Klub-WM wetten 2026: Kein Turnier, aber zehn geprüfte Adressen
Stand: 30. Oktober 2026. Die Erlaubnisangaben der Anbieter wurden gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder abgeglichen.

Wer nach „Klub-WM wetten 2026“ sucht, erwartet ein Turnier. Es gibt keines. Die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft wurde vom 14. Juni bis 13. Juli 2025 in den USA ausgetragen, der FC Chelsea besiegte im Finale Paris Saint-Germain mit 3:0 — und die nächste Ausgabe folgt erst 2029, weil der Wettbewerb seit dem neuen Format mit 32 Teams nur noch alle vier Jahre stattfindet. Das Jahr im Suchbegriff ist das Jahr dieser Seite, nicht das Jahr eines Turniers. Wer heute eine Wette auf die Klub-WM abschließen will, wettet entweder auf ein Ereignis, das vorbei ist, oder auf eins, das drei Jahre entfernt liegt.
Es stellt sich die Frage, was das Wetten auf ein Klubturnier kostet, wenn gerade gar kein Turnier läuft. Sportwetten kosten nicht durch die Wette, die verloren geht — das ist ein Risiko, kein Preis. Sie kosten durch die Marge in jeder Quote, durch die Sportwettensteuer, die in den Quoten steckt oder eben nicht, und durch Übertragungen, die erst nach dem offiziellen Turnierende fällig werden. Ein Buchmacher verkauft keine Chance. Er verkauft einen Preis, und dieser Preis ist das Thema der nächsten Abschnitte.
Klub-WM-Wettquoten lesen: Was in einer Quote steckt und was nicht
Eine Quote ist eine Zahl mit einem Versprechen darin. Bei 2,10 auf den Favoriten sagt der Anbieter: Setz einen Euro, bekomm zwei Euro zehn zurück, wenn es so kommt. Was in dieser Zahl nicht steht, ist der Teil, den der Anbieter für sich behält. Genau diesen Teil stillt ein Buchmacher nicht aus Wohlwollen, sondern weil er ihn braucht, um überhaupt Buch zu machen.

Die eingerechnete Marge an einem Rechenbeispiel
Rechnen wir das an einem illustrativen 1X2-Markt durch. Die Quoten lauten 2,10 auf die Heimmannschaft, 3,40 auf das Unentschieden, 3,60 auf die Gäste. Das sind Beispielzahlen, kein irgendwo abgelesener Preis, aber die Struktur ist die jeder echten Dreiwegquote.
Der Quotenschlüssel des Marktes ergibt sich aus 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60). In Zahlen: 1/2,10 sind rund 0,4762, 1/3,40 rund 0,2941, 1/3,60 rund 0,2778. Die Summe liegt bei etwa 1,0481, der Kehrwert davon bei rund 0,9541. Der Quotenschlüssel, also der Anteil aller Einsätze, den dieser Markt zurückzahlt, liegt damit bei etwa 95,4 %. Der einbehaltene Anteil — die Marge — beträgt folglich rund 4,6 %. Über einen sauber gesetzten Markt hinweg bleibt also nicht ein Cent pro Euro beim Anbieter, sondern etwa 4,6 Cent. Bei einem Einsatz von 10 € auf alle drei Ausgänge zusammen sind das rund 46 Cent, die der Markt einbehält, egal wie das Spiel ausgeht.
Diese Zahl ist ein Band, kein Fixwert. Sie gilt genau für dieses konstruierte Beispiel mit genau diesen drei Quoten. Steigt eine der Quoten auf 3,80, sinkt die Marge; fällt die Quote auf 1,95, steigt sie. Wer die Marge eines echten Marktes wissen will, macht diese Rechnung mit den Quoten, die im Wettschein stehen — nicht mit den Quoten, die in irgendeiner Werbung stehen.
Zu merken ist der Vergleichsmaßstab, nicht die Beispielzahl: Rund 4,6 % Marge heißt, dass von jedem eingezahlten Euro im statistischen Mittel etwa 95,4 Cent als Auszahlung zurückfließen — über sehr viele Wetten, nicht bei jeder einzelnen. Das ist ein Durchschnittswert, keine Zusage an einen einzelnen Wettschein.
Favoritenquote, Außenseiterquote und die Erwartung dahinter
Die drei Quoten eines 1X2-Marktes erzählen eine Geschichte über Erwartungen. 2,10 auf den Favoriten, 3,40 und 3,60 auf die anderen beiden Ausgänge — das ist ein Spiel, in dem der Buchmacher keine der beiden Mannschaften deutlich abgeschrieben hat. Eine Quote von 1,20 dagegen sagt: Der Anbieter hält dieses Ergebnis für so wahrscheinlich, dass er kaum etwas darauf zahlt.
Interessant ist, dass die Marge nicht gleichmäßig über die drei Ausgänge verteilt sein muss. Ein Anbieter kann den Favoriten knapp bepreisen und den Außenseiter großzügig, oder umgekehrt. Für den Spieler ändert das nichts an der Grundregel: Jede Quote im Markt trägt ihre Marge, und die Summe über alle Ausgänge ist immer größer als die Summe der fairen Wahrscheinlichkeiten. Wer zwei Anbieter vergleicht, vergleicht deshalb nicht nur einzelne Quoten, sondern die Marge des ganzen Marktes — und wer nur die eine Zahl anschaut, die in der Werbung steht, hat noch nicht verglichen.
Cluster, Pokal und Klubturniere haben noch eine Eigenheit: Die Buchmacher kennen die Mannschaften aus ganz verschiedenen Ligen, aus verschieden vielen Spielen, und die Quotensetzung ist entsprechend unsicherer als bei einem Bundesliga-Spieltag, wo jeder Trainer seit Jahren dieselben Gegner kennt. Ein unsicher bepreister Markt mit breiter Marge ist teurer als ein enger Markt, in dem sich viele Bücher um Kunden streiten.
