Android Sportwetten 2026 – welcher Weg zu welchem Spieler passt

Updated Oktober 2026
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Ein Eintrag im Play Store ist kein Nachweis einer Erlaubnis. In Deutschland darf Sportwetten im Internet nur veranstalten und vermitteln, wer eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder besitzt – und ob ein Anbieter sie hat, steht an genau einer Stelle, die man selbst nachschlagen kann.

Ein Smartphone mit dunklem Bildschirm liegt auf einem Tisch in einem Café, daneben eine Tasse und ein Notizbuch.
Die App „bet365 – Sportwetten“ wird im Apple App Store vom Entwickler Hillside Technology Limited angeboten.

Stand: 30. Oktober 2026 · Erlaubnisse geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL)

Was die Whitelist über eine Android-App aussagt – und was nicht

Die Whitelist ist kein Marketingmaterial, sondern ein Verzeichnis. Sie listet nach § 9 Abs. 8 des Glücksspielstaatsvertrags die Anbieter, die in Deutschland Glücksspiel veranstalten dürfen, und sie ist die einzige Prüfung, die zählt. Im Stand vom 2. Oktober 2026 stehen dort 30 Einträge: 27 Betreiber mit einer Erlaubnis für Sportwetten, davon zwei zusätzlich für Pferdewetten, und drei Betreiber, die nur Pferdewetten anbieten dürfen.

Ein Fußball liegt neben Kopfhörern auf einer Holzbank in einer Umkleide, Licht fällt durch ein schmales Fenster.
Die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, zu der 888sport gehört; die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert.

Was die Liste dagegen nicht ist: eine App-Empfehlung. Über die Webseite von AdmiralBet sagt sie, dass die Greentube Betting Malta Limited dort Sportwetten veranstalten darf – seit dem 9. Oktober 2020, mit Folgeerlaubnissen vom 13. Dezember 2022 und vom 29. Juli 2024. Über die Android-Anwendung von AdmiralBet sagt sie nichts. Das ist kein Schönheitsfehler der Behörde, sondern die Grenze ihres Auftrags: Die Whitelist führt Domains, nicht Installationsdateien.

Genau hier liegt der Denkfehler, der am teuersten wird. Wer im Play Store nach „sportwetten“ sucht, bekommt Treffer nach Relevanz sortiert, nicht nach Erlaubnis. Eine App kann dort seit Jahren stehen und trotzdem ein Angebot ohne deutsche Zulassung abbilden. Umgekehrt fehlt manchem erlaubten Anbieter die Play-Store-Präsenz, weil er auf iOS oder auf Downloads über die eigene Seite setzt – die Erlaubnis fehlt ihm deshalb nicht.

Und die Domain macht es einem nicht leichter. Jede in der Whitelist geführte Adresse endet auf .de, aber eine .de-Endung allein beweist nichts. Wer eine Seite aufsucht und unten ein Impressum mit maltesischer oder gibraltarischer Adresse findet, hat damit keine Erlaubnis widerlegt – die Betreiber sitzen fast alle im Ausland. Erlaubnis und Firmensitz sind zwei verschiedene Dinge, und die Whitelist nennt beide: den Halter der Erlaubnis und die Domain, für die sie gilt.

Der Stand vom 2. Oktober 2026 enthält 27 Sports-Erlaubnisse; jede Erlaubnis, die die Liste ausweist, läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre. Was dort ausdrücklich nicht steht, ist ein Ablaufdatum. Wer liest, ein Eintrag sei „noch gültig bis“, hat es irgendwo abgeschrieben, wo es nicht stand.

Wie die App und der Browser zusammenhängen

Wer den Verdacht hat, dass in einer App andere Regeln gelten als im Browser, kann ihn getrost behalten – allerdings nur für den technischen Rand. Konto, Limits, Spielerschutz und die Regeln des Veranstalters sind identisch, weil es dasselbe Konto und derselbe Anbieter mit derselben Erlaubnis ist. Die Erlaubnis gilt dem Veranstalter, nicht dem Übertragungsweg. Wer sich in der App anmeldet, wird über dieselbe Datenbank geprüft wie am Rechner.

Ein Schreibtisch mit geschlossenem Laptop und einem Stapel unbeschrifteter Mappen vor einem Fenster am Nachmittag.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Was sich unterscheidet, ist der Bildschirm. Auf dem Touchscreen entscheiden drei Dinge über die Übersicht: wie schnell sich eine Quote finden lässt, wie der Wettschein aufgebaut ist und ob die Cash-out-Schaltfläche dort liegt, wo der Daumen sie erwartet. Zwanzig Anbieter können dieselbe Quote für dasselbe Spiel führen und sich in der App vollkommen unterschiedlich anfühlen.

Im Play Store und im App Store stehen die Anwendungen der erlaubten Anbieter nebeneinander, mit unterschiedlichem Anbieter- und Entwicklernamen. Die App von MERKUR BETS ist für Android und iOS kostenlos und bewirbt mehr als 70 Sportarten sowie über 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten – in derselben Anwendung liegt MERKUR SLOTS. Auf solche Mischungen lohnt ein zweiter Blick: Ein Slot-Angebot ist eine andere Erlaubnis mit anderen Regeln als das Sportwettenangebot, und die beiden teilen sich zwar die App, nicht aber ihre Vorschriften.

