Kombination aus Erstgenehmigung und Teilfunktion — beides zusammen deutet auf einen Betrieb, der die deutsche Grenze kennt. Was sie nicht trägt, ist eine Aussage über Quoten oder über einen Bonus; dazu sagen die Bedingungen nichts, was sich hier verallgemeinern ließe. Wer NEO.bet aufs Programm setzt, vor allem wegen des Teil-Cashouts, sollte als Erstes prüfen, wie die App diesen Schritt im Wettschein darstellt.
Betway: Live-Streams und ein Anbieterwechsel in den App-Angaben
Die Betway-App nennt im App Store als Anbieter die Digital Outsource International Limited mit Sitz in London und verweist auf eine „Deutsche Lizenz (Whitelist)“; sie listet Livewetten und Livestreams. In der Whitelist steht als Inhaber der Sportwetten-Erlaubnis für Betway dagegen die Betway Limited, mit Erstgenehmigung vom 09.03.2021 und einer Folgegenehmigung vom 23.12.2022. Die Differenz ist erklärbar, in der Sache aber unbequem: Die App-Angabe nennt einen anderen Rechtsträger als den, den die Behörde führt.
Ein Anbieterwechsel in einer App-Beschreibung passiert oft und bedeutet nicht automatisch Ärger. Trotzdem ist es der erste Punkt, den man an einem Anbieter beurteilen kann: Wer eine Erlaubnis beansprucht, sollte den Inhaber nennen können, mit dem die Behörde arbeitet. Und weil genau dieser Rechtsträger bei einer Auszahlungsfrage zuständig ist, lohnt der Abgleich, bevor Geld bewegt wird. Wer zuerst die App-Beschreibung und dann die Whitelist liest, sieht die Differenz selbst.
Tiptorro: Rennsport-Spezialist, für Kombinierer die falsche Anlaufstelle
Der Name Tiptorro steht für das deutsche Rennsportwettgeschäft, und die App wird laut App Store von der Torro Tec Limited mit Sitz in Malta angeboten, die sich als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL bezeichnet. In der Whitelist liegt die Erlaubnis für Tiptorro bei der Torro Tec Limited und stammt vom 30.06.2021. Das ist die klarste Übereinstimmung, die eine Herkunftsprüfung liefern kann: Der Name der Gesellschaft, den die Behörde führt, ist der Name der Anwendung.
Für Fußballkombinierer ist Tiptorro dennoch nicht die naheliegende Wahl, und das ist kein Fehler des Hauses. Ein Rennsportwettprogramm trägt eine andere Anwendung: Der Antrieb ist das laufende Programm mit Startzeiten und Formangaben, nicht ein Wettschein, der über eine halbe Spielrunde gebaut wird. Wer ohnehin Rennen verfolgt, findet hier eine App, die von Anfang an für diese Nachfrage gebaut wurde; wer eine Kombiwette über sieben Fußballspiele sucht, sucht in der falschen Kategorie.
ODDSET: die staatliche Tradition mit spätem Start in der App
Hinter ODDSET steht die ODDSET Sportwetten GmbH, die nach eigener Angabe seit dem 1. Januar 2020 Veranstalterin der ODDSET Sportwette ist und damit das Sportwettenangebot der staatlichen Lotteriegesellschaften fortsetzt. Online und in der App ist das Angebot seit Anfang 2023 verfügbar; die Whitelist führt das Haus mit Erstgenehmigung vom 18.11.2020. Der Rechtsträger in der Liste und der Betreiber der Marke sind hier deckungsgleich, was bei einem staatlich getragenen Haus nicht überrascht.
Der Startpunkt erklärt die Marschroute. Drei Jahre liegen zwischen dem Erlaubnisdatum und dem mobilen Angebot — wer in dieser Zeit auf eine andere App auswich, hat sein Konto nicht zufällig dort. Für einen Wiedereinstieg ist ODDSET trotzdem interessant: Bekannt für eine eng geführte Programmgestaltung und Zahlungswege, die Gewohnheiten aus dem Lottoshop bedienen. Für jemanden, der auf seinem Telefon ein vertrautes Angebot ohne Casino-Beiwerk schätzt, ist das der passende Weg; für jemanden, der exotische Märkte und Live-Handel sucht, der falsche.
VBet: neue Erlaubnis, weite Wege im Konzern
Die Whitelist verzeichnet die Sportwetten-Erlaubnis für Vbet.de seit dem 05.12.2023, der Inhaber ist die SCGO Limited mit Sitz im Portomaso in St. Julian’s auf Malta. Das ist eines der beiden jüngsten Erlaubnisdaten in dieser Zehnergruppe. Ob sich daraus etwas ableiten lässt, ist genau die Frage, die ein Vergleich beantworten soll: Neu heißt nicht schlechter, aber es heißt weniger Jahre unter deutscher Aufsicht.