Ein Fußballplatz im Abendlicht: Was die Klub-WM ist, welche Spiele es gibt und wo die Daten aufhören
Das Turnier, um das es geht
Seit 2025 trägt die FIFA die Klub-Weltmeisterschaft in einem neuen Format aus: 32 Teams, alle vier Jahre, Veranstalter ist die FIFA. Die erste Ausgabe überhaupt wurde im Jahr 2000 in Brasilien ausgetragen; dazwischen lagen kleine Turniere, und 2025 markiert den Bruch. Wer sich für Klubfußball interessiert, hat hier ein Turnier, das in seiner Größe an eine WM heranreicht — nur eben mit Klubs statt Nationen.
Die Ausgabe 2025 lief vom 14. Juni bis 13. Juli 2025 in den USA. 32 Teams spielten in acht Vierergruppen, die beiden besten jeder Gruppe erreichten das Achtelfinale, ein Spiel um Platz drei gab es nicht. Das Finale am 13. Juli 2025 gewann der FC Chelsea mit 3:0 gegen Paris Saint-Germain und holte damit seinen zweiten Titel in diesem Wettbewerb. Torschützenkönig wurde Gonzalo García mit vier Toren. Rekordsieger bleibt Real Madrid mit fünf Siegen.
Die Startplätze zur Ausgabe 2025 verteilten sich auf die Kontinentalverbände: UEFA zwölf, CONMEBOL sechs, AFC, CAF und CONCACAF je vier, OFC einen. Die USA erhielten als Gastgeber einen zusätzlichen Platz, und pro Nation durften maximal zwei Teams antreten. Für den deutschen Nutzer ist das die entscheidende Information: Ein deutscher Klub qualifiziert sich über die UEFA-Plätze, und zwei Startplätze pro Nation begrenzen den deutschen Anteil am Feld hart.
Warum der Spielplan den Wetteinsatz steuert, nicht nur den Kalender
Bei einem Turnier mit Gruppenphase und K.-o.-Runden hängt jede Wettart am Spielplan. Vor dem ersten Spiel sind Langzeitwetten möglich — auf den Turniersieger, den Gruppensieger, den Finalisten. Mit jedem Spieltag engt sich das Feld ein, und die Quoten auf den Gesamtsieg reagieren darauf. Während einer laufenden Partie sind Livewetten möglich, allerdings mit den Grenzen, die der deutsche Erlaubnisrahmen zieht: Während eines laufenden Ereignisses dürfen Wetten nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente angeboten werden — im Fußball also auf das nächste Tor, ja.
Der praktische Punkt für jeden Wetteinsatz lautet: Ein Turnier, das alle vier Jahre stattfindet, erzeugt drei Jahre lang überhaupt keine Livekurse. Zwischen 2025 und 2029 gibt es keinen Klub-WM-Spielplan, an dem Langzeit- und Livewetten hängen könnten. Wer in dieser Zwischenzeit „Klub-WM-Wetten“ sucht, landet bei den regulären Wettbewerben: Champions League, Bundesliga, Auslandsligen.
Wo die Quoten dieses Turniers stehen — und was dazu nicht zu sagen ist
Für die Ausgabe 2025 liegen in einer geprüften, datierten Quelle keine Turnierquoten vor. Wer heute Quoten auf die nächste Ausgabe sucht, findet sie dort, wo es den Spielplan gibt: im Wettprogramm der Anbieter, sobald die FIFA die Termine veröffentlicht. Bis dahin ist die Frage nach der konkreten Quote keine Frage nach Information, sondern eine nach Verfügbarkeit.
Was sich dagegen jetzt schon sagen lässt, ist die Preisstruktur. Ein Teilnehmerfeld mit 32 Mannschaften aus sechs Verbänden, mit Klubs, die sich untereinander kaum kennen, führt zu breiteren Quoten und größeren Margen als ein nationaler Ligabetrieb. Der Spieler zahlt für die Internationalität, ob er will oder nicht.
Eine Weltkarte aus Holz an der Wand: Die Wettarten bei Klubturnieren und was jede kostet
Einzelwette, Kombiwette und der Zinseszins der Marge
Bei einem Turnier wie der Klub-WM sind die klassischen Wettarten vertreten. Die Einzelwette setzt auf ein einziges Ereignis — ein Spiel, ein Tor, einen Gruppensieger. Die Kombiwette oder Kombinationswette verbindet mehrere Ereignisse zu einem Wettschein, wobei sich die Quoten der einzelnen Tipps zu einem Gesamtpreis multiplizieren. Eine Systemwette schließlich kombiniert mehrere Einzel- und Kombinationswetten in einem Schema, sodass ein Fehler nicht zwangsläufig den ganzen Einsatz kostet.
Der Kostenpunkt liegt im Multiplizieren. Wer zwei Quoten von je 2,00 kombiniert, erhält 4,00 als Gesamtquote. Klingt wie ein Vorteil, ist aber der Moment, in dem sich die Marge zweimal addiert: Rund 4,6 % Marge pro Markt in unserem Beispiel wird bei drei kombinierten Märkten zu einem Einbehalt, der sich über alle drei Begegnungen erstreckt. Der Anbieter nimmt an jedem Teilstück, und je mehr Teilstücke der Wettschein hat, desto mehr Teilstücke zahlen mit. Kombinationen sind nicht verboten und nicht verboten teuer — sie sind teuer auf eine Weise, die auf dem Wettschein nicht sichtbar ist.
Für Klubturniere bedeutet das konkret: Wer auf vier Gruppenspiele gleichzeitig setzt, wettet nicht auf ein Ereignis mit einer Marge, sondern auf vier Ereignisse mit vier Margen. Der Preis der Bequemlichkeit ist die Vervielfachung des Hausvorteils.