Ein Anbieter, bei dem die Wege auseinandergehen, ist Winamax: Die App gibt es für iOS im App Store und für Android bei Google Play. Wettstar bedient beide Plattformen. Wer ein älteres oder ein Gerät ohne Google-Dienste nutzt, sollte vor der Anmeldung klären, welcher Weg für ihn überhaupt offensteht – sonst ist das Konto eröffnet und die App nicht installiert.

Wer eine App anbieten darf – und wen die Aufsicht aussortiert

Die Erlaubnis für Sportwetten im Internet erteilt die GGL mit Sitz in Halle (Saale) nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 in Verbindung mit § 27f Abs. 1 GlüStV; sie überwacht und ahndet nach § 28a. Der Glücksspielstaatsvertrag gilt seit dem 1. Juli 2021.

Werbung ist daran gekoppelt: Nach § 5 Abs. 7 dürfen nur Erlaubnisinhaber überhaupt werben. Das schließt einen Umkehrschluss ein, der in der Praxis oft untergeht – ein Anbieter, der im Fernsehen und auf Plakaten präsent ist, ist damit kein Beleg für eine Erlaubnis, aber er ist ein Hinweis. Wer dagegen ausschließlich über Suchanzeigen und Affiliate-Seiten auftaucht, hat diesen Beleg nicht.

Dass die Behörde nicht nur sammelt, sondern auch einschreitet, zeigt ein Vorgang vom 17. September 2026: Die GGL warnte ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“. Eine Warnung ist keine Domain-Sperre, aber sie ist öffentlich einsehbar, und sie ist der schnellere Weg zur Antwort als jede Fußnote in einer App-Beschreibung.

Wie ernst die Frage nach der Erlaubnis für die Anbieter selbst ist, zeigt ein Verfahren, das inzwischen beim Europäischen Gerichtshof liegt. Der Bundesgerichtshof legte dem EuGH am 25. Juli 2024 die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht (Az. I ZR 90/23); der Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Am 19. März 2026 kam der Schlussantrag von Generalanwalt Nicholas Emiliou in der Rechtssache C-530/24: Er hält es grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten – mit einer Ausnahme für den Fall, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Ein Urteil ist das nicht. Wer heute auf eine Erstattung hofft, hofft.

Was in Deutschland gewettet werden darf

Nicht jede Wette, die eine App technisch anbietet, ist hier auch zulässig. Nach § 21 Abs. 1 GlüStV sind feste Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Ereignisse innerhalb des Geschehens möglich, als Einzelwette oder als Kombiwette. Was im Einzelnen angeboten werden darf, steht im Sportwettprogramm des Veranstalters nach § 21 Abs. 5 – es gibt also keine offene Wettfläche, sondern eine genehmigte.

Für Live-Wetten ist die Regel enger, als die Werbung vermuten lässt. Während eines laufenden Ereignisses sind nach § 21 Abs. 4 nur Wetten auf den Endausgang oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente in Sportarten erlaubt, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor im Fußball darf gespielt werden, der nächste Satz im Tennis ebenfalls. Der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball nicht. Wer die Live-Ansicht öffnet und dort eine Schaltfläche für den nächsten Aufschlaggewinn findet, sieht eine Wette, die es in einem deutschen Angebot nicht geben sollte – ein Grund mehr, die Erlaubnis vorher zu prüfen statt hinterher.

Ausgeschlossen sind weiterhin Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure beteiligt sind; nach der Praxis der GGL zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich. Dazu kommen manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung nach § 21 Abs. 1a. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. Zu E-Sports ist die Haltung der GGL eindeutig: E-Sports ist nicht als Sport anerkannt, eine Erlaubnis für E-Sport-Wetten gibt es in Deutschland nicht. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Eine gesetzliche Obergrenze für den einzelnen Wetteinsatz existiert bei Sportwetten nicht.

Warum der Konto-Name über die Auszahlung entscheidet

Nach § 6b Abs. 4 GlüStV sind Zahlungen bei erlaubten Anbietern nur von einem Zahlungskonto möglich, das auf den Namen des Spielers selbst lautet und bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut geführt wird. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen. Wer im Bekanntenkreis schon einmal gehört hat, dass ein Konto „von jemand anderem“ aufgeladen wurde, hört hier den Grund, warum das bei einem erlaubten Anbieter nicht funktioniert: Nicht die Bequemlichkeit des Anbieters steht im Weg, sondern das Geldwäschegesetz.

Das erklärt auch die zweite Frage, die in Foren immer wieder auftaucht: Warum nehmen erlaubte Anbieter keine Kryptowährung an? Aus demselben Grund. Bitcoin und vergleichbare Coins lassen sich nicht als auf den Namen des Spielers lautendes Konto führen, und anonyme Prepaid-Mittel scheiden in der Konstellation ebenfalls aus. Bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis ist das kein Zeichen von Rückständigkeit, sondern eine Folge der Vorschrift.

Wer ein Girokonto, PayPal oder eine Karte auf seinen Namen besitzt, merkt von der Regel im Alltag nur dann etwas, wenn er eine Auszahlung auf ein fremdes Konto umleiten möchte – und genau dann ist die Antwort nein. Bei einigen Anbietern gehört die Zahlungsauswahl außerdem zu den Dingen, die in der App anders wirken als am Rechner: Betano nennt für Ein- und Auszahlung unter anderem Apple Pay, Google Pay, PayPal, Klarna Sofortüberweisung, Betano Cash und Kreditkarten; die Android-Anwendungen anderer Häuser holen bei solchen Diensten regelmäßig erst später nach, was im Browser längst läuft. Wie viele Einzahlungswege ein Anbieter tatsächlich akzeptiert, steht in dessen eigenen Bedingungen, nicht in einer Übersicht, die die Wege zählt.