Der Name VBet selbst hat in verschiedenen Märkten eine Geschichte, die in Deutschland aber nicht zählt. Was zählt, ist der Inhaber in der Whitelist, und der ist nicht der Markenname, den man auf dem Bildschirm sieht. Wer sich für VBet interessiert, sollte diese Verknüpfung vor der ersten Einzahlung nachvollziehen, gerade weil sie jüngeren Datums ist. Der Erlaubnisweg, den VBet genommen hat, ist der reguläre. Wer sich für die Marke entscheidet, entscheidet sich für ein Haus mit jungen, sauberen Papieren und ohne die Routine, die mehrere Jahre unter deutscher Aufsicht mit sich bringen.
Sportwetten.de: ein Anbieter mit Selbstbedienungscharakter
Die App von Sportwetten.de ist die funktional dichteste Beschreibung in dieser Gruppe: eine Cash-Out-Liste mit Teil-Cash-Out, ein Live Match Tracker, PayPal-Einzahlungen und Anmeldung per Face ID. Als Anbieter wird die NetX Betting Limited genannt; in der Whitelist steht genau dieser Name als Inhaber der Sportwetten-Erlaubnis, mit Erstgenehmigung vom 19.11.2020 und Folgegenehmigung vom 16.12.2022. Die Übereinstimmung zwischen App-Angabe und Registerseintrag ist hier so vollständig, wie sie sein kann.
Die vier Funktionen haben etwas gemeinsam: Sie sind alle auf Bequemlichkeit gebaut. Face ID ist die kleinstmögliche Hürde vor dem Wettschein, PayPal entfernt den Kartenumweg, der Live Match Tracker ersetzt die zweite App, die Liste mit Teil-Cash-Out ist der feinere Ausstieg. Das ist ein Anbieter für Menschen, die ihr Wettverhalten längst kennen und es schnell und bequem abwickeln wollen. Die Kehrseite beschreibt derselbe Satz: Je reibungsloser der Zugang zum Wettschein, desto weniger Zeit bleibt zwischen dem Impuls und der Wette. Wer damit ein Problem hat, findet hier kein Problem, sondern eine Lösung; wer sich selbst bremsen will, sollte das Einzahlungslimit nicht auf das Maximum setzen.
Interwetten: Cash-out und Live-Quoten, Erlaubnis seit der ersten Welle
Interwetten steht mit einer Erstgenehmigung vom 02.11.2020 in der Whitelist, Inhaber ist die Interwetten Gaming Limited. Die App „Interwetten: Sportwetten DE“ wird im Apple App Store von der Interwetten Gaming Ltd angeboten und nennt in der Beschreibung eine Cash-Out-Funktion sowie Top-Quoten für Live- und Pregame-Wetten. Inhaber und Entwickler sind damit auf eine Weise deckungsgleich, die man bei einem Haus mit langer deutscher Präsenz erwarten darf.
Das Versprechen „Top-Quoten“ steht in einer Anbieterbeschreibung und ist keine geprüfte Zusage; wer es überprüfen will, vergleicht die Quote einer konkreten Begegnung mit derjenigen bei einem zweiten Anbieter. Was die Karte dagegen trägt, ist die Dauer: fünf Jahre unter demselben Regime, ein stabiler Name, eine schlichte Funktionenliste ohne Casino-Beiwerk. Interwetten ist eine Wahl für jemanden, der nicht die spektakulärste Beschreibung will, sondern ein Haus, das die deutsche Grenze kennt und die App daran gebaut hat.
MERKUR BETS: große Programmfläche mit einem Beisatz
Die MERKUR-BETS-App ist kostenlos und beschreibt sich im Store mit über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten. In der Whitelist liegt die Sportwetten-Erlaubnis seit dem 06.11.2023 bei der Merkur Bets Malta Limited, also dem jüngeren der beiden Erlaubnisdaten in dieser Gruppe. Die Zahl der Märkte ist beachtlich; sie ist aber, wie jede Zahl in einer App-Beschreibung, eine Angabe des Anbieters über das eigene Programm.
Zu dieser Fläche gehört der Satz, der den Unterschied macht: In dieselbe App ist MERKUR SLOTS integriert. Ein Haus, das 250.000 Sportwetten und eine Slot-Sammlung über dasselbe Symbol öffnet, verkauft Reichweite. Für jemanden, der sein Spiel kontrollieren will, ist das der unangenehmste Teil des Angebots, weil das naheliegende Produkt und das ferne in einem Menü verschmelzen. Und der Cashout? Laut Anbieter ist er nach Abgabe der Wette jederzeit verfügbar, in der App unter „Meine Wetten“ über einen gelben Button; der Betrag wird aber erst ausgezahlt, wenn alle Spiele des Wettscheins beendet und abgerechnet sind. Bei einer Kombiwette heißt das: Cashout ist verfügbar, das Geld aber bleibt liegen. Wer mit dieser Funktion liquid rechnen will, rechnet falsch.