Langzeitwetten auf ein Turnier, das noch nicht angefangen hat
Die interessanteste Wettart bei einem Vierjahresrhythmus ist die Langzeitwette auf den Turniersieger. Der Vorteil liegt auf der Hand: Der Spieler kann sich früh eine Quote sichern, die später, wenn die Favoriten ausscheiden, nicht mehr verfügbar wäre. Der Nachteil ist ebenso schlicht: Die Quote wird über einen langen Zeitraum gebunden, und zwischen dem Abschluss und dem offiziellen Turnierende kann sich sehr viel ändern. Wann eine Auszahlung fällig wird, ist dabei eine Frage des Erlaubnisrahmens — dazu mehr im Abschnitt zur Rechtslage.
Wer auf den Gruppensieger setzt, wettet auf ein Ereignis mit achtmal4 — nein, mit sechs Spielen pro Gruppe und zwei Qualifikationsplätzen. Wer auf den Torschützenkönig setzt, wettet auf einen einzelnen Spieler in vier, fünf, im Finalfall sieben Spielen. Diese Märkte sind weniger liquide als ein 1X2-Markt, und weniger Liquidität heißt in der Regel breitere Marge.
Der Konfigurator und der Wettbewerb um den Wettschein
Einige Anbieter bauen eigene Werkzeuge jenseits der klassischen Märkte. Sportingbet nennt in seinem Wettangebot einen „Konfigurator+“ neben den Live-Wetten; unter den Sportarten führt es Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Solche Werkzeuge sind Komfort, kein Preisvorteil. Ein Konfigurator verkürzt die Zeit vom Gedanken zum Wettschein — und eine kürzere Zeit zwischen Gedanken und Wettschein ist genau das, was ein Anbieter will.
Tipico wiederum führt in seiner App-Beschreibung „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein auf, dazu Live-Wetten auch während des Fußballspiels. Cash Out heißt: Der Spieler kann einen laufenden Wettschein auflösen, bevor das Ereignis entschieden ist, und bekommt den aktuellen Gegenwert ausgezahlt. Klingt nach Sicherheit, ist aber ein zweiter Kauf zum zweiten Buchmacherpreis: Wer aussteigt, verkauft seine Wette zu dem Preis, den der Anbieter nennt, und dieser Preis trägt wieder eine Marge — eine andere als die Marge des ursprünglichen Marktes. Ein Regelwerk des Gesetzgebers zu Cash Out existiert nicht; es ist eine Funktion jedes einzelnen Anbieters, und was sie kostet, steht in dessen eigenen Bedingungen. Wer den Ausstieg einmal durchrechnet, merkt schnell, dass ein früher Ausstieg aus einem knapp führenden Wettschein die Auszahlung stärker drückt als jede Gebühr. Cash Out ist Bequemlichkeit mit Preis, kein Schutz.
Sportarten und Turniere neben der Klub-WM
Bei einem Wettbewerb, der alle vier Jahre läuft, stellt sich die Frage, worauf Leser und Spieler in der Zwischenzeit setzen. Die Sportarten, die die geprüften Anbieter im deutschen Programm führen, sind breit: Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker werden von mehreren Buchmachern genannt, dazu Pferderennen bei Anbietern mit entsprechendem Schwerpunkt.
Fußball bleibt dabei die Sportart, in der die Margen am engsten sind, weil das Angebot am größten ist und die Bücher sich um dieselben Kunden streiten. Turniere mit klar definierten Teilnehmerfeldern — eine WM, eine EM, eine Klub-WM — ziehen zusätzliches Volumen und damit in der Regel engere Quoten an als Freundschaftsspiele in der Winterpause. Sportarten mit kleinerem Publikum, etwa Darts oder Snooker abseits der großen Turniere, tragen breitere Margen.
Ein weiterer Faktor ist die Berichterstattung. Wettstar zeigt Live-Streams von zahlreichen Pferderennen aus Deutschland und der ganzen Welt. Winamax betreibt mit Winamax TV Live-Streams von La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, von den vier Grand-Slam-Turnieren, allen ATP- und WTA-Turnieren sowie NBA und NFL im Kundenkonto. Solche Streams ändern an der Quote nichts, aber sie verändern die Frage, ob man überhaupt eine zusätzliche Quelle für ein Spiel braucht — und was man dafür an Daten preisgibt, wenn man im Kundenkonto eines Buchmachers sitzt.
Wer auf Klubturniere setzt, sollte wissen, wohin der Markt in der Zwischenzeit ausweicht. Der nächste große europäische Klubwettbewerb, ein Turnier mit Nationalteams, eine Rückrunde — alles ist ein Wettschein, aber nichts davon ist eine Klub-WM. Eine Wette auf ein Ereignis, das nicht existiert, ist keine Wette.
Die geprüfte Anbieterliste: Wo Klubturniere im Programm stehen
Die zehn Adressen, die in dieser Übersicht verglichen werden, haben eines gemeinsam: Ihre Sportwetten-Domain steht auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, in der Fassung vom 2. Oktober 2026. Die Whitelist ist der einzige belastbare Nachweis einer deutschen Erlaubnis; eine .de-Endung allein beweist nichts. Wer die Liste selbst prüfen will, sucht dort nach der Domain und nach der Betreiberin, die unter der Sportwetten-Erlaubnis genannt wird.