Wichtig für den Fall, dass ein Konto doch einmal geschlossen wird: Die Spielerguthaben liegen nach § 6b Abs. 6 auf einem Treuhandkonto, das bei Insolvenz geschützt ist, und bei Kontoschließung wird das Guthaben nach § 6b Abs. 7 innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.

Warum „die Steuer“ nicht auf dem Wettschein steht

Die Sportwettensteuer nach §§ 16 bis 25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ nach §§ 17, 18 – das entspricht rund 5,03 % des eingezahlten Betrags, weil 5,3 durch 105,3 geteilt wird. Es wäre falsch, von 5,3 % des Einsatzes zu sprechen; die Bemessungsgrundlage ist eine andere. Schuldner ist nach § 19 der Veranstalter der Wette, nicht der Wettende. Ob und wie er die Steuer weitergibt, liegt in seiner Entscheidung und steht in seinen eigenen Bedingungen – und nur dort. Eine Quote, die auf den ersten Blick kleiner wirkt als die eines Wettbewerbers, kann dieselbe Steuer in anderer Höhe enthalten.

Zwei Dinge hängen daran. Steuern fallen auch bei Anbietern ohne Erlaubnis an, die Steuerzahlung beweist also nichts über eine Erlaubnis. Und die Steuer ist eine Sache des Finanzamts, nicht der GGL – die Aufsichtsbehörde hat mit der Erhebung nichts zu tun, wer sich über den Betrag wundert, wird bei ihr also keine Antwort finden. Ob Gewinne privater Wettender steuerpflichtig sind, lässt sich an dieser Stelle nicht belastbar klären; wer das für sich wissen muss, geht damit zur Steuerberatung.

Wettprogramm und Kombinationen: was die App zusammensetzt

Am Wettschein entscheidet sich, wofür die Konstruktion gut ist. Die Einzelwette braucht eine Quote. Die Kombiwette aus mehreren Legs vervielfacht die Quoten der einzelnen Auswahlen zu einem Preis – das ist der Reiz und zugleich das Problem, weil sich die Eintrittswahrscheinlichkeiten der Legs ebenfalls multiplizieren. Eine Systemwette erlaubt mehrere Kombinationen aus einer Auswahl von Legs; wer etwa vier Spiele in Dreier-Kombinationen spielt, kombiniert jede Dreiergruppe unter den vier Spielen.

Was daraus für den Wettschein folgt: Zwei Spiele mit zwei Quoten um 2,10 ergeben zusammen einen Preis um 4,41 – der doppelte Betrag klingt gut, die logische Konsequenz daraus nicht. Die Systemwette dagegen kann ein einzelnes Leg wegstecken, kostet aber Einsatz pro Kombination und nicht pro Leg. Wer beides schon einmal gespielt hat, kennt den Unterschied zwischen einem Wettschein, der auf ein Ergebnis wartet, und einem, der auf sechs schaut.

Wichtig bleibt der Schutz, den beide Formen nicht haben: Die Sportwettensteuer und der Quotenschlüssel des Marktes stecken in jeder Quote, egal wie viele Legs man stapelt. Die Multiplikation der Quoten multipliziert auch den Vorteil des Buchmachers – ein Detail, das in der App keine Schaltfläche zeigt.

Ebenfalls nur in den Bedingungen zu finden ist die Höhe eines Bonus. Der Glücksspielstaatsvertrag setzt oder begrenzt keinen Sportwettenbonus; Beträge, Umsatzbedingungen und Mindestquoten stammen ausschließlich aus den eigenen Bedingungen der Anbieter. Wer also nach einem „Willkommensbonus“ sucht, sucht nach einer vertraglichen Vereinbarung und nicht nach einer gesetzlichen Garantie.

Spielerschutz: Wo das Smartphone anders tickt

Die Einzahlungsgrenze nach § 6c Abs. 1 liegt bei 1.000 € pro Kalendermonat – über alle Anbieter hinweg, nicht pro Anbieter, und durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, kann einem einzelnen Spieler eine höhere Grenze einräumen, bis zu 10.000 € und in einer Spanne von 10.000 bis 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler, aber nur gegen einen nachweisbaren Beleg der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Eine Eigenerklärung genügt dafür nicht. Senkungen gelten sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen – eine Frist, die dem Spieler Bedenkzeit gibt und dem Impuls nicht.

Warum das auf dem Telefon mehr wiegt als am Rechner: Wer zuhause am Bildschirm sitzt, muss aufstehen, den Laptop holen und einsteigen. Wer die App auf dem Startbildschirm hat, ist in zwei Tipps im Wettschein, im Bus, in der Mittagspause, im Bett. Die technische Hürde ist weg, und deshalb sind die Grenzen nicht der Papierkram am Rand, sondern das, was den Unterschied macht. Wer sein 1.000-€-Limit für diesen Monat aufgebraucht hat, bekommt es nicht zurück, wenn ihn der nächste gute Einfall überkommt – die Grenze ist datenbankgestützt und nicht eine Frage der Selbstbeherrschung.