888sport: der Anbieter mit einer börsennotierten Konzernmutter
Die 888 Germany Limited hält die Sportwetten-Erlaubnis für 888sport seit dem 30.06.2021, die Folgegenehmigung datiert vom 15.12.2022. Hinter der Marke steht die 888-Gruppe, deren Holdinggesellschaft 888 Holdings PLC ihren Sitz in Gibraltar hat und deren Aktie seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert ist. Es ist die einzige Konzernmutter in dieser Gruppe mit dieser Art von Börsengeschichte — ein Umstand, der über die Qualität des Sportwettenangebots nichts sagt, aber über die Art des Unternehmens eine ganze Menge: Diese Art von Bilanzverantwortlichkeit ist ein anderes Betriebsklima als ein kleines Privatunternehmen.
Wer bei einem börsennotierten Haus wette, sollte daraus allerdings nicht mehr schließen, als drinsteckt. Die Aktionärsbeteiligung des Konzerns in Gibraltar ist keine Aussage über das Wettschein-Erlebnis auf dem Telefon; sie ist eine Aussage über die Eigentümerstruktur. Für die Wahl heißt das: Der Weg zu einem etablierten Konzern ist abgesichert, aber er sagt nichts über die Funktionen, die man täglich benutzt. Wo diese liegen, verrät die App-Beschreibung — und dort steht mehr über die Marke als über die Konzernmutter.
bpremium: Kurzname, klarer Rechtsträger, späte Bekanntheit
Die Whitelist verzeichnet die Sportwetten-Erlaubnis für bpremium seit dem 09.10.2020, damit gehört das Haus zur ersten Welle. Der Inhaber ist nicht der Kurzname der Marke, sondern die Ladbrokes (Deutschland) Limited. Die Anbieterseite von bpremium führt diese Gesellschaft mit Sitz in Gzira auf Malta und der Registernummer C92799 — ein Detail, das in einer Nutzungsbedingung steht und nicht in einem Werbebanner.
Dass man hier auf eine bekannte Dachmarke trifft, hat einen praktischen Nutzen: Wer die Eigentümerverhältnisse sucht, findet sie schnell und konkret. Es hat aber auch einen Nachteil, der sich nicht wegdiskutieren lässt. Der Name bpremium selbst ist in Deutschland von beachtlicher Intransparenz geprägt: Wer den Anbieter nicht kennt, hat keine Vorstellung davon, was ihn erwartet. Bei einem Haus ohne klaren Namen in der Öffentlichkeit steigt die Bedeutung der eigenen Nachfrage — wie der Wettschein aussieht, wie die Auszahlung läuft, wie schnell der Kundendienst antwortet. Das ist keine Kritik an der Erlaubnis, sondern ein Hinweis darauf, wo man zuerst fragen sollte.
Häufige Fragen zu mobilen Wettanbietern
Woran erkenne ich, dass eine Wett-App eine deutsche Erlaubnis hat?
Am Eintrag in der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, die den Inhaber der Sportwetten-Erlaubnis und die konkrete Domain führt. Nur die dort unter dem Sportwetten-Permit genannte Adresse darf Sportwetten annehmen. Eine .de-Endung allein beweist nichts; sie kann sich jeder zulegen.
Gelten das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat und die OASIS-Abfrage auch für Wetten per App?
Ja, uneingeschränkt. Die Erlaubnis gilt dem Anbieter, nicht dem Gerät. Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 von 1.000 € pro Kalendermonat wird über alle Anbieter hinweg über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt, OASIS wird bei Registrierung und jedem Login geprüft. Ein Smartphone ändert daran nichts.
Was ist bei Livewetten über das Smartphone erlaubt und was nicht?
Nach § 21 Abs. 4 sind Wetten während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf den nächsten Satz, das nächste Tor und ähnliche seltene Bestandteile erlaubt. Nächstes Tor im Fußball und nächster Satz im Tennis gehen, nächster Punkt und nächster Korb nicht. Der Vorlaufmarkt bleibt vollständig.
Wie wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % auf Quote und Auszahlung in der App aus?
Die Steuer nach §§ 16 bis 25 RennwLottG beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „geleisteter Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Geschuldet wird sie vom Veranstalter, nicht von der wettenden Person. Ob er sie in die Quote einrechnet, entscheidet er.
Welche Zahlungsmethoden stehen in mobilen Wett-Apps zur Verfügung, und welche Regel gilt für das Konto?
Welche Marken ein Anbieter akzeptiert, steht in seinen Bedingungen — Debitkarte, PayPal, Apple Pay, Google Pay, Klarna Sofortüberweisung oder paysafecard sind Beispiele aus App-Beschreibungen. Die Regel dahinter ist gesetzlich: Nach § 6b Abs. 4 nur vom eigenen Zahlungskonto bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut, anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen.
Wie unterscheiden sich spezielle mobile Boni von normalen Willkommensangeboten, und welche Umsatzbedingungen gelten?
Der Unterschied liegt selten in der Sache, sondern im Weg: Ein „App-Bonus“ ist meist ein Willkommensangebot, das zusätzlich an die App gekoppelt ist. Umsatzbedingungen, Mindestquote und Frist setzt kein Gesetz, sondern der Anbieter in seinen Bedingungen. Bei einer Freiwette wird der Einsatz bei einem Gewinn in der Regel nicht mit ausgezahlt.
Apps – Kombiwetten-Bonus
Inhalt erstellt vom Team «Kombiwetten-Bonus»