Für die Wahl des Anbieters ist die Whitelist ein Filter, kein Qualitätsurteil. Sie sagt, dass hier jemand anbieten darf. Sie sagt nichts darüber, ob die Quoten dieses Anbieters eng oder breit bepreist sind, ob der Livebereich gefüllt ist oder ob die Auszahlung nach einem Finale drei Stunden oder drei Tage dauert.
| Anbieter | Betreiberin laut Whitelist | Domain | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|---|
| MERKUR BETS | Merkur Bets Malta Limited | MERKUR BETS | 06.11.2023 |
| bet365 | Hillside (Europe) ENC | Bet365.de | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 27.12.2022) |
| Wettarena | I.B.C. Sportsbetting Limited | Wettarena.de | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 15.12.2022) |
| NEO.bet | Greenvest Betting Limited | NEO.bet | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 22.12.2022) |
| Bet3000 | I.B.C. Sportsbetting Limited | Bet3000.de | 22.04.2026 |
| bwin | bwin (Deutschland) Limited | Bwin.de | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 23.12.2022) |
| ODDSET | Oddset Sportwetten GmbH | Oddset.de | 18.11.2020 (Folgeerlaubnis 15.12.2022) |
| Tipico | Tipico Co. Limited | Tipico.de | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 09.12.2022) |
| LeoVegas | LVSports Limited | Leovegas.de | 21.10.2024 |
| bpremium | Ladbrokes (Deutschland) Limited | Bpremium.de | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 21.12.2022) |
Was in dieser Tabelle an einer einzigen Spalte hängt, ist die Adresse, unter der eine Erlaubnis gilt. Ein Konzern kann mehrere Marken führen und für jede eine eigene Domain anmelden; die Erlaubnis hängt an der Domain, nicht am Logo. Wer auf einer nicht gelisteten Domain desselben Konzerns wettet, wettet nicht unter derselben Erlaubnis. Die Whitelist nennt ein Erstdatum und das Datum einer Folgeerlaubnis und kein Enddatum — und wer eines ergänzt, hat es erfunden.
Auffällig am Datensatz: Bet3000 ist mit dem 22. April 2026 der jüngste Eintrag im Feld, während acht der zehn Anbieter auf die Erlaubniswelle des Jahres 2020 zurückgehen. Eine späte Erstzulassung heißt nicht schlechtere Konditionen, aber sie heißt, dass hinter diesem Angebot weniger Jahre deutscher Markterfahrung stehen. Für einen Spieler ist das eine Randnotiz, keine Entscheidung.
Die Rechtslage: Was der deutsche Rahmen vor dem Wettschein verlangt
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale) vergibt die bundesweite Erlaubnis, Sportwetten im Internet zu veranstalten und zu vermitteln, und überwacht den Markt. Grundlage ist der GlüStV 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021; die Steuer ist Sache des Finanzamts, nicht der Behörde. Eine Whitelist der aktuellen Fassung enthält 30 Einträge — 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis, davon zwei zusätzlich mit Pferdewetten, und drei Inhaber, die ausschließlich Pferdewetten anbieten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain; die Endung allein beweist aber nichts.

Was gewettet werden darf
Erlaubnisfähig sind Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Ereignisse darin, als Einzel- oder Kombiwette. Angeboten werden dürfen nur Wettarten, die im Sportwettprogramm zugelassen sind. Während eines laufenden Ereignisses sind Wetten nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente zulässig, und zwar in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind: das nächste Tor im Fußball ja, der nächste Satz im Tennis ja, der nächste Punkt im Tennis oder der nächste Korb im Basketball nein.
Ausgeschlossen sind Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen — in der Praxis rechnet die Behörde Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich —, außerdem manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. Zu E-Sport stellt die Behörde fest, dass eine Wette darauf nicht möglich ist, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist; ein erlaubtes E-Sport-Wetten existiert in Deutschland nicht. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Ein gesetzlicher Höchsteinsatz pro Wette besteht für Sportwetten nicht.
Die Sportwettensteuer und die Frage, wer sie trägt
Die Sportwettensteuer nach dem Rennwett- und Lotteriegesetz beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz, vermindert um die Steuer selbst“ — das entspricht rund 5,03 % des tatsächlich eingezahlten Betrags. Geschuldet wird sie vom Veranstalter der Wette, nicht vom Spieler. Ob und wie sie an den Kunden weitergegeben wird, entscheidet jeder Anbieter selbst; belastbar ist dazu nur, was in dessen eigenen Bedingungen steht. Festzuhalten ist die Zahl, wie die Vorschrift sie nennt: 5,3 % auf eine Bemessungsgrundlage, die den Einsatz um die Steuer vermindert. Diese Grundlage ist nicht der Einsatz.
Die Steuer trifft im Übrigen auch nicht erlaubte Anbieter. Eine gezahlte Wettsteuer ist kein Nachweis einer Erlaubnis.
Wer die Steuer vollständig an den Kunden weitergibt, verteuert jede Wette spürbar; wer sie selbst trägt, preist sie in die Quote ein. Winamax bewirbt im Footer seiner Website „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und stützt die zweite Hälfte auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 01.04.2025 und dem 30.08.2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Eine Studie zur Quotenhöhe in drei Sportarten ist eine Aussage über diese Studie und über einen Zeitraum. Sie ist kein Nachweis über die Marge eines einzelnen Marktes am heutigen Tag, und „0 % Wettsteuer“ heißt nicht, dass der Anbieter auf einen Einbehalt verzichtet — die Marge in der Quote bleibt davon unberührt.
Der Weg um die Erlaubnis herum und was er kostet
Wer Sportwetten für Menschen in Deutschland ohne deutsche Erlaubnis anbietet, veranstaltet unerlaubtes Glücksspiel. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung; die Behörde warnt Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten und nannte in einer Warnung vom 17. September 2026 namentlich „Platincasino“. Die Aufsicht arbeitet mit Untersagungsverfügungen, Zahlungs- und Netzwerkblockaden.
Strafrechtlich relevant sind sowohl das Veranstalten als auch die Werbung dafür; für Spielende sieht das Gesetz eine Strafbarkeit vor. Eine Verfolgung einzelner Spieler ist nicht belegt — daraus folgt weder ein Freibrief noch ein Grund zur Dramatisierung.
Zivilrechtlich ist die Lage in Bewegung. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs, Nicholas Emiliou, hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Das ist eine Schlussantrags-Position, kein Urteil, und eine Rückzahlung ist niemandem versprochen.