Das Sperrsystem OASIS nach §§ 8, 8a GlüStV ist bundesweit, und erlaubte Anbieter prüfen es bei der Registrierung und bei jedem Login. Nennt der Spieler eine Sperrfrist, läuft sie mindestens drei Monate; nennt er keine, mindestens ein Jahr. Ein offshore betriebenes Angebot hängt weder an OASIS noch an LUGAS – dort greift keine dieser Grenzen, und zwar nicht, weil der Spieler sie ausschaltet, sondern weil sie dort nicht existieren.

Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige Sperre für 24 Stunden aus. Das ist die kürzeste Reaktionsmöglichkeit, die der GlüStV einem Spieler gibt, und sie ist online verfügbar, wenn eine App zur Hand ist.

Die Registrierung ist der Punkt, an dem die App-Bequemlichkeit am stärksten endet. Nach § 6a gilt ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Verifizierung; vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen arbeiten. Das parallele Spielen ist nach § 6h untersagt und wird über die Aktivitätsdatei überwacht. Wer sich früher mit drei Konten bei einem Haus durchgemogelt hat, findet diese Praxis heute nicht mehr vor; wer ein zweites Konto anlegt, verliert dabei unter Umständen beide.

Die Zahl macht klar, wer wirklich jung ist: 18 Jahre nach § 4 Abs. 3, und das ist nicht nur eine Zahl, die man anklickt. Sie ist der Grund, weshalb eine App bei der Registrierung auf den Ausweis besteht.

Wo zwei Konten ans Bett gebunden sind, hilft ein Vergleich mit Zahlen. Wer mit 50 € im Monat spielt, merkt von der 1.000-€-Grenze nichts; wer mit 300 € in einer Woche einsteigt, stößt nach gut drei Wochen an – und wer im Kopf schon weitergerechnet hat, sollte lieber das Limit senken, bevor er online anfängt.

Welche Funktionen eine App auf dem Touchscreen wirklich braucht

Cash-out ist kein gesetzliches Recht, sondern eine Funktion, die jeder Anbieter für sich entscheidet. Der GlüStV kennt dazu keine Regelung, und die GGL hat keine. Der MERKUR-BETS-Cashout ist nach Abgabe der Wette jederzeit nutzbar – in der App unter „Meine Wetten“ über den gelben Cashout-Button –, der Betrag wird aber erst ausgezahlt, wenn alle Spiele des Wettscheins beendet und abgerechnet sind. Das ist mehr als ein Fußnotendetail: Wer Cashout drückt, um an Liquidität zu kommen, merkt erst dann, dass die Auszahlung an die Abrechnung des letzten Legs gebunden bleibt.

Der Unterschied zwischen vollständigem und Teil-Cash-out ist in der Praxis wichtiger als die Werbung vermuten lässt. Die App von Sportwetten.de führt eine Cash-Out-Liste mit Teil-Cash-Out-Funktion sowie einen Live Match Tracker; Tipwin bietet Cashout ganz oder teilweise; NEO.bet nennt Cashout und Teil-Cashout; die DAZN-Bet-App hat Live-Wetten und Cash Out direkt im Wettschein. Wer einen Teil-Cash-out nutzt, sichert einen Teil des Einsatzes und behält die größere Chance auf den Rest. Wer mehr braucht, kann das komplette Leg auflösen – und im Gegensatz zu einer Wette, die man auf dem Sofa und auf dem Handy gleich schnell abgibt, ist der Unterschied am Touchscreen spürbar, weil der Wettschein in einer Wischgeste offen liegt.

Für Live-Zuschauer zählt die Frage, wie schnell die Grafik ist und wie viele Wettmärkte sie begleitet. bwin nennt in der App Cashout manuell und automatisch, Live-Streams und Live-Statistiken sowie Kombi-Boost und Quoten-Boost. Betway verweist auf eine „Deutsche Lizenz (Whitelist)“ und bietet Livewetten und Livestreams. bet-at-home wirbt mit Live-Wetten, Cash-Out, Bet-Builder sowie Live-Scores von Flashscore und Fotmob. Betano nennt Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Sportwetten.de und Tipwin sind im Bereich Livestream zurückhaltender aufgestellt, aber die beiden bieten mit Live Match Tracker und Videoübertragung ausgewählter Ereignisse jeweils eine eigene Lösung.

Kombi-Builder sind im Kern eine andere Verpackung der Kombiwette: Statt mehrere Spiele zu verbinden, werden mehrere Märkte eines Spiels kombiniert. Wer in derselben Partie auf Sieger, beide Treffer und ein Torintervall setzt, kombiniert damit Ereignisse, die nicht unabhängig sind. Betano nennt den Bet Builder ausdrücklich, bet-at-home ebenfalls, bet365 bietet den Wetten-Konfigurator+ für ausgewählte Veranstaltungen. Für den Spieler heißt das: Das Werkzeug ist bereits da, umgesetzt zu haben, was rechtlich zulässig bleibt, egal wie konstruiert der Schein wird.

Livestreams bleiben nicht ohne Bedingung. Betano stellt das Live-Streaming laut App-Beschreibung verifizierten Kunden ab einem bestimmten Mindestguthaben zur Verfügung – verifiziert heißt in diesem Zusammenhang, dass das Konto geprüft ist, was die Verifizierung aus dem Spielerschutz mit der Funktion verbindet. bet365 überträgt laut Beschreibung jedes Jahr Hunderttausende Veranstaltungen per Livestream.