Die ehrliche Bilanz: Wer bei einem nicht erlaubten Anbieter wettet, hat keinen deutschen Erlaubnisrahmen, keinen Zugang zu den hiesigen Sperr- und Limitdateien und keinen deutschen Rechtsweg. Wer bei einem gelisteten Anbieter wettet, hat Rechtssicherheit und Spielerschutz — und bezahlt dafür mit dem Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, eingeschränkten Live-Märkten, vollständiger Verifizierung und Zahlungen nur über ein Konto auf eigenen Namen. Beides ist ein Preis. Nur einer davon steht in den Bedingungen.
Verantwortungsvoll wetten: Die Grenzen, die vor dem Verlust greifen
Die wirksamsten Regeln für einen Spieler sind nicht die, die nach dem Verlust greifen, sondern die, die vorher feststehen. In Deutschland sind einige davon gesetzlich, andere freiwillig — und der Unterschied ist wichtig, weil eine freiwillige Grenze nur so lange wirkt, wie der Spieler sie stehen lässt.
Teilnehmen darf man ab 18 Jahren. Pro Anbieter ist ein Konto erlaubt, mit vollständiger Verifizierung. Vor Abschluss der Verifizierung darf der Anbieter höchstens 72 Stunden lang Spiel ermöglichen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Das ist kein Kulanzrahmen, sondern eine Übergangsregel, die verhindert, dass jemand mit ungeprüfter Identität Geld abzieht.
Das gesetzliche Einzahlungslimit liegt bei 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg und wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es erlaubt, kann für einen einzelnen Spieler einen höheren Betrag zulassen — bis 10.000 €, in einer Spanne von 10.000 bis 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler —, aber nur gegen nachweisbare wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Eine Selbstauskunft genügt dafür nicht. Eine Absenkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen.
Paralleles Spielen bei mehreren Anbietern ist über die Aktivitätsdatei untersagt. OASIS ist das bundesweite Spielersperrsystem, das bei Registrierung und Login geprüft wird; eine Selbstsperre gilt mindestens drei Monate, wenn der Spieler einen Zeitraum nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Nicht erlaubte Anbieter sind weder mit OASIS noch mit LUGAS verbunden — das ist der praktische Kern der Warnung vor illegalen Angeboten: Dort greift kein Mechanismus, den der deutsche Rahmen aufgebaut hat.
Einzahlungen sind nur von einem Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut zulässig; anonyme Zahlungsmittel sind nicht erlaubt. Das ist der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaid-Produkte aus dem erlaubten deutschen Sportwettenmarkt heraushält. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist dessen eigene Sache und steht in seinen Bedingungen. Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.
Zur Werbung gehört eine Regel, die viele nicht kennen: Die Sperre zwischen 06:00 und 21:00 Uhr gilt für Spielautomaten, Online-Poker und Online-Casino-Spiele, nicht für Sportwetten. Für Sportwetten gilt anderes — keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während dessen Live-Übertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz. Und das GlüStV enthält keine Vorschrift, die einen Sportwetten-Bonus festlegt oder begrenzt: Beträge, Umsatzbedingungen und Mindestquoten kommen allein aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Wer also einen Bonus prüft, prüft kein Gesetz, sondern ein Vertragswerk.
Ein hölzerner Richterhammer auf einer Holzplatte: Die Anbieter im Vergleich
Zehn Adressen, dieselbe Erlaubnisart, sehr unterschiedliche Profile. Die Reihenfolge folgt dem Datenstand der Whitelist. Jede Bewertung stützt sich auf das, was der jeweilige Anbieter selbst zu seinem Angebot erklärt, plus das, was die Behörde über seine Erlaubnis führt.
MERKUR BETS: die Marke, deren Betreiberin anders heißt als das Produkt
Auf der Whitelist steht für MERKUR BETS die Merkur Bets Malta Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta. Die Erlaubnis für Sportwetten ist seit dem 6. November 2023 verzeichnet. Der Name der Betreiberin trägt das Produkt im Namen, aber das ist bei Weitem nicht überall so.
Der 6. November 2023 ist im Feld dieser Vergleichsgruppe ein mittleres Datum: nicht aus der ersten Erlaubniswelle, aber auch nicht unter den spätesten. Für den Wettschein selbst sagt das nichts. Was es sagt, ist etwas über die Prüftiefe, die der Spieler selbst aufbringen muss: Wer wissen will, unter welcher Firma er hier einen Vertrag schließt, findet sie in den Bedingungen und auf der Whitelist — und wer das nie prüft, weiß nicht, gegen wen er im Streitfall Ansprüche hätte. Wer hier anfängt, sollte auf die Whitelist schauen, bevor er Geld einzahlt.
bet365: die größte Marke, die auf der Liste nicht groß aussieht
Für Bet365.de führt die Whitelist die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Die Erlaubnis trägt das Erstdatum 09.10.2020 und eine Folgeerlaubnis vom 27.12.2022.
Ein Anbieter mit dieser Bekanntheit ist für die Mindestanforderungen an eine geprüfte Adresse kein Sonderfall: Die Whitelist behandelt ihn genauso wie jede regionale Marke, weil sie nur das Verhältnis von Domain, Betreiberin und Erlaubnisart führt. Genau deshalb ist sie als Filter brauchbar. Wer die Bekanntheit als Ersatz für die Prüfung nimmt, hat die Prüfung gespart und nicht erledigt — und die Erfahrung zahlt sich bei der Betreiberin aus, die im Rechtsstreit in Malta sitzt.
Die Sache mit den großen Namen ist ohnehin eine Sache der Werbewirkung. Über die Marge sagt eine Marke nichts, und über die Auszahlung nach einem Finale sagt sie ebenso wenig.
Wettarena: eine Marke der I.B.C. Sportsbetting Limited
Wettarena wird laut den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von der I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta angeboten. Die Whitelist führt für Wettarena.de eine Sportwetten-Erlaubnis mit Erstdatum 09.10.2020 und eine Folgeerlaubnis vom 15.12.2022.
Dass ein Anbieter unter zwei Marken auftritt, ist in diesem Feld keine Seltenheit, und es hat eine praktische Konsequenz: Die Erlaubnis hängt an der Domain. Wer die Marke wechselt, wechselt nicht automatisch den Erlaubnisrahmen, und wer bei zwei Marken desselben Veranstalters ein Konto führt, spielt nicht bei zwei Anbietern im Sinne einer Grenze, die über alle Anbieter gilt. Die Aktivitätsdatei ist genau dafür da, und wer hier zweigleisig fährt, läuft in eine Sperre, nicht in einen Vorteil. Wer einen zweiten Zugang sucht, sucht in Wahrheit eine Grenze, die er nicht will.
NEO.bet: Erlaubnis seit über fünf Jahren, Betreiberin im Hintergrund
Für NEO.bet ist auf der Whitelist die Greenvest Betting Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022.
Papiere sind das eine, Produkt ist das andere. Wer NEO.bet öffnet, sieht im ersten Moment keine Betreiberin aus Malta, sondern eine Seite, die sagt, was sie sei. Der Name der Betreiberin steht in den Bedingungen. Die fünf Jahre Erlaubnisgeschichte sind kein Qualitätsmerkmal für die Quote, aber sie sind ein Hinweis darauf, dass hier ein Anbieter über mehrere Erlaubniszyklen hinweg im Markt geblieben ist — in einem Feld, in dem ein Teil der Konkurrenz mit dem 22. April 2026 erst seit Kurzem dabei ist.
Bet3000: der jüngste Eintrag im Feld
Als Veranstalter der Sportwetten unter Bet3000.de führt die Behörde die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta; die Erlaubnis für Bet3000.de ist mit dem Erstdatum 22. April 2026 verzeichnet.
Das ist die jüngste Erstzulassung unter den zehn Adressen hier, und sie fällt in ein Jahr, in dem die Sportwettensteuer auf denselben Nenner gekommen ist — und sie fällt in das Jahr dieser Seite. Ein neuer Marktauftritt beginnt in der Regel mit Werbung, nicht mit eng gepreisten Quoten; wer in den ersten Monaten nach einer Zulassung einsteigt, steigt in einen Markt ein, der sich nach Kundenzahlen richtet, nicht nach einem Quotenvergleich, der irgendwo dokumentiert wäre. Der Anbieter hat nichts falsch gemacht. Er ist nur noch nicht lange genug da, um über ihn mehr zu sagen als das, was in seinen Papieren steht.
bwin: Betreiberin mit dem Markennamen im Firmennamen
Für Bwin.de führt die Whitelist die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta. Das Erstdatum liegt beim 09.10.2020, die Folgeerlaubnis beim 23.12.2022.
Eine Betreiberin, deren Firmenname die Marke trägt, ist im Vergleich zu einer, bei der man den Zusammenhang erst suchen muss, ein kleiner Vorteil — nicht juristisch, aber für die Frage, ob ein Spieler weiß, mit wem er es zu tun hat. Juristisch gilt trotzdem, was überall gilt: Vertragspartner ist die maltesische Gesellschaft, nicht der deutsche Markt, und der Erlaubnisrahmen ist deutsch, sofern die Domain auf der Whitelist steht.
ODDSET: die Erlaubnis über die Landesbehörde
Dem Anbieter von Oddset.de wurde mit Bescheid vom 15.12.2022 vom Regierungspräsidium Darmstadt die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb erteilt. Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder. Die Whitelist führt Oddset Sportwetten GmbH mit Erstdatum 18.11.2020 und Folgeerlaubnis vom 15.12.2022.
Der Weg über eine Landesbehörde und der stationäre Vertrieb sind historisch gewachsen und machen diesen Anbieter zu dem im Feld mit der längsten Präsenz abseits des Bildschirms. Wer ohnehin eine Filiale in der Nähe hat, hat hier einen Weg, den kein reiner Online-Anbieter bietet — und denselben Limite, dieselbe Dateiprüfung und dieselbe Vollverifizierung wie überall sonst. Die Filiale ist ein Zugangsweg, kein Rabatt.
Tipico: Cash Out in der App
Tipico wird von der Tipico Co. Limited geführt, Erstdatum 09.10.2020, Folgeerlaubnis 09.12.2022. Die Tipico Sportwetten App erscheint im Apple App Store unter dem Entwickler Tipico B2B Ltd; in der Beschreibung nennt der Entwickler „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein sowie Live-Wetten auch während des Fußballspiels.
Der Anbieter steht in diesem Abschnitt auch als Partei des Verfahrens, das den Gerichtshof beschäftigt — ein Detail, das die Quote nicht ändert und die Erlaubnis nicht antastet. Interessanter für die Kostenfrage ist das Cash Out: Es hört sich nach Kontrolle an und ist tatsächlich ein zweiter Handel. Wer einen Wettschein vor dem Ende auflöst, verkauft ihn zurück, und der Rückkaufpreis wird vom Anbieter gestellt. Wer Cash Out als Sicherheitsnetz einplant, plant einen Preis ein, den er erst im Moment des Ausstiegs sieht. Als Werkzeug für einen Anleger mit klarem Plan ist es begrenzt brauchbar. Als Werkzeug, das einen unentschlossenen Spieler länger im Wettschein hält, funktioniert es besser.
LeoVegas: spät bei Sportwetten, früh im Automatenspiel
Für Leovegas.de führt die Whitelist die LVSports Limited mit einer Erlaubnis für Sportwetten seit dem 21.10.2024 und für virtuelle Automatenspiele seit dem 27.02.2023. Die Sportwetten-Erlaubnis ist damit die zweitjüngste im Feld dieser Übersicht.