Was der Touchscreen darüber hinaus verlangt, ist unspektakulär, aber entscheidend: Anmeldung, Wettschein und Kassieren müssen in der App ohne Umweg über den Browser funktionieren. Ist das gegeben, ist das Konto identisch, das die Webseite kennt – und die Limits gelten.

Wie sich android sportwetten und der Browser technisch unterscheiden

Sportwetten per Android-App greifen auf dieselben Konto-, Limit- und Spielerschutzsysteme zu, die der Browser nutzt, weil es dieselbe Erlaubnis und derselbe Veranstalter ist. Nach § 6c Abs. 1 prüft die LUGAS-Limitdatei das Monatslimit von 1.000 € über alle Anbieter hinweg, nach §§ 8, 8a prüft OASIS die Sperre bei Registrierung und Login – unabhängig davon, ob der Zugang über die App oder die Webseite erfolgt.

Was auf dem Touchscreen hinzukommt, ist Bedienung: Quotensuche, Wettschein-Ansicht und die Cash-out-Schaltfläche entscheiden darüber, ob das Angebot unterwegs wirklich nutzbar ist. Was wegfällt, ist die Ortsbindung. Und was bleibt, ist die Grenze, die auf die Domain und nicht auf die Installationsdatei lautet: Nur wer in der Whitelist steht, darf ein deutsches Wettangebot betreiben – ob im Browser oder in einer App.

Die Vergleichstabelle: Wer hinter welcher App steht

Die folgende Übersicht nennt zu jedem der zehn Anbieter den Halter der Erlaubnis, wie ihn die Whitelist im Stand vom 2. Oktober 2026 führt, und seit wann die Sportwettenerlaubnis besteht. Genau die beiden Angaben für den Prüfstein braucht, wer eine App auf dem Telefon sucht: Er kann sie in der Whitelist wiederfinden, und er sieht, wie lange der Anbieter schon im regulierten Markt arbeitet.

panorami

Anbieter In der Whitelist geführter Halter Sportwettenerlaubnis seit
AdmiralBet Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
Interwetten Interwetten Gaming Limited 02.11.2020
Betway Betway Limited 09.03.2021
MERKUR BETS Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
bwin bwin (Deutschland) Limited 09.10.2020
Sportwetten.de NetX Betting Limited 19.11.2020
LeoVegas LVSports Limited 21.10.2024
888sport 888 Germany Limited 30.06.2021
bpremium Ladbrokes (Deutschland) Limited 09.10.2020
NEO.bet Greenvest Betting Limited 09.10.2020

Die Spanne in der letzten Spalte reicht vom 9. Oktober 2020 bis zum 21. Oktober 2024, und das ist alles andere als ein Zufall. Die erste Gruppe hat den Markt vom Start des GlüStV-2021-Regimes an bespielt und war vorher im grauen Bereich aktiv, teilweise mit einer Erlaubnis aus Schleswig-Holstein. Die zweite Gruppe ist später hinzugekommen, LeoVegas als jüngster Zugang. Wer eine App neu installiert, hat bei einem Anbieter mit langer Erlaubnis mehr Anhaltspunkte über dessen Registrierungspraxis, bei einem jüngeren manchmal eine aktiver gepflegte Anwendung. Aus der Spalte folgt kein Urteil über die App, aber sie ist der Anfang des Vergleichs.

Die Whitelist selbst enthält kein Enddatum. Ein Sportwettenerlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 fünf Jahre; ob ein Anbieter eine Folgeerlaubnis bekommen hat, zeigt die Liste, wenn eine eingetragen ist. Bei AdmiralBet ist das der 13. Dezember 2022 und der 29. Juli 2024, bei NEO.bet der 22. Dezember 2022, bei Sportwetten.de der 16. Dezember 2022, bei bpremium der 21. Dezember 2022. Wer die Tabelle liest, liest also Erteilungsdaten und keine Gültigkeitsdauer – wer eine Gültigkeitsdauer braucht, muss den jeweils aktuellen Stand der Liste selbst aufrufen, weil sie sich ändert.

Die zehn Anbieter im Einzelnen

Was in der Tabelle nur als Datum steht, wird erst in den Bedingungen und Funktionen greifbar. Die Reihenfolge unten ist keine Platzierung – alle zehn Häuser halten eine Sportwettenerlaubnis, und eine Rangliste würde eine Sicherheit über Ergebnisse behaupten, die niemand geben kann. Gelesen wird nach dem, was die Anwendungen für Android leisten und was das für bestimmte Nutzer bedeutet.

AdmiralBet – die lange Erlaubnishistorie

AdmiralBet ist eines der Häuser, die von Anfang an dabei sind. Die Whitelist führt die Greentube Betting Malta Limited für Admiralbet.de mit einer Sportwettenerlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, dazu Folgeerlaubnisse vom 13. Dezember 2022 und vom 29. Juli 2024. Für virtuelle Automatenspiele auf einer separaten Adresse besteht eine Erlaubnis seit dem 28. September 2022 – ein weiteres Beispiel für die Trennung der beiden Erlaubnisarten, die nichts miteinander zu tun haben.

Wer die lange Zugehörigkeit wichtig findet, findet hier einen Anhaltspunkt für Verlässlichkeit; wer sich für die App-Funktionen im Vergleich zu Playern wie Betano oder bwin interessiert, muss sich an deren Maßstab messen lassen. Die Whitelist positioniert AdmiralBet in der konsolidierten Gruppe – die App-Konkurrenz entscheidet danach.

Interwetten – Cash-out und Live-Funktionen im Paket

Die App „Interwetten: Sportwetten DE“ wird im Apple App Store von der Interwetten Gaming Ltd angeboten, die Erlaubnis für Interwetten führt die Interwetten Gaming Limited mit Sportwettenerlaubnis seit dem 2. November 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. In der Entwicklerbeschreibung stehen eine Cash-Out-Funktion sowie Top-Quoten für Live- und Pregame-Wetten.

Was am ersten Satz auffällt: Der Name des App-Anbieters im Store ist nicht mit dem Namen des Erlaubnishalters identisch. Das ist üblich, aber lästig, weil der Name im App Store – nicht in der Whitelist – der erste ist, den ein Nutzer sieht. Wer wissen will, wem er sein Guthaben anvertraut, muss die Whitelist bemühen, nicht die Store-Seite. Die Cash-out-Funktion und die Quotenpflege im Live-Bereich machen die App dann zu einem Angebot, das sich an Spieler richtet, die während des Spiels nachjustieren.

Betway – Livewetten und Livestreams

In der App „Betway Sports Live Sportwetten“ nennt der App Store die Digital Outsource International Limited mit Sitz in London und verweist auf eine „Deutsche Lizenz (Whitelist)“; angeboten werden Livewetten und Livestreams. Die Whitelist führt für Betway die Betway Limited mit einer Sportwettenerlaubnis seit dem 9. März 2021 und einer Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022 – der Erlaubnisinhaber ist also ein anderer als der Store-Entwickler.

Der Verweis auf eine „Deutsche Lizenz (Whitelist)“ im Store-Text ist genau das: ein Verweis. Er ersetzt die Prüfung nicht, aber bei Betway findet sie ein positives Ergebnis. Wer das Haus über Live-Wetten kennenlernt, sollte sich vorher klarmachen, was § 21 Abs. 4 zulässt – die Auswahl ist kleiner als die Kachelwand in der App vermuten lässt, weil die Whitelist nur auf den Endstand oder das nächste Tor setzt – und auf das nächste Tor im Fußball, nicht auf jeden Zwischenschritt.

MERKUR BETS – die App mit dem Doppelangebot

Die MERKUR-BETS-App für Android und iOS ist kostenlos; die Beschreibung nennt „über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten“ und enthält in derselben Anwendung auch MERKUR SLOTS. Die Whitelist führt für MERKUR BETS die Merkur Bets Malta Limited mit einer Sportwettenerlaubnis seit dem 6. November 2023.

Die Zahl 250.000 ist groß, aber sie beschreibt die Palette und nicht die Qualität der App – wer nur Fußball spielt, wird die Zahl nicht spüren. Wichtiger ist die Kombination mit den Slots in derselben Anwendung: Wer im Sportwettenangebot unterwegs ist, sollte wissen, dass die Slot-Erlaubnis eine andere ist und anderen Regeln unterliegt, etwa der Werbebeschränkung zwischen 6 und 21 Uhr, die für Sportwetten gerade nicht gilt. Der jüngste Erlaubnisbeginn unter den ersten sechs Anbietern macht MERKUR BETS zum Newcomer im regulierten Markt und zum Haus mit dem kürzesten Nachweis in der Tabelle.

bwin – die breite Werkzeugpalette

Die „bwin – Sportwetten App“ wird im Apple App Store von der bwin.party entertainment Limited angeboten; die Entwicklerbeschreibung nennt Cashout manuell und automatisch, Live-Streams und Live-Statistiken sowie Kombi-Boost und Quoten-Boost. Die Whitelist führt für bwin die bwin (Deutschland) Limited mit einer Sportwettenerlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022.

Das ist die volle Werkzeugkiste in einer App. Der automatische Cashout ist der interessantere Teil, weil er eine Regel im Hinterkopf verlangt: Wer ihn aktiviert, löst im richtigen Moment aus und gewinnt im falschen Moment einen Betrag, der unter dem möglichen liegt. Für Spieler, die einen Live-Abend mit vielen Einzelwetten planen, ist die Kombination aus Statistik und Boost praktisch; wer nur eine Kombiwette pro Wochenende abgibt, braucht das meiste davon nicht.

Sportwetten.de – Cash-Out-Liste und Face ID

Die Sportwetten-App von Sportwetten.de enthält eine Cash-Out-Liste mit Teil-Cash-Out-Funktion, einen Live Match Tracker, PayPal-Einzahlungen und Anmeldung per Face ID; als Anbieter ist die NetX Betting Limited genannt. Die Whitelist führt dieselbe Gesellschaft für Sportwetten.de mit einer Sportwettenerlaubnis seit dem 19. November 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022.

Die Cash-Out-Liste ist hier das eigentliche Werkzeug: Sie zeigt alle offenen Wetten an einem Ort, und der Teil-Cash-out erlaubt es, einen Teil zu sichern, ohne den Schein zu schließen. Wer mehrere Wetten gleichzeitig laufen hat, merkt erst in der Liste, wie viel tatsächlich offen ist. Face ID klingt nach Bequemlichkeit und ist beim Smartphone auch eine Zugangssperre – wer das Telefon verliert, verliert nicht zwangsläufig das Konto.

LeoVegas – der jüngste Zugang im Vergleich

Die Whitelist führt für LeoVegas die LVSports Limited mit einer Erlaubnis für Sportwetten seit dem 21. Oktober 2024; für virtuelle Automatenspiele besteht eine Erlaubnis seit dem 27. Februar 2023. Der Erlaubnisbeginn ist der jüngste im ganzen Vergleich.