Bemerkenswert ist die Reihenfolge: erst die Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele, dann die für Sportwetten. Auf den Wettschein hat das keinen Einfluss, auf die Erwartung an die Umgebung schon. Ein Anbieter, dessen Haus zuerst auf Spielautomaten gebaut war, trägt eine andere Spielkultur in die Sportwette hinein als ein Buchmacher, der aus dem Pferderennen oder dem Lottogeschäft kommt. Wer hier nur auf Fußball setzt, merkt davon wenig — vorausgesetzt, er bleibt beim Sportwetten-Bereich und lässt sich nicht von dem Bereich einfangen, für den das Haus zuerst eine Erlaubnis hatte. Das sind zwei getrennte Erlaubnisse mit getrennten Regeln, und die 1.000-€-Grenze monatlich gilt über alle Anbieter, nicht je Bereich.
bpremium: Ladbrokes als Betreiberin, eine feste Registernummer
Die Ladbrokes (Deutschland) Ltd, Betreiberin von Bpremium.de, hat ihren Sitz in Gzira, Malta, und ist unter der Registernummer C92799 geführt; die Nutzungsbedingungen tragen die Fassung vom 3. April 2023. Die Whitelist verzeichnet die Sportwetten-Erlaubnis für Bpremium.de mit Erstdatum 09.10.2020 und Folgeerlaubnis vom 21.12.2022.
Eine Registernummer ist eine kleine Sache, die viel wert ist: Sie macht die Betreiberin in einem Register auffindbar, unabhängig von der Marke. Wer wissen will, wem er Geld gibt, hat hier eine Nummer statt nur einen Namen. Die Bedingungen in der Fassung vom 3. April 2023 sind dagegen ein Datum, das man im Auge behalten sollte — Bedingungen ändern sich, und was in einer zitierten Fassung steht, ist nicht automatisch das, was in der aktuellen gilt. Wer eine Umsatzbedingung oder eine Mindestquote prüft, liest die Fassung, die im Konto verlinkt ist, nicht eine ältere.
Was in dieser Liste fehlt und wie der Spieler es selbst prüft
Die Whitelist führt weit mehr Einträge, als hier besprochen werden — die Fassung vom 2. Oktober 2026 enthält 30 Einträge, davon 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis. Diese Übersicht ist nicht der Markt. Sie ist eine Auswahl der Adressen, deren Erlaubnislage sich mit einer Domain und einer Betreiberin belegen lässt.
Wer einen Anbieter prüft, der hier nicht steht, geht denselben Weg: auf die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, nach der Domain suchen, und nachsehen, welche Erlaubnisart daneben steht und seit wann. Ein Anbieter mit einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele ist damit kein zugelassener Sportwettenveranstalter. Eine .de-Domain ist kein Nachweis. Ein deutscher Markenname ist kein Nachweis. Und wer auf die Frage nach einer Wette auf die Klub-WM hin bei einem Anbieter landet, der nicht auf der Liste steht, hat die Prüfung nicht geschafft, sondern umgangen.
Was ein Bonus bei Turnierwetten tatsächlich verlangt
Ein Bonus ist kein Geschenk, sondern ein Auftrag mit Bedingungen. Weil das GlüStV Beträge, Umsatzbedingungen und Mindestquoten nicht regelt, kommt alles aus den Bedingungen des Anbieters — und genau dort liegt der Aufwand. Wer einen Willkommens- oder Neukundenbonus annimmt, übernimmt eine Pflicht zum Umsatz, meist innerhalb einer Frist und unter einer Mindestquote. Nur Einsätze ab dieser Mindestquote zählen für die Freispielbedingungen; alles darunter ist verschenkter Umsatz.
Die Rechnung dahinter ist unangenehm und lohnt sich trotzdem, weil sie den wahren Preis zeigt. Angenommen, ein Anbieter gibt einen Bonus von 100 €, der einmal umzusetzen ist, und die Mindestquote liegt bei 2,00. Dann müssen 100 € Umsatz mit Einsätzen zu Quoten ab 2,00 gesetzt werden. Bei einem Einsatz von 10 € pro Wette sind das zehn Wetten. Werden diese zehn Wetten in einem Markt mit rund 4,6 % Marge gespielt — demselben Markt aus dem Rechenbeispiel oben —, ergibt sich ein erwarteter Verlust von ungefähr 4,60 €. Das ist der statistische Preis des Umsetzungsauftrags: etwa 4,60 € durchschnittliche Kosten, über viele Umsetzungsvorgänge hinweg betrachtet, unter der Annahme, dass nur der Bonusbetrag umgesetzt wird.
Diese Zahl ist ein Erwartungswert, keine Vorhersage. Sie sagt nicht, ob der Umsetzungsauftrag gelingt und ob am Ende ein Gewinn steht. Sie sagt, was das Abarbeiten im Durchschnitt kostet. Bei höheren Umsatzfaktoren wächst der Wert proportional, bei einem Faktor von fünf statt eins sind es rund 23 €, bei einem Faktor von zehn rund 46 €. Und je öfter dieselbe Wette gespielt wird, desto näher kommt das tatsächliche Ergebnis diesem Durchschnitt — im Guten wie im Schlechten.
Es gibt drei Stellschrauben, an denen die Kosten hängen, und alle drei sind schriftlich festgehalten: der Faktor, die Mindestquote und die Frist. Eine Gratiswette ist meist kein Geld, sondern ein Freiwetteinsatz, dessen Einsatz bei einem Treffer nicht mit ausgezahlt wird — der Gewinn steckt nur in der Quote. Eine Aktion „ohne Risiko“ ist in der Regel eine Rückerstattung als Freiwette, nicht als Bargeld. Wer den Unterschied zwischen den beiden nicht kennt, hält den zweiten für den ersten und rechnet mit Geld, das am Ende nicht auf dem Konto liegt.