Wer nach einem Anbieter mit kurzer, aber vorhandener Regulierungserfahrung sucht, findet hier den klaren Fall. Auffällig ist der Abstand zwischen den beiden Erlaubnissen: Der Anbieter ist im Automatenspiel deutlich länger aktiv als im Sportwettenbereich. Für den Wettschein heißt das nichts, für die Erwartung an die Live-Tiefe kann es etwas heißen – das Sportwettenprogramm hat weniger Zeit gehabt zu wachsen, und wer eine Sportwetten-App von LeoVegas sucht, sollte vor der Registrierung einen Blick in die App-Beschreibung zu Sportarten und Märkten werfen.

888sport – der Konzern im Hintergrund

Die Whitelist führt für 888sport die 888 Germany Limited mit einer Sportwettenerlaubnis seit dem 30. Juni 2021 und einer Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022. Hinter der Marke steht die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, zu der 888sport gehört; die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert.

Bemerkenswert daran ist nicht die Marke, sondern die Kapitalmarktgeschichte: Notierung und Gibraltar-Sitz erzählen von einem Konzern mit Publikumspflichten – ein Maß an Transparenz, das bei einer kleinen Privatgesellschaft fehlt. Für den Wettschein am Telefon ist das ein mittelbarer Faktor. Wer ihn dennoch für eine Garantie hält, sei gewarnt: Für das konkrete Angebot in Deutschland zählt die Erlaubnis, die eine deutsche Gesellschaft hält, nicht die Bilanz der Mutter in Gibraltar.

bpremium – markentreuer Auftritt mit klarer Firmenangabe

Die Ladbrokes (Deutschland) Ltd als Betreiberin von bpremium hat ihren Sitz in Unit 6, St Business Centre, 120 The Strand, Gzira, Malta, und ist unter der Registernummer C92799 geführt; die Whitelist führt dieselbe Gesellschaft für bpremium mit einer Sportwettenerlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022. Die Angabe in den Nutzungsbedingungen hat die Fassung vom 3. April 2023.

An bpremium lässt sich eine gute Praxis zeigen: Die Betreibergesellschaft steht vollständig und mit Registernummer in den Nutzungsbedingungen, nicht nur in der Whitelist. Für den Vergleich ist die Marke dadurch leicht zu verorten – sie gehört in die Gruppe der langjährigen Inhaber. Wer sich unsicher ist, wo er die Firma sucht, findet sie in den Vertragsunterlagen der Anwendung und nicht im Impressum einer Portalseite.

NEO.bet – Cashout plus Teil-Cashout im Paket

Die NEO.bet-App beschreibt sich im App Store als lizenzierter Sportwettenanbieter mit deutscher Lizenz; als Anbieter ist die Greenvest Betting Limited genannt. Zu den Funktionen zählen laut Entwickler Live-Quoten und Live-Wetten sowie Cashout und Teil-Cashout. Die Whitelist führt die Greenvest Betting Limited für NEO.bet mit einer Sportwettenerlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022.

Hier stimmt der Name im Store mit dem Halter der Erlaubnis überein – angenehm selten und ein Punkt für die Übersichtlichkeit. Der Teil-Cashout ist praktisch für den Fall, dass nur ein Leg eines Scheins kippt; für einen Spieler, der in der Regel Einzelwetten spielt, ist die Funktion dagegen ohne täglichen Nutzen. Die Erlaubnis liegt in der etablierten ersten Gruppe, was dem Haus die längste Beobachtungszeit im Feld gibt.

Das Kleingedruckte bei Android-Apps und wie man einen Anbieter selbst prüft

App-Beschreibungen sind Marketing und keine Vertragsunterlagen, und die Trennung ist im Alltag leicht zu übersehen. Im Store steht die runde Sprache, in den Bedingungen die Zahl. Wer prüfen will, bevor er Geld einzahlt, geht in fünf Schritten vor, und keiner davon verlangt Fachwissen.

Auf der Liste der GGL nachschauen, ob die Domain des Anbieters unter den Einträgen mit Sportwettenerlaubnis steht und welcher Halter dort genannt ist – Stand der Liste vom 2. Oktober 2026 mit 30 Einträgen, davon 27 Sports-Erlaubnisse, ist der Ausgangspunkt. Den Halter mit dem Namen abgleichen, der in den Nutzungsbedingungen des Anbieters steht; weichen die beiden ab, ist das nicht automatisch alarmierend, aber ein Grund, genauer zu lesen. Bei einem Anbieter aus dem Ausland den Firmensitz und die Registernummer prüfen – bei bpremium steht beides in den Bedingungen. Bei einem Anbieter, der über einen Downloadlink statt über den Play Store installiert wird, die Herkunft der Datei klären, bevor sie installiert wird. Und bei den Zahlungsarten prüfen, ob das eigene Konto auf den eigenen Namen lautet; tut es das nicht, funktioniert die Zahlung nach § 6b Abs. 4 nicht.

Für Apps außerhalb des Play Store ist die Frage nach der Quelle besonders relevant, weil eine Installationsdatei aus einer fremden Quelle die Vertrauenskette um ein Glied verlängert. Wer eine App installiert, die eine Bankverbindung sieht, sollte den Herausgeber kennen. Bei den zehn Anbietern dieser Übersicht ist der Herausgeber jeweils in der Store-Seite und in der Whitelist nachvollziehbar.

Werbung bleibt werblich, auch wenn sie von einem erlaubten Anbieter kommt. Nach § 5 Abs. 3 Satz 1 gilt das Verbot zwischen 6 und 21 Uhr für Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele, nicht für Sportwetten. Das erklärt, warum die Sportwettenwerbung mittags im Fernsehen läuft und die Slot-Werbung nicht – die beiden Bereiche folgen zwei verschiedenen Uhrzeiten. Für Werbung zu einem konkreten Ereignis gelten zusätzlich die Grenzen aus § 5 Abs. 3 Satz 2: keine Anzeigen für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung auf demselben Sender, keine Anzeigen mit aktiven Sportlern oder Offiziellen, und kein Affiliate-Entgelt nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz. Nach § 5 Abs. 6 gilt das Verbot des Affiliate-Entgelts entsprechend.

Häufige Fragen

Wo lassen sich Sportwetten-Apps für Android beziehen, und wie prüft man die Herkunft einer Installationsdatei?

Einige Anbieter stellen ihre Anwendung bei Google Play bereit, andere über einen Link auf der eigenen Seite; Winamax und Wettstar bedienen beide Wege. Eine Datei aus fremder Quelle erfordert einen Blick auf den Herausgeber: Der Name im Store oder in der Beschreibung sollte zu dem Halter passen, den die Whitelist der GGL für die Domain nennt.

Reicht die Verfügbarkeit im Play Store als Nachweis für eine deutsche Erlaubnis, oder zählt allein die Whitelist?

Im Play Store kann grundsätzlich jeder Anbieter stehen; die Liste sortiert nach Relevanz, nicht nach Erlaubnis. Nach § 9 Abs. 8 GlüStV zeigt allein die Whitelist, wer in Deutschland Sportwetten veranstalten und vermitteln darf. Im Stand vom 2. Oktober 2026 stehen dort 30 Einträge, davon 27 mit Sportwettenerlaubnis.

Gelten in der App dieselben Live-Wetten-Regeln wie im Browser, zum Beispiel bei Wetten auf das nächste Tor?

Ja, es gelten dieselben Regeln, weil dieselbe Erlaubnis und dasselbe Konto dahinterstehen. Nach § 21 Abs. 4 sind während eines laufenden Ereignisses nur Wetten auf den Endausgang oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente in Sportarten erlaubt, in denen solche Ereignisse selten sind.

Wie wirken sich das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 € und die Sperrdatei OASIS auf die Nutzung per App aus?

Das Limit nach § 6c Abs. 1 gilt für alle Anbieter zusammen und wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt; die App greift darauf genauso zu wie der Browser. OASIS nach §§ 8, 8a prüfen Anbieter bei der Registrierung und bei jedem Login. Eine Sperrfrist läuft mindestens drei Monate, ohne Angabe mindestens ein Jahr.

Warum nehmen lizenzierte Anbieter keine Zahlungen von fremden Konten oder in Kryptowährung an?

Nach § 6b Abs. 4 sind Zahlungen nur von einem auf den Namen des Spielers lautenden Konto möglich, das bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut geführt wird; anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen. Kryptowährung und anonyme Prepaid-Mittel lassen sich nicht auf einen Namen führen und fallen damit aus diesem Rahmen.

Wie unterscheidet sich der Umgang mit der Sportwettensteuer von 5,3 % zwischen den Apps verschiedener Anbieter?

Die Steuer nach §§ 16 bis 25 RennwLottG beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags; Schuldner ist nach § 19 der Veranstalter. Ob und wie ein Anbieter sie weitergibt, steht in seinen eigenen Bedingungen – ein Vergleich der Quoten zeigt den Unterschied, nicht eine Angabe auf dem Wettschein.

Was am Ende wirklich zählt

Die Android-App ist ein Zugang, keine Kategorie. Sie entscheidet darüber, wie angenehm ein Wettschein in der Hand liegt, und nicht darüber, welche Regeln gelten. Wer das verwechselt, sucht im Play Store nach einer Sicherheit, die dort nicht steht.

Der praktische Weg für die meisten ist deshalb ein anderer als der naheliegende. Erst die Whitelist, dann die App: Wer prüft, ob die Domain des Anbieters unter den 27 Sportwettenerlaubnissen steht und welcher Halter dort genannt ist, verbringt fünf Minuten mit der einzigen Frage, die sich später nicht mehr korrigieren lässt. Die Wahl zwischen zwei erlaubten Anbietern ist Geschmack und Funktion. Die Wahl zwischen einem erlaubten und einem nicht erlaubten ist eine andere Sache, auch wenn beide im Store gleich aussehen.

Wer viel unterwegs spielt, sollte den ersten Blick auf die Funktionen richten, die den Alltag tragen: eine Cash-Out-Liste, ein Teil-Cash-out, eine Anmeldung per Face ID und ein Wettschein, der sich mit einer Hand bedienen lässt. Einer, der zwei Wetten im Monat setzt, braucht keines davon und kann sich die App mit dem klarsten Aufbau aussuchen. Der Spielerschutz ist in beiden Fällen derselbe, und das ist der eigentliche Befund dieses Vergleichs: Die Unterschiede zwischen den Anwendungen liegen in der Bedienung – nicht darin, wie viel von einem Monatslimit übrig bleibt.

Inhalt erstellt vom Team «Kombiwetten-Bonus»