Die einfachste Prüfung vor dem Klick in den Bonus: Steht dort eine Quote, ab der Einsätze zählen? Steht eine Frist? Steht ein Höchstbetrag für die Auszahlung des Bonusgewinns? Drei Zeilen, ein Wettschein, und die Antwort auf die Frage, ob der Bonus bezahlt oder verkauft wird.
Was Wetten auf ein Klubturnier kosten — und wer dafür bezahlt
Die ehrliche Zusammenfassung lässt sich in einem Satz ausdrücken: Die Klub-WM läuft, wenn sie läuft; Wetten darauf kosten das, was jede Sportwette kostet, plus die Unschärfe eines Marktes mit wenig Spielmaterial.
Diese Unschärfe wiegt bei einem Vierjahresrhythmus schwerer als bei einem Ligabetrieb. Ein Buchmacher, der ein Turnier mit 32 Klubs aus sechs Verbänden bepreist, arbeitet mit weniger Vergleichsdaten als bei einem Bundesligaspieltag, an dem sich die Mannschaften seit Jahren zweimal pro Saison treffen. Weniger Daten heißt breitere Quoten. Der Preis für die Internationalität des Teilnehmerfelds wird zusätzlich zu der Marge bezahlt, die ohnehin in jedem Markt steckt. Wer die Zahl der Marge einmal kennt, sieht sie in jedem Wettschein — und sieht dann auch, dass eine Mannschaft nicht teuer ist, weil sie stark ist, sondern weil die Buchmacher uneins sind, wer stärker ist.
Dazu kommen die Rahmenbedingungen, die den Spielraum des Spielenden verengen und nicht seine Kosten erhöhen: das Einzahlungslimit über alle Anbieter, die Live-Einschränkungen, die Vollverifizierung, das Zahlungskonto auf eigenen Namen. Diese Bedingungen senken nicht die Marge. Sie senken die Geschwindigkeit, mit der Geld aus einem Konto in ein Spiel geraten kann — und das ist der Teil des Schutzes, der am wenigsten wirkt und am meisten bewirkt.
Wer auf die nächste Klub-WM wettet, tut das in einem klaren Rahmen. Wer heute in einem Suchfeld „Klub-WM 2026“ eintippt, sollte wissen, dass er auf ein Turnier setzt, das 2025 stattgefunden hat und 2029 wieder stattfindet. Zwischen beidem liegt kein Weltereignis, sondern eine Lücke — und eine Lücke ist der einzige Ort, an dem ein Buchmacher garantiert nichts zurückzahlt, weil niemand auf etwas setzen kann, das nicht läuft. Wetten kann man trotzdem: auf die Konkurrenz, auf die Erwartung, auf das nächste Turnier. Man bezahlt dafür immer denselben Preis, an jedem Tag, bei jedem Anbieter, in jedem Markt.
Häufige Fragen zum Wetten auf die Klub-WM
Findet 2026 eine Klub-WM statt, auf die gewettet werden kann?
Nein. Die letzte Ausgabe fand vom 14. Juni bis 13. Juli 2025 in den USA statt, die nächste folgt 2029 — der Wettbewerb läuft seit dem neuen Format mit 32 Teams alle vier Jahre. Das Jahr im Suchbegriff ist das Jahr dieser Seite, nicht das eines Turniers. Ein Klub-WM-Spielplan existiert derzeit nicht, aber reguläre Wettbewerbe tun es.
Wer gewann die Klub-WM 2025, und wie ging das Finale aus?
Im Finale am 13. Juli 2025 besiegte der FC Chelsea Paris Saint-Germain mit 3:0 und holte seinen zweiten Titel in diesem Wettbewerb. Torschützenkönig wurde Gonzalo García mit vier Toren. Rekordsieger bleibt mit fünf Siegen Real Madrid.
Wie ist das Turnier mit 32 Teams aufgebaut?
32 Mannschaften spielten in acht Vierergruppen, die beiden Besten jeder Gruppe erreichten das Achtelfinale. Ein Spiel um Platz drei gab es nicht. Die Startplätze verteilten sich auf die Verbände: UEFA zwölf, CONMEBOL sechs, AFC, CAF und CONCACAF je vier, OFC einen, dazu ein Extraplatz für den Gastgeber USA, mit maximal zwei Teams pro Nation.
Welche Wettarten gibt es bei Klubturnieren — etwa auf den Sieger, den Gruppensieger oder den Torschützenkönig?
Üblich sind Langzeitwetten auf den Turniersieger, den Gruppensieger und den Torschützenkönig, dazu Einzel- und Kombiwetten auf einzelne Spiele sowie Livewetten während einer Partie. Während eines laufenden Spiels sind nur das Endergebnis und das nächste Tor, der nächste Satz oder eine ähnliche Komponente erlaubnisfähig, und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind.
Wie lässt sich auf der Whitelist prüfen, ob ein Anbieter eine deutsche Erlaubnis für Turnierwetten hat?
Auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder wird die Domain gesucht und mit der Betreiberin abgeglichen. Steht dort eine Sportwetten-Erlaubnis mit Datum, darf der Anbieter werben und anbieten. Eine .de-Endung allein ist kein Nachweis, und eine Erlaubnis für Automatenspiele ist keine Sportwetten-Erlaubnis.
Wie wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % auf Quote und Auszahlung aus?
Die Steuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz, vermindert um die Steuer selbst“, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags, und wird vom Veranstalter geschuldet. Ob er sie ganz oder teilweise trägt oder in die Quote einpreist, entscheidet jeder Anbieter selbst. Belastbar ist dazu nur, was in seinen eigenen Bedingungen steht.
Turniere – Kombiwetten-Bonus
Inhalt erstellt vom Team «Kombiwetten-Bonus»
